Was ist Wahrheit
- 5 - Labyrinth des Wissens (von Obermedizinalrat Dr. Hermann Gerbis) Menschliche Überlegungen sind irdische Überlegungen, weil sie auf irdischer Erfahrung beruhen. Aus diesem Grunde haben wir uns nicht auf unser eigenes Denken verlassen, sondern nur die uns interes- sierenden Fragen gestellt. Wir haben dem jenseitigen und außerirdischen Denken den Vorzug gege- ben. Hier das Resultat: Die menschliche Entwicklung, speziell des Geistes, wird dadurch behindert , daß wir uns ständig selbst belügen und betrügen, um die Stimme der Vernunft und des Gewissens in uns zu beschwichtigen. Bei allen Missetaten, bei falschem Denken und Handeln, warnt uns eindringlich die Stimme des Gewissen s, welche oft auch die Stimme des unsichtbaren Schutzpatrons ist. Wir machen dann den großen Fehler, daß wir diese Stimme nicht anerkennen wollen und nach allen möglichen faulen Ausreden suchen. Obgleich diese Ausreden in den meisten Fällen recht primitiv und verschro- ben sind. Doch wir halten diese Gedanken für richtig, weil sie im Bereich unserer Interessen liegen. Auf diese Weise verteidigen wir leidenschaftlich das Unrecht! • Mehr Liebe zur Wahrheit, zur Selbstkritik und ein guter Wille der eigenen Erkenntnis zu folgen , ist die einzige Erlösung aus dieser geistigen Falle. Die Selbstkritik ohne faule Ausreden ist der richtige Weg, der ins Licht führt. Leider wissen zuwenig Menschen, was eine Inspiration ist. Jede Sekunde wird der Mensch in seinem Denken von zwei Mächten inspiriert, die sich im Kampf gegenüber stehen. Darum sagte Goethe : "Zwei Seelen wohnen in meiner Brust." Der Inspirierte glaubt , daß es sich immer um seine eigenen Gedanken handelt. Aber jeder Mensch ist medial, um die täglichen Inspirationen zu empfangen. Er wird kooperativ gesteuert. Durch diese Unwissenheit ist es dem Widersacher und seinen Gehilfen leicht möglich, ihre negativen Absichten durchzusetzen. Die meisten Menschen auf dieser Erde wollen nichts von einem Glauben wissen , weil sie meinen, daß Glaube nur eine Vermutung sei. Die große Uneinigkeit unter den vielen Religionen bestärkt noch die Ansicht, daß keine Religion oder Glaubensauffassung existiert, die auf absoluter Wahrheit beruht. Fanatismus und religiöse Schwärmerei führen oft zu abstoßenden kultischen Handlungen, die viele Menschen veranlassen, in ihrer irrtümlichen Haltung und Anschauung zu verharren. • Wenn der Mensch über seine Existenz nicht die Wahrheit weiß, so ist er geistig derart arm, daß er sein ganzes Leben lang falsch denkt und handelt . Doch Gott , der Informator , läßt durch den Schleier blicken , der das Diesseits vom Jenseits trennt; denn es ist nicht der Wille des Schöpfers , daß der Mensch in dieser Hinsicht unwissend bleibt. Der "Himmel" gibt genügend Beweise, die jedem vernünftigen, normalen Menschen genügen müßten, die Wahrheit zu akzeptieren. Immer sind es nur gewisse Menschen, die alles daransetzen, diese Beweise eines größeren jenseitigen Daseins zu zerstören oder als unglaubwürdig abzutun. Solange jedoch der Mensch auf diese infame Verunglimpfung der Beweise hört, kann er sich in diesem Leben nicht zurechtfinden. Er kann nicht den Sinn seines Lebens erfassen. Die Wissenschaft hat es nicht fertiggebracht, der Menschheit den Sinn und den Zweck ihres Daseins glaubhaft und logisch zu erklären. Aus diesem Grunde glauben die meisten Menschen, daß ihre Existenz nur vom Tage der irdischen Geburt bis zum Tage des irdischen Hinscheidens währt. Dahinter bleibt für sie nichts anderes, als eine endlose Bewußtlosigkeit, aus der es kein Erwachen mehr gibt. Nur einige Kirchenanhänger vertrauen auf eine Art von Auferstehung, von der sie keine rechte Vor- stellung haben und die ohne Zeitbestimmung ist. Es gibt keinen einzigen Menschen auf dieser Erde, der nicht schon einmal in seinem Leben den Versuch gemacht hat, über dieses Mysterium nachzuden- ken. Selbst Kinder von 5 Jahren stellen bereits diese Frage, um hinter das Geheimnis zu kommen, das so wichtig für die Zukunft ihres Lebens ist. Dann wird die Suche nach der Wahrheit schließlich
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