Medialität und Medien - Nachtrag 2
- 20 - Februar 1975 Pressefragen an den Kreisleiter des MFK Berlin. Frage: Ein Mitglied der "Subud-Gruppe" in München wurde durch die Exerzitien hellhörig bzw. besessen . Das Mitglied war viermal erfolglos in Nervenanstalten. Diagnose: "Endogene Schi- zophrenie". Ist es möglich, daß dieser Patient in Ihrem Zirkel geheilt werden kann? Speer: Unser Zirkel ist eine Kontaktstelle für den Offenbarungs-Spiritualismus und für Botschaften von Außerirdischen. Mit Exorzismus haben wir nichts zu tun. Die Anwesenheit eines besesse- nen Gastes würde unseren mühsam aufgebauten Schutz durchbrechen - und es wäre für unsere geistige Führung unmöglich, die Wahrheit zu garantieren. Besessenheitsgeister gehören zu der Gruppe der Dämonen und mit denen ist nicht zu spaßen; sie können einen Menschen zum Wahnsinn treiben oder umbringen. Frage: Sie hatten doch schon einmal solche Versuche mit Erfolg durchgeführt. Oder? Speer: Ja, das stimmt, aber es geschah nicht in einem Zirkel. Jahrelang haben wir mit den negativen Folgen zu kämpfen gehabt. Jeder Spiritualist weiß, daß in einem Zirkel nur einwandfreie Teil- nehmer geduldet werden können. Schon ein gesunder, neuer Gast stellt eine Gefahr dar; des- halb lehnen wir Gäste ab, die wir nicht genau kennen. Frage: Was kann man in solchen Fällen einer Besessenheit tun? Speer: Christus sagte: "Wenn man einen bösen Geist austreibt, kommt er mit 10 bösen Geistern zurück." Damit wollte er sagen, daß es auf den Patienten ankommt, der sich den Geistern zur Verfügung stellt. Frage: Ist Ihnen die "Subud-Gruppe" bekannt? Man betreibt dort Meditation. Speer: Vor einigen Jahren besuchte uns ein Leiter dieser Gruppe und nahm an einer Séance teil. Er bat unseren Führer ARGUN, ob er bereit sei, die geistige Schirmherrschaft über diese Gruppe zu übernehmen. Der Führergeist ARGUN lehnte diese Bitte ab und verwies auf die Gefähr- lichkeit dieser Übungen, die leicht zur Besessenheit führen können. Tatsächlich sind mir auch mehrere solcher Besessenheiten bekanntgeworden. Frage: Wie sollte sich der Patient verhalten oder hat er keine Aussicht auf Heilung? Speer: Diese Patienten sind fast alle sehr geltungsbedürftig, fast schon von allein besessen. Der Un- geist (Dämon) weiß das - und richtet sich darauf ein. Er erzählt ihm über das geistige Gehör , daß Gott ihn für eine besondere Aufgabe auserwählt habe. Wenn sich der Patient weigert oder Bedenken hat, erfolgt sofort die Drohung: "Willst du gegen Gott ungehorsam sein?" Oder auf ähnliche Weise wird das Opfer der Dämonie eingeschüchtert oder sein Geltungsbedürfnis aus- genutzt. Der Patient muß wissen, daß alles nur eine Falle voller Lügen ist. Wichtig zur Gesun- dung ist echte Demut und Bescheidenheit . Auch darf der Patient nicht ein Wort ernst nehmen, das ihm zugesprochen wird. Vor allem darf der Patient auf keinen Vorschlag, ja nicht auf ein einziges Wort antworten, denn dann geht es endlos weiter mit den Debatten. Auf jede Antwort folgt nämlich ein " aber …". Auf diese Weise kann sich das Peilungsvermögen des Hirns nicht normalisieren. • Völliger Abstand vom Geisterleben ist wichtig. • Konzentration auf die materielle Welt muß im Vordergrund stehen. • Keine Lektüre über Geisteswissenschaften bis zur Heilung. • Nächtliche Ganzpackungen durch kalte Umschläge helfen auch - und vor allem Schlaf.
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