Sünde und Gerechtigkeit
- 14 - Eine wichtige Lehre (Durchgabe aus dem Jahre 1968) Wohlan, wenn die Bibel auch viele falsche Darstellungen enthält, so ist doch manches darin verzeich- net, das man nur richtig zu verstehen hat . Es ergeben sich dann sehr wichtige Lehren für das Fort- kommen des Menschen. So heißt es, daß CHRISTUS vom Teufel versucht wurde, ihn als einen GOTT anzuerkennen und ihn anzubeten. Die Verheißung war, daß ihm dann die ganze Welt gehören würde. Wer kann bezeugen, daß es sich wirklich so verhält? Hat CHRISTUS das wirklich erzählt? - Vieles ist symbolisch darge- stellt. Aber gerade diese Parabeln haben es in sich , sie enthalten eine große Wahrheit, die niemals zum Schaden gereichen kann. So, wie CHRISTUS versucht wurde, werden alle Menschen auf dieser Erde versucht - in gleicher Weise. Fast die ganze Menschheit fällt auf die Verheißung glatt herein. Aber der Teufel hält nicht, was er verspricht. Er gibt nur einen Teil dieser Welt her. Dieser kleine Teil genügt aber, um die Seele der Menschen zu zerstören… Es gibt eine Lehre, über die keine andere Lehre mehr gesetzt werden kann; sie ist der Wahrheit aller- letzter Schluß. Sie lautet kurz gesagt: • Kein Mensch kann einen anderen Menschen richtig LIEBEN, wenn er nicht GOTT richtig LIEBT! Wenn der Mensch irgendetwas über GOTT setzt, sei es einen Mensch oder nur Besitztum, so stößt er in seinem Herzen GOTT vom Thron. GOTT ist das HÖCHSTE, was es im ganzen unendlichen Uni- versum gibt. Darüber ist nichts Höheres mehr denkbar. Aber wenn für einen Menschen andere Dinge über GOTT stehen, was dann? Es gibt keinen weltlichen Besitz , der einen Menschen zufriedenstellen könnte. Selbst wenn jemand die ganze Welt in den Händen hat, so wird sein Verlangen niemals gestillt. Wir sehen das deutlich bei jenen Menschen, die zu den reichsten der Erde gehören und auch bei den Mächtigsten dieses Planeten… Im Gegenteil: • Je mehr ein Mensch besitzt, um so größer wird seine Unzufriedenheit , sein Verlangen nach Unerreichbarem. Dieser Zustand führt zu einer seelischen Krankheit, die wiederum den Kör- per zerstört. Die Unzufriedenheit ist demnach das eigentliche Übel dieser Welt, dem auch die Führer der Menschen zum Opfer fallen. Und damit hat der Teufel dann seinen augenblicklichen Sieg, der sich erst viel spä- ter ins Gegenteil umwandelt. • Es gibt aber für den Menschen etwas Erreichbares, das zu seiner vollkommenen Zufriedenheit führt, weil es dann nichts mehr gibt, was noch darüber gedacht werden kann oder darüber ge- stellt werden kann. Es ist für den Menschen die letzte, höchste Station , sie führt zur Seligkeit, also zur restlosen Befriedigung aller Sehnsüchte und Wünsche. Dieses Erreichbare ist GOTT selbst! Zwar ist Er unsichtbar, weil Er ein GEIST ist. Aber der Mensch hat neben seinen fünf Sinnen noch andere Wahrnehmungsmöglichkeiten . Diese müssen nur richtig entwickelt werden . So wie ein Hund Spuren wittert oder unsichtbare Gefahren vorausahnt, so kann der Mensch mit inneren Sinnen GOTT so stark erfassen, so stark ahnen, so stark begreifen, daß er das höchste Ziel seiner Sehnsüchte und Wünsche erreicht hat. Dann interessiert ihn die Materie nur noch an untergeordneter Stelle. Aber dann kann er auch seine Mitmenschen LIEBEN - nicht nur einen einzigen, sondern die Menschheit als Gan- zes. Über diese wichtige Lehre lohnt es sich lange nachzudenken. Hier habt ihr einen Tip für eine gute Meditation.
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