Gott und sein Widersacher

- 28 - Was sind Wunder? (Durchgabe aus dem Jahre 1964) Wohlan, die Gottlosen glauben nicht an ein Wunder. Jedes Wunder ist für sie ein Zufall oder ein Märchen . Angeblich fehlt es an einem naturwissenschaftlichen Nachweis eines jeden Wunders. Ist es wirklich so, daß es keine echten Wunder gibt? - Ich sage euch, daß diese Meinung oberflächlich ist! Es gibt Milliarden echter Wunder und sie sind überall anzutreffen. Doch weil diese Wunder sich vor aller Augen täglich in unabsehbarer Menge vollziehen, sind sie so selbstverständlich geworden , daß sie nicht mehr zu den Wundern gerechnet werden, sondern zur nicht mehr wegdenkbaren Selbstver- ständlichkeit. Das ganze Universum mit allen Sternen und mit allen Atomen ist eine Kette von Wundern. Es ist so eingerichtet, daß ein Wunder das andere hervorruft und daß ein Wunder ohne das andere nicht zustande kommen oder existieren kann. Allein die Menschwerdung ist ein großes Wun- der, ja, von allen Wundern das größte! • Das Leben in unübersehbarer Vielzahl und Vielgestaltigkeit ist eine Kette von Wundern. Doch was ihr als "echte Wunder" betrachtet, ist ein Abweichen von der Selbstverständlichkeit, ein Abweichen von der gewohnten Norm. Warum soll es aber kein Abweichen von der Norm geben? - Ihr könnt dieses Abweichen bei der Muta- tion beobachten und nachweisen . Trotzdem wagt ihr nicht, in diesen Fällen von einem Wunder zu sprechen. Eine Mutation ist ein Sprung aus der gewohnten Ordnung . Eine Mutation ist ein Sprung aus dem Gesetz, die ein neues Gesetz in Kraft ruft. Aber es gibt auch Krankheiten, die ein Abweichen von der gesetzlich festgelegten Norm darstellen. Auch in diesem Fall spricht man nicht vom Wunder einer gefährlichen Krankheit. Der Krebs ist ein gutes Beispiel dafür. Die Krebszellen verhalten sich außerhalb jeder gesetzlich vorgeschriebenen Ord- nung. - Sie stellen sich gegen GOTT und seinen Plan. Wenn nun der Mensch plötzlich durch ein Wunder geheilt wird, so will man an ein solches Wunder nicht glauben, weil es gegen die (irdisch) gesetzlich festgelegte Norm und gegen das Verhalten ist. Im Grunde genommen könnte man ein gött- liches Wunder auch nicht anders als eine Mutation bezeichnen. Ein Sprung aus der Ordnung, um Ordnung zu schaffen. • Ebenso ist eine Offenbarung aus den göttlichen Sphären ein durchaus verständliches Wunder. Es ist ein "Mutation" der allgemeinen Verständigung. Warum werden die Erkenntnisse der Naturwissenschaft nicht richtig angewandt? - Es heißt sehr oft: "Die Wissenschaft steht vor einem Rätsel." Die Wissenschaft darf nicht vor einem Rätsel stehen. Sie hat die Möglichkeit einer richtigen Erklärung, denn es gibt kein unmögliches Wunder. Jedes Wunder ist möglich, das heißt, jeder Sprung aus der Ordnung ist möglich, auch wenn diese Sprünge durchaus nicht alltäglich sind und somit nicht zur gewohnten Selbstverständlichkeit gehören. • Wer aber behauptet, daß es keine Wunder gibt, der sollte sich lieber die Frage stellen, ob er überhaupt lebt. Wenn er das bejaht, so muß er auch zugeben, daß er selbst ein Wunder ist, über das sich andere Menschen leider nicht den Kopf zerbrechen, weil die Fülle abstumpft . Daß der Mensch überhaupt denken und in die Zukunft planen kann, ist ein noch größeres Wunder. Es ist ein göttliches Teilerbe des Menschen. Der Mensch schreckt vor einem Jenseits zurück. Er will ein solches Reich nicht wahrhaben, noch als ein Wunder betrachten. Aber das Jenseits ist eine geistige Parallele zur materiellen Welt , nur der Stoff (darin) ist ein anderer (immateriell). Die Seele ist im Diesseits und im Jenseits dieselbe, sie ändert nur ihren Charakter , sie ändert nur ihr gutes oder ihr böses Wollen. • Ein Wunder kann jeder Mensch vollbringen, indem er eine Mutation zum Guten in sich vollzieht!

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