Spiritualismus kontra Spiritismus

- 4 - Seele keine Vermutung oder Theorie, sondern ein Faktum von absoluter Realität , wie sie nicht besser sein kann. Die Verbreitung dieser Wahrheit stößt allerdings auf ungewöhnliche Schwierigkeiten der verschiedensten Art: • Zunächst ist es die Kirche selbst, die sich dagegen sträubt, weil sie in beispiellosem Fanatis- mus rechthaberisch ist und keinen Irrtum zugeben will . Wie könnte sich GOTT auch nur irren? Aber es irrt sich nicht GOTT , sondern es irren sich in dieser Weise nur die Menschen ! • Weiter sind es die "Auserwählten", welche die "Stimme Gottes" vernehmen oder mit "Christus" stundenlange Haßgespräche führen, die sie nur selbst erleben . Was dabei heraus- kommt, wird fanatisch in die Welt posaunt. An verrückten Schwärmern fehlt es nie, die jenen "Gottpropheten" vollen Glauben schenken. Durch jene "Mittler" wird Haß gepredigt. Diese "Stimme Gottes" ist die Weltrache in Person und droht mit dem Untergang der gesamten Schöpfung - ausgenommen natürlich jene Propheten und ihr gutgläubiger Anhang. Weil diese Prophetie luziferische Irreführung ist, erreicht sie als angebliche Beweisführung nur das Gegenteil. • Hinzu kommt der profane Hausspiritismus , den man als "Amateurhobby" bezeichnen kann. Diese tatsächlich übersinnlichen Kontakte erfassen hunderte von Millionen Menschen; sie erhalten zwar die Beweise eines bewußten Weiterlebens nach dem Tode, aber diese sind dennoch so lächerlich und profan oder reine Blasphemie , daß sich fast alle davor hüten, es uneingeweihte Mitmenschen wissen zu lassen. Es bleibt daher eine Art von "Geheimwissen- schaft" von ungeheuren Ausmaßen. • Dann noch die sog. parapsychologischen Tests und Experimente, für die es keine Sicherheit gibt, weil man nicht ohne Gottglauben und religiöse Achtung in die Bereiche der positiven geistigen Welt vordringen kann. Da man jedoch der Meinung ist, daß man mit dem "nüchter- nen Verstand" an diese Dinge heranzugehen hat, so kommt man nicht über jene Schwelle hinweg, die von den gottlosen Seelen verteidigt wird. So lange die Parapsychologische Forschung der Ansicht ist, daß man ohne wahres Gottsuchen das Jenseits richtig erforschen kann, wird die Beweisführung stets auf Schwierigkeiten stoßen. Nur wenn der Wille zur Belehrung bzw. sich belehren zu lassen tatsächlich vorhanden ist und aus dem Herzen kommt, kann man mit Erfolgen rechnen. Alle derartigen Beweise zeigen die international erfahrene Tendenz, daß es einen GOTT gibt , der eine jenseitige Organisation geschaffen hat, die das gesamte Sein lenkt und unfehlbar gerecht ist . Diese Tatsache scheint aber der Punkt zu sein, der den Forschern nicht paßt. Der Atheismus ist kein Himmelsschlüssel. In Unkenntnis der geistigen Gesetze glauben viele Interes- senten des Spiritualismus, daß die jenseitigen Manifestationen bzw. Beweise zu jeder Zeit und Stunde und an jedem Ort möglich sein müßten. Tatsächlich sind zu jeder Zeit und Stunde, wie auch an jedem Ort Geistwesen vorhanden, die sich bei gewissen Voraussetzungen kundtun können. In vielen Fällen tun sie es auch. Aber die Qualität der Spirits ist nicht immer gut und daher taugen auch diese Kundga- ben nichts. Der profane Hausspiritismus fragt weniger nach der Qualität, es genügt ihm, daß sich überhaupt einige Spirits melden, auch wenn die Verständigung nur stottert. Aus diesen Gründen ist es zu verstehen, daß der Spiritualismus keinen Weltruf hat, wie er es eigentlich haben müßte. Die Unwissenheit unter den Menschen ist so groß , daß die meisten irrtümlich glauben, der Spiritua- lismus oder überhaupt alles Jenseitige sei nur eine verrückte Einbildung, eine suggestive Selbsttäu- schung, über die man als normaler, gebildeter Mensch nur lächeln könne. Dieses spöttische Lächeln gibt es auch bei sehr angesehenen Wissenschaftlern, doch muß hier nachdrücklich betont werden, daß diese Menschen tatsächlich keine Ahnung vom echten Spiritualismus haben, auch wenn sie glauben, daß sie aufgrund ihres umfangreichen Studiums und Wissens auf anderen Gebieten ein Wort mitreden

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