Gott und sein Widersacher
- 35 - GOTT und wir Menschen Die Verehrung GOTTES (Durchgabe aus dem Jahre 1963) Die unvorstellbare, hohe Person GOTTES verlangt selbstverständlich eine hohe Verehrung. Im Dies- seits und im Jenseits versucht man dieser Forderung gerecht zu werden. Die Seelen im Jenseits stehen dem GEIST GOTTES näher und haben deshalb eine ganz andere Art der Verehrung. Auf Erden scheint euch GOTT viel ferner - wenn nicht überhaupt an Seiner Existenz gezweifelt wird. Auf Erden, das heißt im Diesseits, gibt es deshalb auch eine ganz andere Art der Gottesverehrung. Nun kommt es darauf an, welche Verehrung richtig ist. Hierzu will ich euch etwas sagen: Fast alle Seelen, die in das Geistige Reich kommen, bringen die Art der Verehrung mit , die sie auf Erden hatten. Mit der können sie aber im Reich GOTTES nur wenig anfangen. Sie kommen auf diese Weise solange nicht vorwärts, wie sie nicht von diesen Gewohnheiten lassen können und völlig neu anfangen, GOTT zu lieben und zu verehren. Aus dieser Erklärung könnt ihr sehen, daß die Religionen der Erde nicht in Ordnung sind. • Religion heißt nicht Glaube, sondern Verehrung aufgrund eines Glaubens! GOTT verlangt keine Frömmelei , sie ist Ihm zuwider. Er verlangt von jedem Menschen, ganz gleich wo er sich befindet, ein normales Verhalten . - Was ist jedoch in diesem Falle normal? • Da GOTT den Menschen als Mensch geschaffen hat, so kann nur das normal sein, was menschlich ist. Der Mensch ist kein Überwesen. Er hat daher auch nicht das Recht, sich wie ein Überwesen oder unmenschlich zu benehmen. Von diesen Geboten weicht der Mensch schon in seinem täglichen Leben weit ab. Noch mehr weicht er davon ab, wenn er fromm sein will oder einen Kirchenglauben annimmt. Die Priester haben sich seit Jahrtausenden eine Art Theatervorstellung ausgedacht . Die Traditionen der Kirchen und Religionen halten eisern an dieser Vorstellung fest, und man glaubt, daß man den Menschen damit einen Gefallen tut, damit er in eine Art der Verzückung gerät. • Ich sage euch, daß dieses Verhalten nicht zu eurer Erlösung beiträgt , noch daß ihr da- mit einen Schritt in göttlicher Richtung weiterkommt. GOTT ist euer, unser aller VA- TER. Er kann also nur wie ein VATER angesprochen werden. Er kann nur als univer- seller VATER verehrt und geachtet werden. Was würde ein Vater auf Erden von seinen Kindern halten, wenn sie ihm eine Theatervorstellung geben würden, wie es in den Kirchen üblich ist? Er würde denken, daß alle seine Kinder plötzlich übergeschnappt seien. Nicht viel anders ist die Beurteilung im Jenseits, wenn wir Seelen euch be- obachten . Aber wir sind tolerant, weil wir nun einmal im gleichen Kult mitgemacht haben. Wie sollte es in einer Kirche zugehen? - Natürlich nicht viel anders, als bei uns im REICH DES HERRN. Hierzu gehört Schönheit , Vollkommenheit , die Reinheit und die Harmonie . Alles andere ist überflüssig . Schon allein die dauernde Wiederholung ohne eine Abwechslung oder ohne eine fort- schrittliche Änderung ist von Übel. In euren Kirchen und Tempeln geht es immer nach dem gleichen Plan. Es geht immer nach der uralten Vorschrift. Der Gläubige wird gelangweilt . Er empfindet das alles als einen ziemlichen Unsinn . Aber er wagt aus Respekt nicht dagegen zu revoltieren. Je normaler ihr euch jedoch als Menschen benehmen würdet, um so mehr würde GOTT einen Fortschritt bei euch sehen. Aber unabänderliche Tradition und Theaterstil bringen keine menschliche Seele ins Paradies der Harmonie. Eine GOTTESVEREHRUNG ist eine Herzenssache und bedarf kaum einer Äußerlich- keit.
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