Was ist Wahrheit

- 22 - Was ist es denn, was den Menschen ausmacht? Fast alle Sinneswahrnehmungen haben die Tiere auch, oft sogar noch besser als der Mensch. Aber der Mensch kann besser als die Tiere überlegen , er kann sprechen und sich besser verständigen, er kann über Gott nachdenken. Somit ist der Mensch tatsäch- lich ein höheres Wesen. - Trotzdem leistet sich der Erdenmensch unglaubliche Grausamkeiten, wenn es sich um seine Mitmenschen handelt. Ich will euch noch etwas erklären, was ich für sehr wichtig halte: Es handelt sich um die Nichtachtung der Arbeit, um die Nichtachtung menschlicher Hilfeleistung . Wenn der Erdenmensch geboren wird, dann nimmt er jede menschliche Hilfe in Anspruch. Mit der Entwicklung steigern sich seine Ansprüche an seine Mitmenschen. Er besucht die Schulen, er nutz- nießt alle Errungenschaften, er geht auf beleuchteten Straßen und benutzt öffentliche Verkehrsmittel. Er hat eine Kanalisation zur Verfügung, besitzt Anschluß an die Segnungen des elektrischen Stroms. Kurzum, er nimmt an allen fortschrittlichen Dingen teil, die ihm aus der Gesamtarbeit einer ganzen Menschheit geboten werden. Statt dafür dankbar zu sein, tut er das Gegenteil! Er belügt und betrügt seine Mitmenschen, er begeht erbarmungslos und egoistisch eine Gemeinheit nach der anderen. Ja, er trachtet sogar nach der Gesundheit und schließlich nach dem Leben seiner Mitmenschen. Er führt Kriege und scheut nicht davor zurück, junge Menschen zum Mord zu zwingen und sie in den sicheren, qualvollen Tod zu schicken. Obendrein zerstört er Wohnstätten und Brücken und vieles vieles mehr, was seine Mitmenschen im Schweiße aufgebaut haben. Könnt ihr mir bitte sagen, worin hier eine Logik zu suchen ist? Was ist euer Sinn , euer Ziel , für diese Untaten? Ich will es euch sagen: • Weil ihr im Dienste des Widersachers Gottes steht, der euch laufend inspiriert , ohne daß ihr darüber nachdenkt! Ihr seid so unwissend , daß es euch nicht einmal bekannt ist, daß ihr eure eigene mühevolle Arbeit mißachtet und mutwillig und böswillig zerstört. Ihr selbst, jeder einzelne von euch, hat in vielen gelebten Vorleben auf dieser Terra diese Arbeit zum Aufbau der Welt geleistet. Es gibt ja unter euch Menschen, die ihr ganzes Leben daran setzen, etwas Großartiges zu schaffen. Wenn sie das erreicht haben und ins Geistige Reich hinübergehen, kommen sie später einmal wieder, um ihre Arbeit zu zerstören . - Ist euch das klar? Der Widersinn auf diesem Stern schreit zum Himmel! Es ist auffallend, daß gerade der Erdenmensch in seinem Denken stets das Böse akzeptiert und in die Tat umsetzt. Ihr bemüht euch zum Teil, den Schöpfer zu begreifen. Indes, es ist euch nicht gelungen, weil ihr die Materie über den Geist setzt, weil ihr vermutet , daß der Geist ein Produkt der Materie sei. Deshalb erhofft ihr ein materielles Phänomen des göttlichen Geistes . Ein solches Verlangen ist die Unvernunft Wahnsinniger, die ihre ganze Umwelt falsch einschätzen, sich selbst jedoch für unfehlbar halten. Die Wissenschaft kennt das Gesetz von Ursache und Wirkung , um so unverständlicher ist es, daß sie nicht begreifen kann, daß der Mensch zur Ursache oder zur Wirkung gehört. Der Mensch will wie GOTT sein. Er will das Leben in der Retorte zustande bringen. Er will über Tod und Leben regieren. Menschen zu töten ist für euch heute eine Kleinigkeit. Aber 1.000 Menschen das Leben zu schenken und zu erhalten ist etwas ganz anderes. Einen Wolkenkratzer zu zerstören, das kann in wenigen Sekunden geschehen aber ein solches Gebäude aufzubauen, das ist etwas ganz anderes. Ihr seht, daß die Zerstörung und das Chaos und das Vernichten von Menschen keine Schwierigkeiten machen. Aber das Gegenteil bringt Arbeit und Probleme.

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