Krankheiten und Geistheilung - Nachtrag 1
- 18 - Operation noch längere Zeit leben kann. Unsere Meinung ist dazu, daß kein Arzt mit Sicherheit voraussagen kann, wie lange ein Mensch noch lebensfähig ist. Es ist wohl zum Teil möglich, aber er kann sich auch sehr irren. Frage: Könnt ihr uns etwas über die Mißgeburten sagen? Wie ihr wißt, handelt es sich um das sehr umstrittene Problem der Contergan-Babys. Was ist aus Höherer Warte dazu zu sagen? AREDOS: Auch die positive Geistige Welt weiß um alle diese Dinge. Die Erdenmenschheit, die in der Materie lebt, besitzt nur wenige Erkenntnisse vom wirklichen Leben, mithin auch nur we- nige Erkenntnisse vom wirklichen Tode. Keinesfalls ist die Bibel ausreichend, um das Problem der menschlichen Mißgestaltungen , die aus der Geburt herrühren, zu klären. • Als höchstes vernunftbegabtes Wesen ist der Mensch verpflichtet , dafür zu sorgen, daß alle Störungen innerhalb der göttlichen Naturvorgänge vermieden oder beseitigt werden. Der Mensch müßte eigentlich wissen, daß das irdische Leben nicht allein von Gott bestimmt wird. Die entgegengesetzte feindliche Macht , der großen jenseitigen Bereiche , ist stets zur Vernichtung und böswilligen Zerstörung bereit. Diese Vorgänge können in der ge- samten Natur beobachtet werden. Aber auch der Mensch ist an derartigen Entgleisungen der Natur nicht unbeteiligt. Eine erstarrte Kirchendogmatik kann hier nicht helfen. Es kann auch kein Anruf an die göttliche Allmacht helfen; denn der Mensch selbst hat die Verant- wortung für das Leben in der Materie zu tragen. Die Menschheit hier auf Erden bildet den materiellen Arm Gottes . Doch die Menschheit kann auch den Arm der teuflischen Macht bilden. Nach überlegter Ansicht der geistigen Führungsintelligenz der jenseitigen Bereiche wäre der Erdenmensch verpflichtet, mit allen Mitteln zu versuchen, jede Fehlentwicklung des Lebens auszuschalten oder im Entstehen zu beseitigen. Mit dieser Tat schaltet sich der Mensch in die göttliche Ordnung ein und handelt genau nach dem göttlichen Plan der Ent- wicklung. Doch die Gesetze der Heiligen Schrift stellen sich dagegen. Hierzu sei erwähnt, daß die "Zehn Gebote" nicht dem Urtext entsprechen, der den Menschen übermittelt wor- den ist. Wenn vom Verbot des Tötens die Rede ist, so ist damit selbstverständlich das sinn- lose Töten gemeint. Hierzu gehört das Töten aus Habsucht , aus Vergnügen , aus Eifersucht oder aus politischen Gründen. Das Töten aus fortschrittlichen Gründen ist davon nicht be- troffen. Sinnvolles Töten ist kein Mord! Wäre es anders, so müßten ja auch das Ungeziefer und die giftige Schöpfung dämonischer Macht verschont bleiben. • Dem Menschen ist es in die Hand gegeben, Herrscher auf diesem Planeten zu sein. Doch er soll fortschrittlich und sinnvoll herrschen. Bei Mißgeburten hat allzuoft der Widersacher Gottes seine Hand mit im Spiel. Ihr dürft nicht vergessen, daß auch der Teufel eine gewisse Schöpfungsmacht besitzt. Gott hat wohl die größere Macht in den Händen, aber das schließt nicht aus, daß Seine Schöpfung mit unvorstellbarer Gewalt angegriffen wird. Glaubt ihr etwa, daß es dem Plane Gottes ent- spricht, daß eine lebensunfähige Mißgeburt ins Erdendasein gelangt? Nein! Wenn das so wäre, müßte jedes Wesen das Vertrauen zum Schöpfer verlieren. Stempelt Gott nicht zum grausamen Tyrannen! Er hat die Gesetze geschaffen. Diese Naturgesetze bedeuten die vollkommene Ordnung im ganzen Universum. Er kann es des- halb nicht ändern , wenn Entgleisungen vorkommen, die ganz andere Ursachen haben und nicht bei Gott liegen. Würde Gott hier eingreifen wollen, müßte er Seine Gesetze , die das ganze Universum zusammenhalten, ändern. Es ist also niemals Gottes Wille, daß solche Geburten erfolgen. Sie geschehen außerhalb Seiner Macht und müssen deshalb außerhalb aller göttlichen Betrachtungen beseitigt wer-
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