Gott und sein Widersacher
- 40 - Fragen und Antworten Frage: Der Mensch steht im Kampf mit der Natur. Aus dieser Tatsache heraus glaubt man, daß der Mensch auch gegen den Menschen vorgehen kann, sofern er annimmt, daß er der Stärkere ist. Aus diesem Grunde trachtet man mit allen Mitteln danach, sich Stärke anzu- eignen, um damit Gewalt ausüben zu können. Ist das Vorbild der Natur maßgebend, da ja GOTT und die Natur identisch sein sollen? ELIAS: Der Mensch steht über der Natur , aber niemals über GOTT. Der Mensch sieht in der Natur etwas Selbstverständliches, etwas, das keinen INFORMATOR braucht. In der Natur waltet allerdings das Gesetz der Stärke . Hier begeht man aber einen großen Fehler: Die Natur ist etwas rein Materielles! Sie ist ein konkreter Begriff, der die Eigenschaften Güte, Liebe, Vertrauen, Barmherzigkeit und Rücksichtnahme nicht kennt . GOTT ist dagegen ein abstrakter Begriff, der aber alle Eigenschaften dieser Art besitzt! Frage: Trägt der Philosoph Spinoza mit daran Schuld, daß GOTT in einer so überaus weltweiten Weise verleugnet wird? AREDOS: Spinoza erdachte die Theorie vom unpersönlichen GOTT in der gesamten Schöpfung (Pantheismus). Spinoza hatte jedoch von seiner Theorie eine ganz andere Vorstellung, als sie von der Öffentlichkeit aufgefaßt wurde. Er wurde nicht verstanden, weil er es nicht fertig gebracht hat, verständlicher auszudrücken was er dachte und empfand. Es fehlte ihm die Gabe der Verständigung. Frage: Kannst du uns sagen, was Spinoza wirklich ausdrücken wollte? Ich meine damit den Kernpunkt seiner Theorie. AREDOS: Zunächst wollte Spinoza betonen, daß es auf alle Fälle keinen derartigen GOTT gibt , wie ihn die Bibel, besonders das Alte Testament , darstellt. Er wollte ausdrücken, daß GOTT eine weit höhere Individualität darstellt, als man vermutet. In dieser Beziehung hatte er auch recht. Spinoza wußte, daß es ohne einen GOTT im ganzen Universum keine Ord- nung geben kann . Er wußte, daß ohne GOTT kein Universum möglich ist. Darum betonte er, daß das göttliche Prinzip überall gegenwärtig sei. Er wußte jedoch nicht, daß das Bewußtsein und die Wahrnehmung kosmische Funktionen sind. Daher konnte er sich nicht vorstellen, daß GOTT ein eigenes BEWUSSTSEIN hat und sich Seiner selbst bewußt ist. Bemerkung: Wenn der Mensch von sich aus analog weiterdenkt, kann er selbstverständlich GOTT nicht begreifen. AREDOS: Ja, ganz recht, so ist es. Ein Begreifen der wahrhaftigen Existenz GOTTES ist nur jenen Menschen möglich, die schon entsprechend gereift sind. Es ist nicht allein die gereifte Intelligenz, sondern die ganze geistige Haltung des Menschen spielt in dieser Hinsicht eine Rolle, denn wenn ein Mensch durch und durch gut ist und höher entwickelt ist, so denkt er auch analog weiter und kommt somit zu der vollen Erkenntnis GOTTES. Ein solches Beispiel findet ihr bei CHRISTUS. Er dachte ebenfalls von sich ausgehend weiter. Da GOTT jedoch nur die Superlative des Menschen sein kann, erfaßt der Mensch, daß GOTT superlativ die Höchstentwicklung einer Intelligenz darstellt , die niemals materiell, aber um so mehr geistig sein muß. Diese hohe Erkenntnis in allen Einzelheiten verband ihn mit dem SCHÖPFER! Frage: Es gibt Botschaften aus dem Jenseits, die von CHRISTUS selbst stammen sollen, in denen behauptet wird, daß er als GOTT auf Erden war. Wie ist das möglich, wenn diese Botschaften im übrigen Inhalt ein hohes Niveau haben?
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