Gott und sein Widersacher
- 59 - Allmacht und Gerechtigkeit Ist GOTT allmächtig und barmherzig? (Durchgabe aus dem Jahre 1963) Im Gebrauch dieser beiden Ausdrücke ist nichts, was zu einer Auseinandersetzung Anlaß gäbe. Der GROSSE GEIST ist allmächtig , weil alle MACHT in den natürlichen GESETZEN liegt, die das Uni- versum und alle Lebensformen leiten. Nichts ist höher, größer und mächtiger als GOTT. Die Leitung des Universums ist durch GESETZE geregelt, die unfehlbare WEISHEIT und wohltätige Absicht widerspiegeln. • Alle Daseinsformen streben aus der Dunkelheit dem LICHT entgegen. Das Niedrige steigt höher, das Unvollkommene wird vollkommen. Das zeigt, daß die Gnade und Barmherzigkeit ein Teil des göttlichen Planes ist! Aber was muß alles im Mechanismus dieser natürlichen GESETZE verankert sein? Mechanisch in dem Sinne, weil sie so vollkommen sind, daß nichts die Macht hat, die Reihenfolge von Ursache und Wirkung zu stören. Der Begriff, den ich richtig angewandt sehen möchte, ist der, den GROSSEN GEIST als allmächtig , barmherzig , vollkommen und unendlich zu betrachten. Aber gleichzeitig muß davon abgesehen werden, Ihn im menschlichen Sinn zu personifizieren. Vergeßt dabei nicht, daß der unendliche GEIST sehr viele Manifestationen zur Verfügung hat. Ihr selbst seid eine Miniatur des GROSSEN GEISTES; denn in euch schwelt der FUNKE der Voll- kommenheit. Ohne diesen göttlichen FUNKEN kann kein Mensch bestehen! Ihr seid durch die Mani- festation als eine irdische Person jedoch nicht vollkommen. Der FUNKE des GEISTES ist vollendet, doch der Aspekt des Bewußtseins, der durch den physikalischen Körper hervorgerufen wird, ist sehr unvollkommen . Nach dem Tode werdet ihr euch in einem höchst ätherischen, astralen, spiritualen KÖRPER manifes- tieren. Es macht nichts aus, welche Worte gebraucht werden, wenn nur richtig erkannt wird, was da- mit zum Ausdruck gebracht werden soll. Im REICHE DES GEISTES wird einmal ein Teil eurer jetzi- gen Unvollkommenheit von euch abfallen. Wenn ihr euch im REICHE DES GEISTES entwickelt , wird eure Unvollkommenheit nach und nach schwinden und die bisher verborgene Göttlichkeit wird dann an die Oberfläche gelangen. Daß ihr zur Zeit beides seid, nämlich unvollkommen und vollkom- men, ist nur ein Zeichen eurer Entwicklungsstufe. • Es gibt keine Endgültigkeit des Wissens, der Weisheit, des Verstehens oder der Wahr- heit, denn alles ist immer in Bewegung. Diese Bewegung schafft stets neue Ziele, die wiederum neue Erkenntnisse zur Folge haben. Ein Endstadium der Allwissenheit gibt es nicht, nicht einmal für GOTT! Mit dem Wachstum eures Geistes erweitert sich auch die Kapazität des Verstehens. Was heute noch unerreichbar erscheint, wird in den kommenden Jahren durchaus zu erreichen sein. Wäre es anders, so würde die ganze Entwicklung bedeutungslos sein. Ihr versucht, einen Begriff zu bekommen von dem, was außerhalb der irdischen Sprachbegrenzung liegt. Es soll erfaßt und verstanden werden, auch wenn es sprachlich nicht zu beschreiben ist. In allen diesen Fällen hilft euch das Gefühl . Es bedarf nicht immer der Worte, um etwas zu verstehen. Wichtig ist nur, daß die Gefühle des Menschen positiv reagieren , damit er sein klares Unterscheidungsvermö- gen entwickelt und behält. Das richtige Gefühl hebt die Begrenzung der Sprache auf. Wir sollten uns jederzeit um eine klare Ausdrucksweise bemühen, damit wird das Verstehen erleichtert.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3