Reinkarnation
- 31 - Einwand: Wenn Menschen, die zurückgestuft wurden, wieder auf die Erde kommen, so haben sie aber doch keine Ahnung, warum sie in schlechte Verhältnisse gekommen sind. ELIAS: Wir unterscheiden das Leben des Menschen nach kosmischen Begriffen. Es gibt ein kosmi- sches Leben und dazwischen hin und wieder ein kurzes Planetenleben. Wenn ein Mensch in den eigentlichen Zustand bzw. in sein kosmisches Hauptleben zurückkehrt, so hat er eine genaue Übersicht, was er getan hat und warum er bestraft worden ist. Sie können sich dann nach den gemachten Erfahrungen entscheiden. Das Erdenleben ist ja meistens nur eine Kostprobe und von kurzer Dauer, jedenfalls nach kosmischen Begriffen. Außerdem hat der Mensch hin und wieder Träume, die mit den Rückerinnerungen zusammenhängen. Das Übel besteht darin, daß der Mensch von seiner Existenz kaum etwas weiß. Jedenfalls soll der Mensch von seinem früheren Leben möglichst nichts wissen , damit er nicht das Gefühl hat, wegen seines Versagens bestraft zu sein. Das würde ihn unter Umständen noch weiter zurückwerfen. Doch dem, der will, stehen alle Türen offen. Wer nicht damit beginnt, die Fehler zuerst bei sich selbst zu suchen, begeht den größten Irrtum. Die Gnade Gottes besteht auch darin, daß die Wahrheit sozusagen "aus Zufall" an einen Menschen herange- tragen wird, sei es durch gute Freunde oder durch eigenes Suchen . Auch das Menetekel ist durch unsere Zusammenarbeit eine Gnade Gottes . Daran sollte mancher Leser denken. Frage: Ist es für eine Seele ein Karma bzw. eine Strafe, wenn sie in ein schlechtes Inkarnationser- bgut eintritt? ARGUN: In vielen Fällen wird die Seele vor solchen Reinkarnationen gewarnt , aber sie hört nicht darauf und macht von ihrem freien Willen Gebrauch, in der Hoffnung, mit diesen Schwie- rigkeiten fertig zu werden. Wir dürfen sie nicht an diesem Entschluß hindern. Oft haben sich diese Seelen zu viel zugemutet, weil sie noch nicht die Stärke und Reife für solche Inkarnationen hatten. Die Seele stellt sich im Jenseits oft eine Aufgabe, die sie unter- schätzt . Im Erdenleben geht dann das Klagen los, ohne zu wissen, daß es eigene Schuld ist, ein solches Los zu tragen. Frage: (1959) Wir haben eine Zeiterscheinung, die wir als "Problem der Halbstarken" bezeichnen. Welcher Hauptgrund liegt hier vor? AREDOS: Der Hauptgrund ist nicht irdisch . Anläßlich der großen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, werden auf diese Erde viele widerspenstige und ungeläuterte Seelen geworfen. Es kommt zu einem Zustand, daß diese Seelen bei jeder Geburt anstehen, weil sie sich nach einer Wiedergeburt geradezu drängeln. Die sehr schlechte Blut- und Kriegszeit war geeig- net, diese Seelen zu reinkarnieren. Darum gibt es gute Eltern, die sehr schlechte Kinder haben. Aber es wäre ihre Aufgabe, gerade diese unvollkommenen Geister richtig zu führen und ihnen auf Erden ein gutes Vorbild zu sein. Frage: Welche Eltern sind am meisten gefährdet, daß sie schlechte bzw. kranke Seelen als Kinder bekommen? AREDOS: Selbstverständlich diese Eltern, die im Überfluß leben oder hemmungslos sind . Solche Seelen wünschen Reichtum oder Macht oder die Möglichkeit völlig freier Handlungsweise. Frage: Ist die Reinkarnation in diesem Sinne als eine Strafe anzusehen? ELIAS: Im Gegenteil, sie ist eine Entwicklungsmöglichkeit . Außerdem muß ein Mensch ja nicht unbedingt auf dieser Erde reinkarniert werden. Es gibt ja auch noch andere Welten. Viele Menschen ahnen die Wahrheit, aber sie fürchten sich davor, einer Unsicherheit ausgesetzt zu werden, vor allem davor, daß sie ihre Erinnerung verlieren. Sie meinen, daß ihre Persön- lichkeit dadurch ausgelöscht wird. Außerdem fürchten sie sich davor, in schlechte Verhält- nisse hineingeboren zu werden. Sie wissen ganz genau , daß ihre Lebensweise nicht richtig ist. Da ist der wahre Grund, warum sie sich vor einer Wiedergeburt fürchten und darum
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