Medialität und Medien - Nachtrag 2

- 3 - Oktober 1968 Die Erforschung des Geistigen Reiches (von Herbert Viktor Speer) Fast jeder Mensch neigt zu der Ansicht, daß er ein in sich völlig abgeschlossenes Individuum ist. Er glaubt selbständig zu denken und zu handeln. Aufgrund spiritueller Erfahrungen und Erkenntnisse ist das ein Irrtum , denn: • Der Mensch befindet sich innerhalb einer Gemeinschaft von Gedankenträgern , die ihn dau- ernd beeinflussen. Noch vor wenigen Jahren hielt die Wissenschaft eine Telepathie für "unmöglich". Heute gehört die Telepathie zur empirischen Wissenschaft, d. h. sie ist erwiesen und anerkannt . Die Telepathie umfaßt jedes Bewußtsein, ganz gleich ob es mit einem auf Erden lebenden oder jenseitigen Gedankenträger verbunden ist. Folglich gibt es eine Telepathie zwischen einem lebenden und einem "toten" Menschen . Wenn man überhaupt vom Tode eines Menschen reden kann, so bezieht sich dieser Begriff nur auf den physischen Körper, aber keinesfalls auf den geistigen Kontakt , der zwischen Körper und Seele bestand. • Das Bewußtsein ist eine vom Körper unabhängige Einheit, die nur zur Zeit einer Inkarnation mit dem physischen Körper korrespondiert. Der jenseitige Einfluß von Gedankenträgern bzw. Geistern ist größer als man ahnen kann. Eine leich- tere Form dieser Telepathie nennt man Inspiration. Leider wird dieser Begriff heute nicht mehr richtig verstanden, denn eine Überlegung mit guten Resultaten ist noch keine Inspiration . • Diese Beeinflussung eines Erdenmenschen tritt erst auf, wenn das fremde Gedankengut übernommen wird. Dieser Vorgang wird aber selten bewußt wahrgenommen. Es gibt aber einige Begabte, die sehr gut wahrnehmen, daß es sich bei der Inspiration tatsächlich um Einflüsterungen von unbekannten Intelli- genzen handelt. Wenn der Gedankenempfänger sehr sensibel ist, so spricht man von einer Medialität . Die stärker ausgeprägte Form einer Inspiration ist das Diktat . Schriftsteller und Künstler können erle- ben, ein solches Diktat zu empfangen. Musiker haben bekundet, daß sie Werke komponiert haben, die nicht aus ihrem Bewußtsein stammen. Die noch stärkere Form einer Inspiration ist die Hellhörigkeit . Sie ermöglicht eine tadellose Unterhal- tung mit jenseitigen Wesen . Der Mediziner spricht leichtsinnigerweise von einer "Bewußtseinsspal- tung", von einer "Schizophrenie". Natürlich gibt es auch derartige Bewußtseinsvorgänge, die man als "krankhaft" bezeichnen kann, aber es gibt auch viele Fälle, wo es sich um keine psychische Krankheit handelt, sondern um eine echte Verbindung mit jenseitigen Gedankenträgern , die für das Medium klar erkennbar sind. Die Bibelpropheten Buddha und Christus gehörten zu diesen Medien. Nun kommt es aber darauf an, mit welchen Intelligenzen man in Verbindung kommt. Hier muß man streng unterscheiden , denn nicht jeder jenseitige Inspirator ist von Qualität! Die Stufe derartiger Ver- bindungen hängt ganz vom Charakter und von der Lauterkeit des Empfängers ab. Niedere Charaktere werden in Gefahr sein, mit schlechten Jenseitigen leicht in Kontakt zu kommen. Aber geistig höher- entwickelte Menschen können annehmen, daß ihre Verbindungen besser sind. Jedenfalls beeinflussen viele jenseitige Gedankenträger unser Denken, das wir sorglos für unser eigenes halten. Hier sollte jeder Mensch etwas vorsichtiger sein und seine Gedanken besser kontrollieren , ob sie tatsächlich mit seinem Willen und seinem Charakter übereinstimmen. Wir sind niemals eine Sekunde lang allein, denn viele Geistwesen stehen dauernd an unserer Seite und versuchen, uns telepathisch zu beeinflus- sen.

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