Spiritualismus kontra Spiritismus
- 10 - Demgegenüber gibt es einen wissenschaftlichen Spiritualismus, der sich von allen Religionen distan- zieren möchte. Ob das überhaupt möglich sein kann, muß stark bezweifelt werden. Auch uns ist das nicht gelungen, obwohl es ursprünglich unsere Absicht war. Doch unsere Führungsgeister haben uns in dieser Beziehung gewisse Vorschriften gemacht; sie verlangten die Erfüllung gewisser kultischer Bedingungen, um mit uns überhaupt arbeiten zu können. Aus diesem Grunde pflegen wir heute eine Mischung zwischen wissenschaftlichem und christlichem Spiritualismus und sind damit sehr gut weitergekommen. Aus der Schweiz wurde von einem Wissenschaftler die Frage gestellt, ob es nicht besser sei, den Spiritualismus aus dem Vorstellungsbereich der mystischen, okkulten und religiösen Bereiche heraus- zunehmen und sich nur rein wissenschaftlich einzustellen. Diese Frage hat tatsächlich eine entschei- dende Bedeutung! Tatsache ist, daß die religiösen Aspekte bei den Spiritualisten oft sehr großes Unheil anrichten. Viele Menschen neigen zur Hysterie und schnappen dann gänzlich über. Das Geistige Reich hat selbstverständlich viele Sphären aufzuweisen. Diese Sphären unterscheiden sich auch in verschiedenen Religionen. Wir hier auf Erden sprechen daher bestimmte Sphären an. Es ist nicht zu erwarten, daß der Spiritualismus in seinen Erkenntnissen weiterkommt, wenn er die Intelligenzen jener Sphären anspricht, die selbst noch um Erkenntnis ringen müssen . • Aus dieser Erfahrung heraus haben wir festgestellt, daß man mit dem christlichen Spiritualis- mus gut vorankommt, wenn es sich um die Läuterung der Menschheit handelt. Auch die Unterstützung bei Krankheiten und seelischen Konflikten ist besser gewährleistet. Die jensei- tigen Intelligenzen sprechen daher von einer CHRISTUSSPHÄRE. Ob man auf atheistischer Basis etwas Positives erreichen kann, ist mehr als fraglich. Wir haben auch festgestellt, daß zum Beispiel der Buddhismus , der mit dem Glauben an viele Dämonen verbunden ist, tatsächlich niedere Wesenheiten anzieht . Wenn die nüchterne Wissenschaft glaubt, ohne einen gewis- sen Kult bzw. ohne ethische Konzessionen auszukommen, um das Geistige Reich zu erforschen, so können wir schon jetzt mit Bestimmtheit sagen, daß sie negative Ergebnisse erzielen wird, die wissen- schaftlich so frisiert sind, daß sie ihre "wahre Freude" daran haben wird. Nichts wird sich dann als objektive Wahrheit bestätigen. • Wir können nur immer wieder darauf hinweisen, daß die "Goldene Mitte" eingehalten werden muß. Die höher entwickelten Seelen im Jenseits lieben auf alle Fälle GOTT und sie verehren CHRISTUS. Solche Seelen lieben Aufrichtigkeit und sie lieben auch Blumen und Kerzen . Wir tragen diesen Wünschen Rechnung. Warum auch nicht. Würde die akademische Wissenschaft eines Tages veröffentlichen, daß die Resultate und Lehren des Spiritualismus stimmen , so würde das in der ganzen Welt einen unvorstellbaren Umschwung zur Folge haben . Würde sie diesen Schritt tun, so wäre das kein Irrtum oder keine Lüge, sondern nur ein berech- tigter Schritt zur Wahrheit. Es stellt sich die Frage, ob eine derartige Feststellung in den Kompetenz- bereich der Naturwissenschaften fällt. Zwischen den Religionen und der Naturwissenschaft besteht ein Gegensatz: Die Naturwissenschaften feinden unwillkürlich die Religionen an, da sie die religiösen Ansichten aufgrund ihrer Kenntnisse nicht voll akzeptieren. Kann man aus diesem Gegensatz für die Zukunft überhaupt erwarten, daß der Gottglaube mit seinem Drum und Dran als Sieger hervorgehen kann? Der Fehler ist auf beiden Seiten zu suchen. • Die Religionen mit ihrem Gottglauben haben noch nicht die notwendige Reinigung unter- nommen . Fast alle diese Glaubensrichtungen enthalten leider viel zu viele Irrtümer und unwissenschaftliche Betrachtungen, die nur zu noch größeren Zweifeln führen. • Die Naturwissenschaften haben dieses Gebiet überhaupt noch nicht ernsthaft in Anspruch genommen. Die derzeitigen (1965) Erkenntnisse der Naturwissenschaft lassen sich größ- tenteils überhaupt nicht auf das Metaphysische und Transzendentale anwenden. Der Na- turwissenschaft fehlt das Fundament der objektiven Beurteilung auf diesem Gebiet.
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