Gott und sein Widersacher
- 4 - Irrende Meinungen Kindliche Vorstellungen (Durchgabe aus dem Jahre 1968) Die Menschen haben GOTT auf sehr verschiedene Weise ausgedrückt - und keiner scheint zufrieden zu sein. Was ihr aber zu bedenken habt, ist, daß die Menschheit ihrem Wachstum und ihrer Entwick- lung unterworfen ist; ständig erweitert sich ihr geistiger Horizont. Langsam werden die Grenzen wei- ter gesteckt oder entfernt. Die Erweiterung ihres Wissens bringt ein größeres Verstehen des Univer- sums und dessen, was es enthält. In früheren Zeiten wußte der Mensch wenig über seine Umgebung und über das Wunder des Lebens. Er brachte alles mit der Tätigkeit der Götter in Zusammenhang. Er konnte sich GOTT nur als ein herr- liches, aber menschliches Wesen denken. So entstand der ursprüngliche Gedanke des Opfers. Wenn der Donner rollte und der Blitz alles erhellte, nahmen sie an, daß die Götter ärgerlich seien. Sie mein- ten, der Zorn könne nur mit Geschenken abgewendet werden. Langsam machten diese kindlichen Vorstellungen größeren Begriffen Platz. Der Mensch bemühte sich, das LICHT zu finden. Er arbeitete sich durch die Dunkelheit des Unwissens und der Nebelschlei- er des Aberglaubens hindurch, um dann endlich zu erkennen, daß die Ursache , die große Ursache , weit hinter seiner Einbildungskraft liegt. Aber althergebrachte Anschauungen sterben nicht so leicht aus, weshalb das Bild eines herrlichen, strahlenden Mannes, einer Person, die das Universum schuf, Jahrhunderte überdauern konnte. Nun kommt die Menschheit endlich dahinter, daß der göttliche ARCHITEKT, der erhabene HERR- SCHER des Universums, weder ein Mann noch eine Frau noch überhaupt ein Wesen ist. GOTT ist keine Person in menschlichem Sinne . Das Universum wird nur durch Seine GESETZE gelenkt - und diese GESETZE sind sowohl in ihrer Reichweite als auch in ihrer Anwendung unendlich. Diese GESETZE, die nicht aus einem menschlichen Bewußtsein stammen, sind das Ergebnis der göttlichen LIEBE und WEISHEIT, vollkommen, unfehlbar und niemals dem Irrtum noch einem Fehler unterwor- fen. • Das Leben ist Geist und Geist ist das Leben. • Der Geist ist unendlich, ohne Anfang und ohne Ende. • Der Geist läßt sich in keinen Stoff pressen, er steht nur mit dem Stoff in Verbindung. • Der Stoff ist nur eine schwache Reflexion des Geistes. Menschen, die in einer materiellen Welt leben, denken gezwungenermaßen, daß alles so abläuft, wie sie es mit ihren fünf Sinnen sehen, fühlen, schmecken, hören und riechen erfassen. Sie können den Inhalt allen Lebens, der außerhalb dieser Sinne liegt, nicht begreifen . Wer dieser Begrenzung unter- worfen ist, kann eben nicht verstehen, was dahinter liegt . Wir sagen, daß das Universum durch völlig natürliche GESETZE regiert wird, daß die göttliche INTELLIGENZ hinter diesen GESETZEN vollkommen ist. Der Mensch kann aber diese absolute Vollkommenheit nicht verstehen , weil er selbst unvollkommen ist. Ebenso kann der Mensch, weil er eine Person ist, sich das Unpersönliche nicht vorstellen. Der in der Entwicklung noch rückständige Mensch kann nicht begreifen, daß es ein Bewußtsein außerhalb seines Hirns gibt. Er kann auch nicht begreifen, daß GOTT ein KOSMISCHES UNIVER- SALBEWUSSTSEIN ist, eine denkende INTELLIGENZ, die an keinen Körper gebunden ist. Ich hof- fe, daß euch diese Erläuterungen etwas weiter bringen, denn das Thema ist gar nicht so einfach. • Um den UNIVERSALGEIST GOTT zu begreifen, müßt ihr bedenken, daß auf Millio- nen von Planeten alle Menschheiten helfen, das, was man GOTT nennt, zu konstituie- ren.
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