Gott und sein Widersacher
- 18 - Fragen und Antworten Frage: Über den Moskauer Sender ging eine atheistische Rundfunkansprache, in der bemängelt wurde, daß GOTT sich durch kein Phänomen beweist. Welche Folgen hat diese Blas- phemie? AREDOS: Mit dieser Tatsache beweist der kommunistische Atheismus, daß er bereits über GOTT nachdenkt , das heißt, daß das eigene gottlose Verhalten unheimlich wird. Das göttliche Phänomen besteht in der Schöpfung, doch GOTT zu schauen, ist unmöglich. Selbst CHRISTUS schaute GOTT nicht , sondern nur seine Herrlichkeit; dafür hörte er aber GOTTES eigene STIMME. GOTT ist kein Rächer, aber Er läßt sich auch nicht spotten. Er wird stets eine Lehre erteilen. Frage: Woran liegt es, daß gerade die Jugend der wissenschaftlichen Gottlosigkeit zugetan ist? AREDOS: In Ermangelung einer besseren Belehrung erscheint der Jugend dieser Atheismus weitaus logischer zu sein als ein imaginärer Gottglaube. Das ist allerdings die Schuld der großen Kirchen. Diese verleiten, ja zwingen den Menschen zum Atheismus, weil sie selbst in fanatischer Weise in der Dummheit und Unwissenheit steckengeblieben sind und keine Bemühungen machen, sich fortschrittlich zu informieren. Das göttliche GESETZ schreibt dem Menschen vor, daß niemand, ohne Ausnahme, etwas erhalten soll, was ihm nicht zusteht. Aber aus einer Not heraus kann dem Menschen etwas ohne sein eigenes Zutun zustehen. Was aber steht der Jugend ohne eigenes Verdienst zu? Der durch die irdische Lebensschulung gegangene Mensch, der bereits einen Teil seiner Läuterung hinter sich gebracht hat, sieht die Welt mit ganz anderen Augen an als ein Jugendlicher. Doch die Jugend muß auch einmal unbedingt die Welt mit den Augen einer geläuterten Seele sehen. Sie kann es jedoch niemals, wenn ihr der eigene Läuterungspro- zeß vorenthalten wird . Der erwachsene und verantwortliche Mensch darf der Jugend in dieser Weise keinen Vorschub leisten und ihr etwas ersparen, das der Grundstein der irdischen Läuterung und Einsicht in das höhere überirdische Wissen ist. Wenn der Jugend das Leben allzu bequem gemacht wird, so muß der normale Entwick- lungsprozeß der Herzensbildung und des normalen Menschenverstandes unterbunden werden, womit ein Zustand erreicht wird, der zu völlig menschenfeindlicher Nichtachtung aller bisher gelebten Generationen führt. Das heutige Verhalten Jugendlicher und ihre Einstellung zeigt warnend diese Fehleinschätzung, die von Staats wegen leider gefördert wird, weil die Staatsmänner kein Wissen über den Sinn des Daseins und über die göttli- chen Wahrheiten überhaupt haben. Frage: Warum ist der Atheismus gerade unter Studenten so stark ausgeprägt? ELIAS: Wenn ein Student etwas gelernt hat, so glaubt er sich gleich klüger als jeder andere Mensch zu sein. Er wird sich dann von keinem Nichtakademiker etwas sagen lassen. Ein Student nimmt grundsätzlich Belehrungen nur von seinen Professoren an, aber niemals von einem anderen. Die Lehrer haben es in der Hand, die Studenten und überhaupt die Jugend richtig zu leiten. Aber sie müssen auch gute Vorbilder sein! Frage: CHRISTUS sagte, man soll "die Perlen nicht vor die Säue werfen". Hat es daher überhaupt einen Sinn, sich mit Atheisten über GOTT zu unterhalten? AREDOS: Ein solches Gespräch muß sehr vorsichtig geführt werden. Aber es ist möglich, daß man in einem Atheisten einen Zweifel an seiner Einstellung hervorruft. Dann ist schon viel gewonnen. Jeder Mensch ist auf der Suche - auch ein Atheist.
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