Unsere Belehrungen für euch

- 33 - Kritik an der Masse (Durchgabe aus dem Jahre 1964) Wohlan, der Mensch bildet sich nicht von allein. Er ist auf die Hilfe der Gemeinschaft angewiesen. Die Gemeinschaft sammelt für ihn die Erfahrungen und hebt sie für ihn auf. Aus diesem Erfahrungs- schatz erfährt der Mensch sein Wissen. Selbstverständlich nimmt er an, daß dieses Wissen stimmt und eine globale Bedeutung hat… Wie sieht es damit in Wirklichkeit aus? Zugegeben, daß eine Fülle des gesammelten Wissens richtig ist. Aber es gibt trotzdem eine unvorstell- bare Fülle von Wissen, das als vorbildlich angesehen wird; aber keinesfalls die Wahrheit bedeutet . Solange jedoch kein endgültiger Maßstab für das Wissen da ist, behält dieser Wissensvorrat jenen Ruf, der ihm zugedacht ist. Die Masse ist nicht in der Lage, an dem dargereichten Wissensgut zu zweifeln, noch etwas zu widerlegen. Aus diesem Grunde ist das Urteil der Masse über viele Dinge nur ein Nachsprechen jener Ansichten, die in den Regalen verewigt worden sind. Aber auch die Tagespresse und die vielen Neuerscheinungen auf dem geistigen Sektor sind mit Vorsicht zu behandeln. Da werden Ansichten publik gemacht, die nichts mit der Wahrheit und daher auch nichts mit dem Fortschritt zu tun haben. Die Kritik der Masse ist völlig unzulänglich und es gibt keine Zuverlässigkeit für das, was die Mehrheit der Menschen für richtig hält. • Wohlgemerkt: Die Masse wird informiert, aber sie wird in vielen Punkten wichtigen Wissens völlig falsch orientiert . Damit wird die eigene Meinung des Menschen stark beeinflußt. Nun macht man aber den Fehler, das anerzogene Urteil der Mehrheit als Beispiel für die Richtigkeit hinzustellen, damit der abseits stehende Mensch überzeugt werden soll, daß die Wahrheit nur da zu finden ist, wo die Volksmenge oder sogar die ganze Menschheit zustimmt. Für das Wissen auf allen Gebieten der Naturwissenschaft und der Theologie gibt es keinen endgültigen Mehrheitsbeschluß. Was die Masse sagt, ist in diesen Belangen nicht in allen Punkten objektiv. In diesen Fällen ist es gar nicht notwendig, die Masse zu befragen, es genügt, wenn man auf das Bildungsmaterial zurückgreift. Das Bildungsmaterial ist mit der Kritik der Masse absolut identisch und nur einige Außenseiter, die logisch denken, sind davon ausgenommen. Aus diesem Grunde wird die Masse durch die modernsten Erfindungen und Medien der Publikation beeinflußt . Die ganze Aktion gleicht einer geistigen Massenimpfung . Der Impfstoff in Form von festgelegten Meinungen wird in die Menschen eingepflanzt . Es handelt sich hauptsächlich um Wis- sensgut, das über das Fassungsvermögen und die Selbstkritik des Normalbürgers weit hinausgeht. Wenn die Massenimpfung dieser Art abgeschlossen ist oder sonstwie erfolgreich war, weist man auf das Urteil der beeinflußten Volksmenge oder größerer Gruppen hin, indem man betont, daß die Mehrheit dieser Ansicht sei und demnach diese Meinung eine allgemeine, unabänderliche "Wahrheit" darstelle. • Das Wissen vom Leben nach dem Tode ist ein eindeutiger Beweis dafür, in welcher Weise man die Mehrheit falsch informieren kann. Die erhabene und für den Menschen überaus wichtige Tatsache des Überlebens im Geistigen Reich wird durch völlige Falschinformation verunglimpft , womit dem Menschen falsche Wege gewiesen werden. Auf diese Weise verliert der Mensch seine wertvollsten KRÄFTE, da er sie durch falsche Vorstellungen völlig unterdrückt , so daß sie nicht wirksam werden können.

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