Unsere Belehrungen für euch
- 15 - Was ist normal? (Durchgabe aus dem Jahre 1963) Wohlan, der Mensch richtet sich nach seinen Mitmenschen. Er bildet seine Meinung nach der Masse und gibt dieses Resultat dann als seine eigene Meinung aus. Mithin ist seine eigene Meinung nur die Ansicht, die er sich über das Verhalten der Masse gebildet hat. Wenn man das Verhalten der breiten Masse als gütigen Maßstab anlegen will, bildet sich die Masse aus Einzelindividuen, die alle den gleichen Standpunkt aus dem Verhalten der Masse gewonnen haben. • Durch diese Tatsache kann eine wirkliche Einzelmeinung kaum durchdringen, sie erstickt in der Masse. Kein einzelner Mensch kann zu den höchsten Erkenntnissen kommen. Er wird auf einen unvorstellbaren Widerstand stoßen, da er, selbst mit der größten Wahrheit, nicht akzep- tiert wird. Um diese Masse zu durchstoßen, kann nur ein großer Name helfen. Doch wo soll ein großer Denker den Namen hernehmen, wenn er noch keinen hat? Intuitiv berufen sich daher viele Menschen auf einen Namen, der längst der Vergangenheit angehört. Es heißt dann: " Napoleon oder Sokrates hat gesagt" - und keiner kann das nachprüfen… In der sehr schwierigen Geisteswissenschaft, die um allgemeine Anerkennung kämpft, ist es nicht anders. • Die Wahrheitssucher fragen nach dem Namen des Geistes, der sich offenbart. Aus diesem Grunde fälschen viele Jenseitigen ihre Namen, um Gehör und Beachtung zu finden. Es gibt sogar einige darunter, die sich nicht scheuen, sich als "CHRISTUS" auszugeben! Leider gibt es einige Medien und Anhänger, die an eine derartige Unverschämtheit glauben. Sie sagen sich, wenn ein Jenseitiger behauptet, daß er CHRISTUS sei, so müsse das schon stimmen, denn wenn es anders wäre, so würde GOTT ihn schon am Kragen packen… Liebe Freunde, ich betone ganz ausdrücklich, daß diese Ansicht ein großer Irrtum ist! • Es ist daher völlig gleich, unter welchem Namen eine Offenbarung zu euch gelangt. Wichtig ist in allen Fällen der Inhalt . Aber diesen zu beurteilen, richtig zu beurteilen, ist eine schwere Aufgabe, die von der eigenen Entwicklung abhängt. Jedenfalls kann ich euch sagen, daß ihr euch nicht nach dem Urteil der Masse richten könnt. Die Masse ist kein Maßstab für die goldene Mitte , die man als "normal" bezeichnet. Die Masse verhält sich keinesfalls normal, sondern sie steht in Wirklichkeit weit unter dem Durchschnitt . Um zu erkennen, was normal ist , muß der Mensch zuerst einmal erkennen, welche Stellung ihm die Schöpfung zugedacht hat. Vor allem muß er wissen, daß sein Leben universell ist, das heißt, daß sein Leben mit seinem Bewußtsein den irdischen Tod überlebt . Da die Masse gerade in diesem wichtigen Punkt völlig falsch unterrichtet ist, so kann sie sich auch unmöglich normal verhalten. • Normal kann nur das sein, was dem GÖTTLICHEN PRINZIP nicht widerspricht , im besonde- ren, was der allgemeinen, fortschrittlichen Entwicklung nicht schadet. Um euch ein einziges Beispiel anzuführen: Die Menschheit raucht Gift! Soll man nun, aufgrund dieses allgemeinen Verhaltens annehmen, daß dieses gefährliche Laster normal ist, weil es so viele tun? • Der Mensch, der sich nach dem Verhalten der Masse orientiert, kommt in seiner geistigen Entwicklung nicht einen Schritt vorwärts. Er muß seinen eigenen Weg gehen, den Weg der Wahrheitssuche. Doch diesen Weg kann er nur finden, wenn er die göttliche Schöpfung voll akzeptiert .
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