Unsere Belehrungen für euch

- 55 - Fragen und Antworten Frage: Welchen Grund gibt es, daß die Erdenmenschheit gegeneinander so viel Feindschaft zeigt? ARGUN: Die Menschen dieser Erde sind seit vielen Generationen völlig falsch erzogen worden . Fast jeder glaubt, daß er den anderen nicht braucht. Doch das ist ein großer Irrtum, denn die Menschen brauchen sich alle gegenseitig! Ihr müßt euch mehr vor Augen halten, daß ihr direkt oder auch indirekt von jeder Arbeit eines Menschen einen Nutzen habt. Darum sollte jede Arbeit mehr geachtet werden. Ein Krieg beweist jedoch das Gegenteil. Frage: Sind die Völker, die sich feindlich gegenüber stehen, an den Feindschaften schuld oder sind es die Führungsschichten? ARGUN: Es sind die Führungsschichten, denn die Völker werden in dieser Hinsicht nur mißbraucht . Diese Entscheidung wird nicht vom einzelnen Menschen getroffen, noch von den Völkern, sondern sie steht nur der jeweiligen Regierungsmacht zu. Frage: Wie ist es möglich, daß ein derartiger Haß entsteht, der doch eine befohlene Feindschaft ist? Der Haß scheint wirklich echt zu sein. AREDOS: Zunächst handelt es sich um eine propagierte Feindschaft. Bei Ausbruch eines Krieges handelt es sich um eine erzwungene bzw. eine befohlene Feindschaft. Während des Krieges erfolgen die Grausamkeiten und die gewaltigen Zerstörungen an Besitz, Lebensnotwendig- keiten und Auflösung der Familien. Daraus folgt dann ein unvorstellbarer echter Haß, der sich, je länger der Krieg dauert, immer mehr steigert. Wenn jemand etwas besitzt und es kommt ein anderer und will es ihm wegnehmen, so ist die Feindschaft schon da… LIEBE gibt und nimmt nichts einfach weg. Das ist das Übel, denn nur die LIEBE verbindet die Völker und alle Menschen. Das Rassenproblem ist meistens nur ein Vorwand ; es geht immer um die Anmaßung von angeblichen Rechten. Einwand: CHRISTUS soll gesagt haben: "Liebet eure Feinde". Die Erfahrung zeigt aber doch, daß es nicht angebracht ist, seine Feinde zu lieben. AREDOS: Diese Stelle ist falsch wiedergegeben . CHRISTUS sagte: "Ihr sollt eure Feinde nicht hassen!" Ihr sollt also den Feinden nichts Gutes tun, sie aber auch nicht schädigen. Doch ihr sollt ihnen helfen, wenn sie in Not sind. Es kommt darauf an, was man unter LIEBE versteht. Ihr sollt eure Feinde nicht quälen!... Das Schlimmste ist, wenn der Stolz des Fein- des verletzt wird. Auch der Feind hat ein Ehrgefühl. Ihr sollt die Feindschaft möglichst begraben, das ist in diesem Fall die LIEBE. Es soll nicht sein, daß man den Feinden Gutes tut, sondern daß man nicht dauernd nachtragend sein soll. In allen Fällen ist es besser, wenn man mit seinen Feinden eine Distanz einhält. Einwand: CHRISTUS soll aber gesagt haben, daß man auch die andere Wange hinhalten soll, wenn man geschlagen wird. ARGUN: Hat das CHRISTUS wirklich gesagt? Wir sind da anderer Meinung. Man soll sich fair durchkämpfen, ohne den Gegner zu verletzen und ihn lieber mit hinaufziehen. Frage: Es heißt, daß wir uns von den Negativen distanzieren sollen. Wie ist das zu vereinbaren? AREDOS: Negativ ist etwas anderes. Ich meine solche Menschen, die nicht negativ im Grunde ihres Charakters sind, sondern negativ aufgrund ihrer Unkenntnis und Fehlentwicklung. Das ist ein großer Unterschied. Doch die Unterscheidung erfordert Erfahrung und Übung.

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