Gott und sein Widersacher
- 82 - gestellten Philosophen. Die Natur an sich kennt weder Gut noch Böse, sie ist in ihrer Funktion wie ein perfektionierter Roboter , wie ein ungeheures Relais. Durch ein gemein- sames Zusammenarbeiten zwischen GOTT und den Menschen kann erreicht werden, daß dieser großartige Apparat Natur noch zuverlässiger und sinnvoller funktioniert zum Segen der Menschheit und zur Freude ihres SCHÖPFERS. Es ist daher notwendig, das Geistige zu erkennen und der negativen Schöpfung entgegenzutreten. Man darf sich niemals schlechte Beispiele der Natur aussuchen, um sie als Vorbilder zu verherrlichen! Das Wunderkind des menschlichen Erfindergeistes kann sinnvoll ausgerichtet die Natur zwingen, daß sie sich weniger zum Verderb der Menschheit verhält; denn die Naturkata- strophen bestehen zum Teil aus negativen Kräften, die vom Menschen ausgelöst werden können. Der Mensch soll sich die Erde untertan machen, aber nur die Erde, nicht die Be- wohner, ich meine damit die Menschen. Es besteht die Absicht, daß sich der politische Atheismus das negative Verhalten der Natur zum Beispiel nimmt. Die ersten Schritte in diese Richtung sind bereits getan. Doch wenn er so weiter schreitet, so erreichen diese Menschen das Niveau der negativen Natur, das heißt, sie kennen dann auch nicht mehr Gut oder Böse, empfinden weder Liebe noch Güte - und überlassen anderen Bewußtsei- nen das Denken. Indem sich der Mensch mit der allgemeinen Natur vergleicht, kann es sehr leicht passieren, daß er völlig auf den Urzustand zurücksinkt. Natürlich nicht von heute auf morgen. Frage: Demnach bedeutet der "Sowjetrussische Dialektische Materialismus" (DiaMat) eine gro- ße Gefahr für die Zukunft? ELIAS: Das ist die große Gefahr, die uns auch Sorgen macht. Wenn sich der Mensch nach den angeblichen Erkenntnissen des Dialektischen Materialismus richtet, dann vergleicht sich der Mensch unwillkürlich mit der nichtdenkenden Materie. Der Mensch sollte sich lieber daran machen, seinem SCHÖPFER nachzueifern. Er muß dann aber wissen, daß der unsterbliche Geist über die Materie regiert. Frage: Aber ist das Vorbild der Natur nicht maßgebend, da doch GOTT und die Natur identisch sein sollen? ELIAS: Der Mensch steht über der Natur, aber niemals über GOTT. Der Mensch sieht in der Natur etwas Selbstverständliches , etwas, das keinen INFORMATOR braucht. In der Natur waltet allerdings das Gesetz der Stärke. Hier begeht man aber einen großen Fehler: Die Natur ist etwas rein Materielles , sie ist ein konkreter Begriff, der die Eigenschaften Güte, Liebe, Vertrauen, Barmherzigkeit und Rücksichtnahme nicht kennt. GOTT ist dagegen ein abstrakter Begriff, der aber alle Eigenschaften dieser Art besitzt. Frage: Es macht vielen Denkern Schwierigkeiten zu verstehen, warum das größere Wesen das kleinere auffrißt? ELIAS: Auf diese Weise ist wiederum der Menschheit geholfen, ob der Mensch es wahrhaben will oder nicht. Wie schnell wäre die ganze Welt in einem ungleichen Verhältnis. Aber alles hat seinen tiefen Sinn. GOTT weiß genau, warum. Wehe, wenn der Mensch mit einer sinnlosen Ausrottung der Fauna beginnen würde. Das Tier empfindet Schmerz. Es kann leiden. Aber es denkt nicht wie ein Mensch und fragt nicht, warum. Frage: Der Dialektische Materialismus nimmt aus dieser Verhaltensweise seine Erklärung, daß der Mensch das gleiche Recht hat . Wie seht ihr das? ELIAS: Der Fehler liegt klar auf der Hand: weil sich die Menschen zu sehr mit den Tieren ver- gleichen oder annehmen , daß sie vom Affen abstammen. Ein Tier weiß nicht, was es tut, aber der Mensch weiß es!
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