Krankheiten und Geistheilung - Nachtrag 2
- 11 - Gründen ist davon nicht betroffen. Sinnvolles Töten ist kein Mord. Wäre es anders, so müß- ten auch das Ungeziefer und die giftige Schöpfung der dämonischen Macht verschont blei- ben. Dem Menschen ist es in die Hand gegeben, Herrscher auf diesem Planeten zu sein. Doch er soll fortschrittlich und sinnvoll herrschen! Bei den Mißgeburten hat allzuoft der Widersa- cher GOTTES seine Hand mit im Spiel. Ihr dürft nicht vergessen, daß auch der Teufel eine gewisse Schöpfungsmacht besitzt. Gott hat wohl die größere Macht in den Händen, aber das schließt nicht aus, daß Seine Schöpfung mit unvorstellbarer Gewalt angegriffen wird. Glaubt ihr etwa, daß es dem Plane Gottes entspricht, daß eine lebensunfähige Mißgeburt ins Erdendasein gelangt? Nein! Wenn das so wäre, müßte jedes Wesen das Vertrauen zum Schöpfer verlieren. Stempelt Gott nicht zum grausamen Tyrannen! Er hat die Gesetze geschaffen. Diese Natur- gesetze bedeuten die vollkommene Ordnung im ganzen Universum. Er kann deshalb nichts ändern, wenn Entgleisungen vorkommen, die ganz andere Ursachen haben und nicht bei Gott liegen. Würde Gott hier eingreifen wollen, müßte er Seine Gesetze , die das Universum zusammenhalten, ändern. Es ist also niemals Gottes Wille, daß solche Geburten erfolgen; sie geschehen außerhalb Seiner Macht und müssen deshalb außerhalb aller göttlichen Betrachtungen beseitigt wer- den. In der Tierwelt läßt sich beobachten, daß die Tiere nach diesen Gesichtspunkten han- deln. Der Mensch lebt in fanatischer Frömmelei und widersetzt sich somit der vernünftigen Eingebung . Selbstverständlich soll lebenstüchtiges Leben gefördert werden. Damit ist aber nicht ge- meint, die Sinneslust in den Vordergrund zu stellen, um die Welt zu bevölkern. Wenn die Vernunft gebietet, daß das Leben einzuschränken ist, so hat der Mensch die Pflicht , dafür zu sorgen , daß das Leben ungeboren bleibt; denn wenn es erst da ist , so steht es in der Berechtigung des gemeinschaftlichen Daseins. Der Mensch hat dazu seinen Verstand bekommen, daß er die Entscheidung treffen kann, was die Menschheit fördert - und was sie vernichtet. Das Geistige Reich ist der Ansicht, daß jede Mißgeburt eine schwere Belastung der Menschheit darstellt. Sie ist gegen die göttlichen Naturgesetze erfolgt und sie hat demnach zu unterbleiben. Da Gott und Seine Helfer nicht den entsprechenden Einfluß auf die orga- nische Materie haben, so ist diese Aufgabe der Menschheit überlassen. Das Leben liegt, wie ihr wißt, nicht direkt in Gottes Hand, sondern in Seinen Gesetzen . Ich bin der festen Überzeugung, daß dieses Problem in Zukunft einmal zur Zufriedenheit gelöst wird. • Der Geburtshelfer ist verantwortlich , daß der mißratene Mensch nicht seinen ersten Schrei in diese Welt ausstößt. Was die inkarnierte Seele betrifft, so kann sie keine Fachkunst töten. Sie geht ins Große Reich zurück und wartet auf eine günstigere Gelegenheit. Anmerkung: Erst kürzlich hat ein Richter entschieden, daß ein mißratenes Kind mit den allerschwersten Schädigungen zu operieren sei, obwohl alle Spezialisten eine Operation für einen qualvollen Unsinn angesehen haben. Hier zeigte sich deutlich die Unwissenheit über das Leben eines Menschen. Das Kind starb nach der mißlungenen Operation. Die Antwort von AREDOS wurde in der Fachzeitschrift "Die Andere Welt", Heft 4, April 1963 veröffentlicht.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3