Medialität und Medien - Nachtrag 2
- 8 - April 1970 Das Hellhör-Phänomen Die Berührung mit dem Geistigen Reich ist nicht einseitig . Es gibt viele Möglichkeiten der gegenseiti- gen Verständigung. Aber es scheint der Fall zu sein, daß die Geisterwelt uns besser versteht als umge- kehrt. Eine besonders gute Verständigung, vielleicht die beste, ist das sogenannte Hellhören . Doch dieses Phänomen ist für den Nichtkönner am wenigsten beweiskräftig. Aus diesem Grunde wird es meistens verkannt und als "Schizophrenie" bezeichnet. Ein echtes Hellhörmedium weiß jedoch sehr genau , daß es sich nicht um eine Bewußtseinsspaltung handelt, sondern um einen wirklichen Verstän- digungskontakt zum Jenseits . Leider sind die meisten Ärzte, darunter auch die Nervenspezialisten und Irrenärzte, keine erfahrenen Spiritualisten, so daß sie kaum Kenntnisse dieser Art besitzen. Bei den Hellhörmedien fällt oft auf, daß sie einen heillosen Unsinn zu Tage fördern. Aus diesem Grunde kommen sie in den Verdacht verrückt zu sein. Der fachkundige Spiritualist weiß jedoch, daß es im Jenseits zwei gegensätzliche Regionen gib, die von der Kirche mit "Himmel" und "Hölle" be- zeichnet werden. Davon ist uns die Hölle selbstverständlich näher als der Himmel. Jedes Medium, ganz gleich welcher Art, hat anfangs immer einen Kontakt zur bösen Sphäre . Aber die in dieser Sphäre lebenden Menschen sind nicht alle dumm. Es gibt darunter hochintelligente Wesen , die aber charakterlich nichts wert sind . Diese niederen Geister haben eine wahre Freude daran, ein gefundenes Medium zu ärgern, zu mißbrauchen und zu belügen. An Phantasie fehlt es ihnen nicht. Man spricht deshalb von einer negativen Besessenheit. Das Hellhören vollzieht sich nicht akustisch. Es handelt sich um eine Telepathie , die von jenseitigen Gedankenträgern ausgeht, die Seele des Empfängers erreicht und von dort in das Hirn des Mediums geleitet wird. Im Hirn spielt sich ein Gedankenprozeß ab, der sehr schwer vom Medium gestoppt wer- den kann. Das Medium hat dabei das Gefühl, seinen eigenen Gedanken zuzuhören , kann aber diese Gedanken nicht steuern . Sie verhalten sich selbständig . Das Merkwürdige dabei ist, daß neben diesen jenseitigen Inspirationen gleichzeitig die eigenen Gedanken ungehindert arbeiten. Deshalb spricht man von einer "Bewußtseinsspaltung". Es mag sein, daß es eine echte Bewußtseinsspaltung gibt, doch das Hellhören hat nichts damit zu tun. Wie kann ein Medium feststellen, ob es sich um ein echtes Hellhören handelt? Der jenseitige Gedankenträger gibt sich klar zu erkennen. Er sagt, wer er ist , besitzt aber einen Wissensschatz, der völlig anders ist , als der des Mediums. Der jenseitige Gedankenträger unterhält sich mit dem Medium und antwortet auf alle Fragen und Gedanken. Bei dieser Zwiesprache merkt das Medium sofort, daß es mit einem unsichtbaren Wesen spricht. • Böse Geister zeigen weder Respekt noch Ehrfurcht vor Gott . Sie geben sich sogar selber als " Gott " aus, erteilen Befehle und bringen das Medium in Gefahr. Wer da leichtgläubig ist und diese Raffinessen nicht kennt, glaubt alles, auch wenn es großer Unsinn ist. Nur ein erfahrenes Medium kennt diese Manöver! Wenn das Medium nicht folgsam ist, drohen die Plagegeister mit den Worten: "Willst du gegen deinen Gott ungehorsam sein?" Das zieht meistens. Die Folge ist, daß das Medium Befehle ausführt, die es ins Irrenhaus bringen.
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