Medialität und Medien - Nachtrag 2

- 22 - Fragen und Antworten April 1975 Frage: Gibt es für uns eine Möglichkeit zu erkennen, wann wir inspiriert werden und wann wir eigene Überlegungen anstellen? ARGUN: Alle Kommunikationen aus dem Geistigen Reich zeichnen sich durch höhere Geschwin- digkeit aus. Da die Jenseitigen nicht über das Hirn denken, fällt eine Verzögerung weg. Aus diesem Grunde ist auch die Medialschrift sehr schnell , ebenso die Sprechweise bei der Volltrance. Die Inspirationen erfolgen ebenfalls in einem schnellen Tempo. Am besten und sichersten sind die Blitzgedanken , sie gehören zur Schnellinspiration . Gedanken sind viel schneller als das Licht. Wenn z. B. ein guter Schriftsteller inspiriert wird, so erfolgt ein ganzes Manuskript in einem Zug , ihr sagt: "In einem Guß." Es ist euch doch bekannt, daß ein positiver Komponist eine ganze Oper in wenigen Tagen niederge- schrieben hat. Auch hierbei handelt es sich um eine Inspiration aus dem Geistigen Reich . Komponisten wie Beethoven , Mozart , Haydn und andere wußten , daß sie inspiriert wurden. Haydn sagte wörtlich, daß es nicht seine Werke seien. Frage: Gibt es noch andere Erkennungsmerkmale für echte Inspirationen ? ARGUN: Ja, wenn es sich bei den gefaßten Gedanken um plötzliche Stiländerungen handelt. Aber auch, wenn sich die Schlußfolgerungen sehr plötzlich einer anderen Logik zuwenden, also ein neues Wissen auftaucht. Frage: Hat die Inspiration etwas mit der Telepathie zu tun? ARGUN: Nein, es ist eine andere Schwingungsgrundlage. Die Telepathie erfolgt von Hirn zu Hirn , während die Inspiration von Seele zu Seele geht. Kurze Strecken sind frei für eine Telepa- thie . Lange Strecken haben oft viele Hindernisse. Karl Mays Reiseromane wurden ihm in- spiriert . Er wußte das sehr genau und er hat in seiner Autobiographie darüber berichtet. Aber leider hat man ihn nicht verstanden. (Anmerkung: Als Karl May befragt wurde, ob Winnetou wirklich gelebt habe, sagte er: "Für mich hat er exis- tiert.") Frage: Der Begriff "Inspiration" wird häufig gebraucht, scheint aber nicht mehr zu stimmen. Kann ein Einfall eine Inspiration sein? AREDOS: Der Begriff "Inspiration" ist in den letzten Jahren immer mehr verändert worden. Während in früheren Zeiten die Inspiration als eine geistige Einwirkung von außen her betrachtet wurde, ist das heute ganz anders, nämlich eine Einwirkung eigenen Geistes auf die Umwelt. Ein Künstler sagt z. B.: "Ich bin inspiriert", dabei meint er, daß er sich besonders begabt fühlt oder daß er sich in einer gehobenen Stimmung befindet, die ihm eine ganz besondere Arbeit ermöglicht. Er ist einfallsreich und hat neue Ideen und Vorstellungen. Man kann diese Einfälle nicht als Inspiration betrachten, da ihnen jedes Merkmal fehlt, daß der Künstler von der geistigen Welt als Werkzeug, d. h. als spirituelles Medium, benutzt wurde. Nehmen wir die Arbeit eines inspirierten Schriftstellers unter die Lupe der geistigen Betrachtung: Der Schriftsteller versenkt sich in ein bestimmtes Thema. Er beginnt mit einer gewissen Konzentration und kennt ungefähr den Verlauf seiner Arbeit. Doch mitten in die- ser Arbeit wird er plötzlich hellbegeistert . Er kommt in eine Art Arbeitsekstase. Ganz plötzlich kommt er zu ganz neuen Erkenntnissen , die sein ganzes vorgefaßtes Thema ver- ändern. Er wirft seine Ideen beiseite und folgt gewissen Einfällen, über die er vorher nicht

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