Unsere Belehrungen für euch

- 11 - ARGUN: Ihr macht einen großen Fehler, der für uns allerdings verständlich ist. Euch befällt sofort der Zweifel, wenn nicht alles gleich zum Positiven gelingt. Ihr erwartet eine bessere Zukunft und habt zu wenig Geduld. Dabei vergeßt ihr, daß der HERR immer die letzte Ent- scheidung in solchen Fragen hat - auch bei allen Prophezeiungen. Versucht stets aus allem das Beste und Wertvollste herauszunehmen, dann werdet ihr bestimmt durch nichts enttäuscht. Vor allem versucht zuerst, euer Vertrauen zum HERRN zu stärken , denn dann seid ihr ein starker Fels, der jeder Brandung widersteht. Frage: Die Theologie schöpft ihren Glauben aus den Offenbarungen der Vergangenheit, die in den Heiligen Schriften überliefert wurden. Sie nimmt an, daß diese göttlichen Offenbarungen abgeschlossen seien und daß keine neuen mehr hinzukommen. Ist das so? ARGUN: Das ist einer ihrer Irrtümer. Die Offenbarungen werden logischerweise immer wieder ergänzt. Außerdem müssen sie der Zeit entsprechen. Frage: Das leuchtet ein. Die Heiligen Schriften stammen ja aus vergangenen Jahrtausenden. Seitdem hat die Menschheit eine gewisse Entwicklung hinter sich gebracht. Zudem kom- men sie aus einem ganz anderen Kulturkreis. So denkt aber nicht jeder! Darum wird es nicht ausbleiben, daß unsere Zusammenarbeit mit euch stark kritisiert werden wird, egal ob es die Fragen und Antworten sind oder die Botschaften. Ist eine verurteilende Kritik ange- bracht? Antwort: Die Weisheit erfordert, vernünftig mit ihr umzugehen. Ich bin der Ansicht - hier spreche ich im allgemeinen, es gibt natürlich Ausnahmen - daß dort, wo die Tür geöffnet wurde, wo also eine gute geistige Verbindung hergestellt werden konnte, diese auch dazu benutzt werden sollte, um andere zu erleuchten. Meine langen, langen Erfahrungen haben die Richtigkeit der Mahnung: "Verurteile nie!", bestätigt. Wir dürfen uns aber nur dann dazu verleiten lassen, wenn uns alle Umstände genau bekannt sind und wir uns nur eine saubere Kritik erlauben können. Wenn die Leute sich weniger um die Selbstsucht der anderen kümmern wollten und dabei mehr über ihre eigenen Fehler nachdenken würden und vor allem darüber, wie sie sich selbst verbessern könnten, wäre auf der Welt eine weit bessere Atmosphäre vorhanden. Frage: Wir haben hier auf Erden Gesetze, welche das Leben regeln sollen. Beurteilt ihr unser Leben nach anderen Gesetzen? Antwort: Wir betrachten eure Welt mit anderen Augen. Wir sind nicht in euren unverständlichen Haß und in eure Leidenschaften verwickelt. Wir sind auch nicht beeinflußt von der zeitwei- ligen Blindheit, die so oft euer Urteilsvermögen trübt. Weiterhin haben wir einige Erfah- rung, wie die GESETZE der von uns bewohnten Welt wirken. Wir haben weder dieselbe Beziehung zu den Problemen, die euch betreffen, noch sehen wir sie aus der gleichen Per- spektive wie ihr. Der Standpunkt der Betrachtung ist überaus wichtig und maßgebend: • Derjenige, der ehrlich davon überzeugt ist, daß er richtig handelt, begeht keinen Ver- stoß gegen seine Seele, auch wenn er unwissend im Unrecht ist. Aber derjenige, der genau weiß , daß er Unrecht tut, aber trotzdem darauf besteht, macht sich schwer schuldig, weil er seinen eigenen Geist vergewaltigt und seine Entwicklung hemmt. Der sogenannte "Sozialismus" will angeblich das Leben der Menschen verbessern. Aber dieser Sozialismus nimmt keine Rücksicht auf die HÖHERENTWICKLUNG des mensch- lichen Niveaus. Der Fortschritt des Geistes ist viel, viel wichtiger als ein Fortschritt im Be- rufsleben oder in materieller Hinsicht. Der Geist muß die Oberhand behalten.

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