Reinkarnation
- 34 - ELIAS: Mancher Mensch würde sich dann auf seine im Vorleben begangenen "Heldentaten" viel einbilden. Das wäre keinesfalls für sein Geltungsbedürfnis ein Fortschritt. Andere wiede- rum würden nicht von der Erinnerung an eine Frau oder an einen Mann loskommen. Es würden auch manche Menschen nicht mit ihrer jetzigen Heimat zufrieden sein, wenn sie wüßten, wo sie im vorigen Leben zu Hause gewesen sind. Ebenso würde ein ehemaliger Reicher nicht mit seiner jetzigen Armut zufrieden sein. Man kann diese Beispiele in unend- licher Folge fortsetzen. Dennoch gibt es eine ganze Kette von Beweisen für das unbewußte Hineinspielen der Erinnerung aus früheren Leben. Das äußert sich z. B. bei den persönli- chen Interessen ; denn viele Anlagen und Talente hängen damit zusammen und nicht, wie irrtümlich angenommen wird, nur mit der Vererbung. Es gibt viele Erinnerungsfragmente, die aus dem Vorleben stammen. So gibt es Menschen, die sich stark für vergangene Zeitepochen interessieren. Frage: Ist es dann überhaupt richtig, wenn man sich mit der Rückerinnerung an ein früheres Leben befaßt? ELIAS: Wenn man sich an nichts erinnern kann, was in einem früheren Dasein war, so ist das eine große Gnade Gottes , die man nicht zurückweisen soll. Frage: Warum gibt es dann Menschen, die sich an ihre früheren Leben erinnern? ARGUN: Das ist nicht der Wille Gottes. Diese Menschen sind sehr neugierig und zwingen sich mit allen Mitteln dazu, oder sie bilden sich allerlei ein. Noch verwerflicher ist es, jenen Men- schen einen Bericht über ihr früheres Leben zu geben. In den meisten Fällen handelt es sich dabei doch nur um eine Geschäftemacherei mit der Neugierde. Frage: In Amerika unternimmt man viele Versuche, das Vorleben zu erforschen. Die Reinkarnati- onslehre wird zunehmend als eine Art Sport betrieben. Das alles erfolgt ohne Kenntnis des Karmas. Wie beurteilt Ihr diese Entwicklung? ARGUN: Für diese Art der Erforschung des Übersinnlichen haben wir wenig Verständnis. Derartige Experimente bei Hypnotiseuren und Psychologen erfolgen zumeist aus reiner Neugier und nicht aus dem Bedürfnis, etwas aus der Geistigen Welt zu erfahren. Gott hat die Türen zur Rückerinnerung nicht ohne Grund verschlossen. Es gehört zur Blasphemie , mit Gewalt an diesen Türen zu rütteln. Was die Seele einmal erfahren soll, erfährt sie früh genug. Frage: Wir haben gehört, daß die Inkarnation der Seele erst zur Stunde der Geburt erfolgt. Ist es für manche Seele eine Strafe, wenn sie in eine Mißgeburt inkarniert wird? ELIAS: Es gibt auch geistige Unfälle. Hier handelt es sich nicht um ein Karma, wie oft irrtümlich angenommen wird. Gott ist unter keinen Umständen so grausam und rachsüchtig. Die gött- lichen Gesetze können gestört werden. Vielfach liegt das am Verhalten der Menschen selbst, die meistens die Voraussetzungen dafür schaffen. Aber auch der machtvolle Wider- sacher trägt dazu bei. Wenn die inkarnierten Seelen solcher Mißgeburten das Opfer des Versagens sind, so ist das sehr bedauerlich. Die göttlichen Gesetze gleichen aber solche Unfälle in einem anderen Leben wieder aus. Frage: Ist es eine Gnade, als Christ geboren zu werden? ARGUN: Ja, es ist ein Geschenk. Doch dieses Geschenk nimmt kaum ein Mensch an, sonst wäre er nicht so grausam. Aber auch andere Konfessionen können ein Geschenk sein, wenn diese Menschen nach den Gesetzen der Liebe handeln, denn alles ist göttlich, was Harmonie und Liebe bedeutet. Frage: (1959) Wo befinden sich die Seelen großer Musiker, wie Händel, Mozart, Beethoven?
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