Reinkarnation
- 37 - AREDOS: Ja, leider ist es so. Das ist fast immer der Grund, warum sie reinkarniert werden möchten. Im Erdenleben ist die Erinnerung an das Vorleben vorübergehend gesperrt. Frage: Junge Leute sagen mitunter: "Ich habe mir meine Eltern nicht ausgesucht." Kannst du uns hierüber etwas sagen? ARGUN: Eine zur Reinkarnation vorgesehene Seele hat mitunter, ja sehr oft , die Möglichkeit, sich das Elternpaar auszusuchen . Wenn der Mensch auf Erden sich an alles das erinnern könn- te , was er vor seiner Wiedergeburt alles an Besserung und gutem Willen versprochen hat, würde ihm die Schamröte ins Gesicht steigen. Doch die Eltern sind immer das Vorbild, da- rum tragen sie in erster Linie die Verantwortung für die Erziehung und Entwicklung der anvertrauten Seele, die ja auch ein Vertrauen in die Eltern gesetzt hat. Dieses Vertrauen wird gerade von den Eltern oft gröblich verletzt. Die Eltern müssen wissen oder wenigstens zur Kenntnis nehmen, daß jedes Kind bereits im Jenseits zu den Eltern ein Vertrauen gefaßt hat. Dieses Vertrauen darf jedoch nicht enttäuscht werden, auch wenn das Kind sich nicht mehr an die Zeit vor der Reinkarnierung erinnern kann. Gerade das Vorbild wird stark kritisiert. Frage: Der reinkarnierte Geist hat seine Eltern tatsächlich selbst ausgesucht? AREDOS: Fortgeschrittene Seelen können sich ihr Elternpaar selbst aussuchen. Es gibt aber auch, wie schon gesagt, eine zwangsweise Reinkarnation. Außerdem gibt es Fälle, wo sich jenseitige Seelen unerlaubt reinkarnieren, um gewissen Strafen auszuweichen. Auf der Erde gibt es eine ziemlich große Anzahl dieser unerlaubten Inkarnierungen. Die Eltern wundern sich dann, daß sie ein Kind haben, das so völlig aus der Art ist. Einwurf: Sind das die sogenannten "Schwarzen Schafe" die in guten Familien vorkommen? AREDOS: Es sind Fehler in der Reinkarnation . Es kommt sogar vor, daß sich eine Seele inkarniert, die für eine Reinkarnation noch nicht vorgesehen ist . Natürlich haben alle diese Fehler etwas mit dem Widersacher Gottes zu tun. Die Seele eines Kindes ist keinesfalls ein Teil der Eltern. Eine Kinderseele ist immer eine eigene Persönlichkeit; sie hat schon auf der Erde gelebt, wie ihr alle. Ein Kind, das auf die Welt kommt, hat alle Erinnerungen an das Vorleben eingebüßt, aber auch alle Erinnerungen an ein Leben im Jenseits. Es ist völlig "unprogrammiert". Trotzdem besitzt es unbewußte Erfahrungen aus früheren Entwick- lungsstufen, die das Begreifen der Welt erleichtern . Ohne diese unbewußten Erinnerungen würde sich kein Kind in der heutigen Welt zurechtfinden. Ihr werdet beobachten können, wie schnell Kinder die Umwelt (und technische Geräte) begreifen, obwohl sie keine derar- tigen Belehrungen haben. Das ist keine Erbanlage, sondern eigene Erfahrung! Frage: Gibt es eine sogenannte "Stimme des Blutes", die spürbar wird? ARGUN: Ja, das stimmt. Es gibt tatsächlich eine innere Stimme des Blutes , ein gewisses Gefühl. Es handelt sich um eine seelische Verbundenheit, die auf die Materie einwirkt. Bei einer Wie- dergeburt wird die zu inkarnierende Seele möglichst an ein Elternpaar herangeführt, das in allen Anlagen der inkarnierten Seele möglichst wesensgleich ist. Die Wissenschaftler glau- ben daher, daß es sich bei dieser geistigen Ähnlichkeit um Vererbung handelt. Das ist nicht der Fall. Die Vererbung bezieht sich hauptsächlich auf die Materie. Der Geist der Kinder ist schon vor der Geburt fertig und aufgrund göttlicher Gesetze ähnlich. Aber es können auch verwandtschaftliche Verhältnisse aus früheren Inkarnationen bestehen. Frage: Hast du eine Erklärung für die "Stimme des Blutes"? ARGUN: Ja, es ist ein Band , das die Seele mit der Materie verbindet. Die Materie arbeitet mit der Seele in diesem Punkte zusammen, so daß das freie Gefühl spürbar wird. Bei der Reinkar-
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