Gott und sein Widersacher
- 56 - ten, aus den Händen zu nehmen. So lange die Kirchenväter ihre Irrtümer für "heilig" halten und sie lehren und verteidigen, kann die Wahrheit nicht zum Wissensschatz der Mensch- heit werden. Das ist eine traurige Feststellung, aber sie ist wichtig und wahr. Frage: (1968) Stehen die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse den Bibelberichten entgegen? AREDOS: Bei den Bibelaufzeichnungen handelt es sich um beachtenswerte Geschehen, die so beschrieben worden sind, wie sie damals verstanden wurden. Diese Betrachtungsweise stimmt aber nicht in allen Fällen mit der Wirklichkeit überein. Aus diesem Grunde wurden Wunder aufgezeichnet, die, objektiv gesehen, gar keine Wunder sind, sondern nur ein außergewöhnliches, das heißt nicht alltägliches Geschehen. Die Bibel erscheint den Menschen so, als ob (damals) GOTT und seine Heerscharen alle Augenblicke mit den Menschen in Berührung kamen, während das heute überhaupt nicht mehr der Fall zu sein scheint. Aus dieser Perspektive schöpft der Atheist seinen Unglauben. Die Wissenschaft lehnt solche Wunder ab, und ich kann es ihr nicht einmal verübeln. Aber die Wissenschaft hat sich ernsthaft noch keine Mühe gegeben, diese Wunder in ein richti- ges Licht zu rücken. Sie überläßt das den Kirchen. Doch die Kirchen denken gar nicht daran, an diesen Wundern zu rütteln. Es sind blindgläubige und fromme Fanatiker , die sich auf Kosten der Objektivität gegen jede Andersauslegung auflehnen. Wenn die Bibelwunder und das ganze Bibelgeschehen seine richtige Deutung findet, dann stimmen diese Geschehnisse mit dem Stand der heutigen Wissenschaft und Technik überein. Allerdings wird damit keineswegs der spirituelle Charakter genommen. Er muß akzeptiert werden, sonst lügt man sich selbst etwas vor. Die Menschen, die im ganzen Universum auf vielen Sternen leben, in vielen Lebensstufen, haben weit höhere Erkenntnisse erlangt als ihr. Aus diesem Grunde haben sie eine univer- selle Religion , die hier auf Erden völlig fehlt. Es war schon immer der Wunsch jener höher entwickelten Menschen, ihre guten Erkenntnisse auf diesen Planeten zu bringen. Aber hier lebt seit Jahrtausenden eine Menschheit, die geistig kaum vorwärts kommt und deshalb immer wieder inkarniert werden muß. Fast alle Menschen dieser Erde kommen aus ein paar niederen Sphären überhaupt nicht heraus. Die Vorstellung, die ihr euch von GOTT macht, ist überhaupt nicht akzeptabel. Ihr dürft GOTT nicht mit euch vergleichen, auch wenn ihr in Ihm einen Menschen im Superlativ vermutet. GOTT ist GOTT, und ein Mensch ist ein Mensch. Hier gibt es keine Parallele! Dieser Unsinn ist dadurch zustande gekommen, weil es in der Heiligen Schrift heißt, daß der Mensch ein "Ebenbild" GOTTES sei. Es ist grauenhaft, wie die Heilige Schrift durch derartige Stellen den richtigen Gottglauben untergräbt. Weder Adam noch Eva , noch das Paradies und ähnliche Berichte haben etwas mit der Wirklichkeit zu tun. Das sind falsche Überlegungen aus irdischen Perspektiven. Der Mensch ist GOTTES Ebenbild, weil er durch seine Intelligenz eine gewisse Schöpfer- gabe besitzt. Somit ist GOTT ein Schöpfer in hohem Maße , und der Mensch ist ebenfalls ein Schöpfer vieler Dinge, die er aus der Materie und jenen Schwingungen schafft, die ihm das Universum zur Verfügung stellt. GOTT ist natürlich eine ungeheure INTELLIGENZ. Könnt ihr eure Intelligenz greifbar sehen? - Könnt ihr die Gedankenflut eines Menschen sehen oder sichtbar machen? - Ebensowenig könnt ihr die große INTELLIGENZ des HERRN sehen oder sichtbar machen! Es ist eine Gedankenschwäche , wenn ihr annehmt, daß GOTT euch in irgendeiner Form direkt erscheinen müßte , so kann nur ein Atheist oder Kommunist denken. Wer es tatsächlich fertigbringt, in GOTTES Nähe zu kommen, der sieht Ihn keinesfalls, aber er spürt mit allen seinen Sinnen trotzdem seine ungeheure GRÖSSE und Nähe. Es ist dann eine innere Erleuchtung die so stark ist, daß man sie kaum ertragen kann. Eine innere Helligkeit von unbeschreiblichem Ausmaß.
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