Krankheiten und Geistheilung - Nachtrag 1

- 14 - Juni 1962 Unser geistiger Führer Argun äußerte sich während unserer Séancen in Hannover im Kreise seiner vegetarischen Freunde über den Vegetarismus aus geistiger Warte. Er wandte sich mit folgenden Ver- sen an den Führer der vegetarischen Bewegung: ARGUN: Mein Freund, du bist in meinem Kreise Ein rechter Freund und auch sehr weise. Ich hab Freud' an deinen Problemen; Drum möcht' ich dir die Antwort geben: Dein Ziel ist gut; Doch bewundere ich jetzt deinen Mut. Du weißt, der Mensch stumpft ab, Drum ißt er viel – Und nähert sich daher dem Grab. Doch nun genug mit Dichten, Wir brauchen Zeit, zu zeigen auch die Lichten. Ich möchte euch sagen, daß ich absolut den Vegetarismus akzeptiere , möchte aber darauf hinweisen, daß es noch längerer Zeit bedarf, bis die geistige Reife bei einem jeden einzel- nen so weit gestiegen ist, daß er die fleischhaltige Kost nicht mehr für lebensnotwendig hält. Von größter Bedeutung sind dabei die klimatischen Verhältnisse, die einzelnen Rassen, die Feinstofflichkeit und die Grobstofflichkeit. Und hier macht der Vegetarier einen Strich und entsagt den Genüssen. Es ist ein großes Opfer und es gehört viel dazu, bis der Mensch so weit in seiner geistigen Einstellung vor- wärts gekommen ist. Dabei bringt der Vegetarier eine große Portion guten Willens auf, und das ist das Positive, das in der Geistigen Welt gewertet wird. Es ist eine große Portion; denn es ist ein Ziel, eine Erkenntnis, der man dienen will. Es ist Stück für Stück erarbeitet, und ich bewundere einen jeden, der sich zu dieser Erkenntnis durchringt. Der Fleischgenuß hat auf die Seele des Menschen keinen Einfluß . Jeder kann zu Gott kommen, dabei sind das Herz und das Gefühl entscheidend! Ich darf es sagen: Christus war kein Vegetarier! Fisch ist die Grundnahrung des Menschen. Es ist von Gott dazu bestimmt. Er schenkte der Menschheit den Reichtum des Meeres. Der Fisch, das Brot und das Wasser sind lebens- notwendig. Vor allem enthält der Fisch alles, was zum Knochenaufbau erforderlich ist. Es ist ein Gesetz Gottes , daß der Fisch nicht erschlagen werden soll, sondern stirbt, sobald er aus seinem Element heraus ist. Man muß dabei das Angeln vom Fischen unterscheiden: Angeln ist Sport, Fischen ist Beruf; denn der Fischer setzt für sein Brot, den Fisch, sein Leben ein. Ich appelliere an eure Einsicht. Gewiß, Fleisch ist abzulehnen, aber Fisch ist unbedingt lebensnotwendig . Du sollst essen, weil das Gesetz es so verlangt, aber nur zur Selbsterhaltung. Auch bei dem strengen Vegetarier darf der Fisch nicht fehlen, besonders die Meeresfische, wie Seelachs , Kabeljau und andere. Alle 14 Tage ein Fischgericht ist von größter Wichtigkeit für die Schilddrüse, weil Fisch bekanntlich auch jodhaltig ist. Dieser Stoff kann nicht künstlich ersetzt werden. Dann gibt es ein Gesetz , daß Leben zum Weiterleben geschaffen wurde, aber nicht zur Be- lustigung. Es darf nicht aus Vergnügen oder Sport getötet werden! Das Gesetz sagt: Tötet nur zur Selbsterhaltung, aber nicht zum Spaß. Der Tod eines Tieres soll kein Freudenfest entfachen, wie etwa der Tod eines gequälten Stieres oder der negative Kult unter den Ein- geborenen-Stämmen. Das ist absolut negativ und empörend. Das Notwendigste zur Erhal- tung einer guten Gesundheit muß der Mensch vom Tier beziehen, weil die Pflanzen - die wiederum andere Aufgaben haben - diese Stoffe nicht ersetzen können.

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