Gott und sein Widersacher

- 79 - Fragen und Antworten Frage: In der Natur stehen sich gewisse Spezies auf Leben und Tod gegenüber. Aus diesem Verhalten hat der Mensch viel gelernt und rechtfertigt damit so manche seiner Taten. Wie seht ihr das? ARGUN: Es gibt eine positive und eine negative Schöpfung. Die negative Schöpfung greift die positive SCHÖPFUNG an und ist auch zu diesem Zweck ins Leben gerufen. Der Schöp- fer der negativen Schöpfung heißt Luzifer . Ohne die Grausamkeit könnte die negative Schöpfung nicht am Leben bleiben, daher ist sie ein luziferisches Naturgesetz. • Der Mensch als das höchste, vernunftbegabte, denkende Wesen macht den unver- zeihlichen Fehler, daß er sich mit der Tierwelt identifiziert . Er glaubt, wie ein Tier handeln zu können . Er sagt sich: GOTT hat es in der Tierwelt so eingerichtet, daher habe er auch das Recht zu töten. Frage: Die Macht, die der Blume den Duft verlieh, gab auch der Schlange das Gift? SILBER- : Der GROSSE GEIST ist nicht für alles verantwortlich, was der Teufel ins Leben ruft! BIRKE: Jedes menschliche Wesen ist ein Mikrokosmos. Ihr seid das Universum in Miniaturaus- gabe! Es ist alles vorhanden: die Vollkommenheit der Engel und das Böse eines Untiers. Deshalb habt ihr euren freien Willen , um den Pfad zu gehen, den ihr gehen wollt . Wenn ich mich in eurer Welt umsehe, dann finde ich, daß viel vorhanden ist, was euch Schmerzen bereitet. Ich erinnere an die Kriege, die Not, Kummer und Sorgen. Ich weiß aber auch, daß die Macht des GEISTES arbeitet. Aus dem Leid wird eine viel bessere Welt geboren werden , jedoch nicht sofort. Frage: Luzifer hat die giftigen Reptilien und Insekten und Pflanzen und die schädlichen Viren und Bazillen ins Leben gerufen. Sollte man, sofern man es kann, die Schöpfung der negativen Welt ignorieren oder sie vernichten? ELIAS: Die negative Schöpfung greift selbstverständlich die göttliche Schöpfung an. Aus dieser Verhaltensweise zieht der Mensch falsche Schlüsse. Er glaubt somit, ein Recht zu haben, ebenfalls auf grausame Weise die Schöpfung angreifen zu dürfen. - Das ist ein Irrtum! Denn der Mensch gehört zur göttlichen Schöpfung, und er greift ohne Unterschied auch die göttliche Schöpfung an, zum Beispiel den Menschen! Aber GOTT versucht, die nega- tive Schöpfung ins Positive umzupolen. Auf diese Weise werden giftige Pflanzen und Reptilien sehr nützlich. Man soll deshalb die negative Schöpfung nicht vernichten oder ignorieren, sondern stets versuchen, sie nützlich zu machen . Einwand: In der Natur kommen aber außergewöhnliche Grausamkeit vor, der Stärkere überfällt den Schwächeren und frißt ihn auf. Aus diesem grausamen Verhalten in der Tierwelt hat sich die Menschheit viel abgesehen. ARGUN: Ich sagte schon: Es gibt eine positive und eine negative Schöpfung. Es ist GOTTES GESETZ, daß die Tierwelt um ihre Erhaltung kämpft. Doch der Mensch macht den unverzeihlichen Fehler, daß er sich, als die Krönung der Schöpfung, als vernunftbegabtes Wesen , mit der Tierwelt identifiziert. Er kann sich zwar gegen die Tierwelt wehren, aber er darf diesen Kampf nicht auf seine Mitmenschen ausdehnen. Die Tiere haben keine Empfindungen für die Grausamkeit unter sich. Sie ahnen nur instinktiv eine Gefahr. Doch der Mensch hat Verstand genug , die Grausamkeiten unter sich voll zu begreifen - und dadurch an der Existenz GOTTES zu zweifeln. Wäre die Menschheit gut, so würde auch das Begreifen GOTTES leichterfallen. Grausamkeit ist eine Begleiterscheinung des Atheismus. Liebe ist eine Begleiterschei- nung des wahren Gottglaubens. Der Mensch glaubt, wie ein Tier handeln zu können. Er

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