Politik für wen?
- 101 - Die Freiheit in der Erziehung (Durchgabe aus dem Jahre 1970) Freiheit in der Kindererziehung ja, aber nur in Verbindung mit einer wahren LEHRE über den göttli- chen Ursprung. Atheistische Tendenzen führen in Verbindung mit der Freiheit zur Zügellosigkeit . Es fällt nicht in mein Aufgabengebiet, mich mit den nötigen Erfordernissen des physikalischen Lebens auseinanderzusetzen. Diese sind wohlbekannt. Es ist klar, daß sich die Erziehung auf alle Wis- sensgebiete erstrecken muß, damit sich der Geist an den Reichtümern der Literatur und allen schönen Künsten erfreuen kann, die die Welt veredeln. Nun komme ich zur Frage der Religion , die eine große Rolle in der Erziehung spielt. Die Religion sollte versuchen, die Seele zu führen , damit sie allen Widerwärtigkeiten des Lebens gewachsen ist. Weil jedes Kind ein Teil GOTTES und in seinem Grundzug ein geistiges WESEN ist, hat es das Recht, alle Wohltaten der Freiheit zu genießen. Wenn ihr die Seele des Kindes in jungen Jahren ein- engt, verweigert ihr dieser das ihr zustehende elementare Recht auf Freiheit. Ihr verdammt es zur Leibeigenschaft. Ihr macht aus ihm einen geistigen Sklaven. Freiheit ist die Essenz aller Erziehung! 13 • Wie ich es sehe, wird das Kind in Freiheit aufwachsen, wenn ihm die Wahrheiten über die Religion gelehrt werden. Das ist leider nicht der Fall. Wenn die Instruktionen dazu dienen, dem Kind nicht Freiheit zu geben, sondern es abhängig von alten Fabeln und Mythen zu machen, dann wird der GEISTIGE BRUNNEN des Kindes vergiftet. Es wird weder der Religion, weder der Erziehung noch dem Kinde ein Dienst damit erwiesen, wenn man ihm überholte Glaubenssätze aufdrängt, die es bald zurückweist. Die unausbleibliche Reaktion muß dann kommen: Der Herangewachsene wird sich von denen zurückziehen, die ihn in seiner Kindheit, als er keine Möglichkeit hatte, sich zu wehren, in die Irre führten. Die junge Pflanze soll gerade zu einem Baume wachsen; wenn aber eine falsche Pflege zuteil wird, dann bleiben die Wurzeln schwach und der Baum verkümmert. Wir bekämpfen alle, die nicht den Wunsch hegen, die Wahrheit des Geis- tes zu lehren, die nichts von der Verwandtschaft aller geistigen WESEN mit dem GROSSEN GEIST DES LEBENS sagen, die sich nur bemühen, ihre schwankende Kirche zu stützen und ihre leeren Kir- chenstühle zu füllen. • Die Wahrheit über die Religion ist, daß keine Religion die volle Wahrheit besitzt. Jede sah nur einen Schimmer und dieser wurde durch die einzelnen Glaubenssätze jahrhundertelang verdreht und verfälscht. Das Kind muß gelehrt werden, daß die WAHRE RELIGION nicht in einer Zugehörigkeit zu irgendei- ner Konfession, sondern im Dienst am Nächsten besteht. Es muß die reichverzierten, phrasenhaften Reden der Priester zurückweisen und ein ehrliches, selbstloses Leben führen. Damit hilft es der Welt, in der es wohnt und ist so dem GROSSEN GEIST treu, von dem es ein wesentlicher Bestandteil ist. • Es ist wichtig, daß die Kinder unterrichtet werden, daß es ein bewußtes Weiterleben nach dem Tode gibt. Die Kinder werden dann auch begreifen, daß sie niemals allein sind und nichts tun können, daß nicht von der GEISTIGEN WELT gesehen und kritisiert wird. Allerdings macht man Versuche, die Kinder in völliger Freiheit zu erziehen; aber das ist keine Erzie- hung, weil ihnen jede Unart überlassen wird. Ohne eine logische Religion hat kein Kind ein gesundes Empfinden für Gut und Böse. Freiheit hat nichts mit Antiautorität zu tun! Die antiautoritäre Erziehung ist eine Revolution gegen das Positive. Nur die Achtung vor etwas HÖHEREM, das über den Men- schen regiert, zügelt das Negative, das sich austoben möchte. 13 Wenn Freiheit die Essenz aller Erziehung ist, muß jeder Mensch gegenüber GOTT seinen freien Willen besitzen. Leider wird diese Tatsache nicht von allen irdischen Religionsführern und Glaubensrichtungen vertreten und erzeugt neue Unruhe und Streit.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3