Krankheiten und Geistheilung - Nachtrag 1

- 26 - an der falschen Ernährung. Der Mensch kommt eine ganze Weile ohne gewisse Stoffe aus. Doch es gibt einen Unterschied zwischen tierischem und pflanzlichem Eiweiß. Der Mensch braucht aber zu seiner Gesunderhaltung tierisches Eiweiß. Hierin liegt das Problem. Bisher ist es der Menschheit noch nicht gelungen, das tierische Eiweiß synthetisch herzustellen. Nun kommen die Vegetarier und wollen das Gebot Gottes halten, in dem sie nicht töten wollen. Aber es war nicht Gottes Plan , aus dem Menschen einen Vegetarier zu machen. Vielleicht gelingt es der Menschheit mit Gottes Hilfe einmal einen Eiweißstoff zu entwi- ckeln, der dem tierischen Eiweiß gleichkommt. Denn wenn man das Fleisch ganz wegläßt , ist diese angebliche Gesundheit nur scheinbar . In Wirklichkeit lebt man trotzdem nur krank. Es kommt sehr darauf an, was für ein Fleisch genossen wird. Damit will ich den Vegetariern nicht abraten. Wenn es ihnen nicht allzuviel ausmacht, sollen sie ruhig so weiterleben. Aber es ist nicht jedermanns Sache. Man darf nichts verall- gemeinern. Viele Krankheiten ergeben sich aus der gemütsmäßigen Verfassung (Psycho- somatik). Es besteht ein Wechselspiel zwischen Geist und Körper. Der Mensch soll nicht aus Rache töten, auch nicht um des Erwerbs wegen. Er darf nur töten, wenn er das Fleisch zu seiner Existenz benötigt , um gesund zu leben oder wenn sich die Tiere so vermehren, daß sie eine Gefahr für die Menschheit darstellen. Frage: Ist es im Plane Gottes vorgesehen, daß sich der Mensch auf eine andere Ernährung umzustellen hat? ELIAS: Ja, das ist richtig. Aber es ist eine lange Zeitspanne dafür vorgesehen. Ursprünglich war der Mensch ein reiner Fleischesser. Nach und nach hat er auch pflanzliche Nahrung zu sich genommen. Heute ist es schon selbstverständlich, daß er nicht allein vom Fleische lebt. So soll er auch nach und nach immer mehr zur pflanzlichen Kost übergehen, aber im Laufe von langen Zeitspannen; denn der Körper muß sich nach und nach anpassen. Frage: Würde ein allgemeiner Vegetarismus für die Menschheit einen Vorteil bedeuten? ELIAS: Dieses Ziel liegt noch in weiter Ferne. In etwa 2.000 Jahren wird die Menschheit eine völlig andere Ernährung haben, zumeist auf künstliche Weise. Mithin wird sich auch der gesamte Organismus des Menschen verändern. Aber ich glaube, daß man zu dieser Zeit kein Fleisch mehr essen wird. Wenn der Mensch sich in dieser Weise verändert hat, wird ihm ein Fleischgenuß gewaltig schaden. Ebenso gibt es schon heute absolute Vegetarier, bei denen ein Fleischgenuß nicht ohne negative Folgen wäre. Aber man soll nie eine derar- tige Änderung gewaltsam anstreben. Das ist von Übel. Einwand: Du sagtest aber unlängst, daß die Vegetarier den Fehler machen, zu wenig Eiweiß zu essen. Wie läßt sich das jetzt vereinbaren? ELIAS: Für derartig große und bedeutungsvolle Veränderungen muß der Mensch viel Zeit für eine derartige Umstellung und Entwicklung haben. Dazu reicht ein Erdendasein allein nicht aus. Nun gibt es aber sehr viele Vegetarier, die eine solche Umstellung des Körpers nicht abwarten, sondern eine Änderung mit Gewalt erzwingen wollen. Aus diesem Grunde be- obachten wir - was viele Vegetarier nicht sehen - daß viele Vegetarier nicht so sind, wie sie glauben. Die inneren Organe müssen sich einer anderen Ernährung im Laufe von Generati- onen anpassen. Viel schlimmer ist es, die Frauen rauchen , besonders während der Schwangerschaft und des Stillens. Aus diesem Grunde gibt es kranke Kinder in Hülle und Fülle. Ein anderes Beispiel: Wenn ein Mensch sein Leben lang bis ins hohe Alter ein starker Raucher war und plötzlich damit aufhört, schadet es ihm weit mehr , als wenn er weiterrauchen würde. Diese Menschen brauchen auch viel Zeit zur Umstellung.

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