Was uns Veritas sagt
- 17 - Was uns VERITAS sagt... (14) In Nomine Dei - das habe ich der Wissenschaft zu sagen: • Wenn die exakten Wissenschaften diesen einzigen Weg, den Weg des Spiritualismus, nicht gehen wollen , so wird es hier auf Erden eine Katastrophe geben, wie sie sich kein Mensch in seiner kühnsten Phantasie vorstellen kann. Die erste, wirklich gute Tat, eine sittliche Tat , würde darin bestehen, daß die christlichen Religionen die Bibel korrigieren . Was als negative Inspiration entfernt wird, kann durch wissenschaftliche und logische Betrachtungen ersetzt werden. • Ersetzt Dogma durch Logik! Die sittliche Tat besteht darin, nicht nur Gesetze zu schaffen, zu strafen, zu verfluchen und zu ver- dammen oder zu belohnen, sondern ohne Ausnahme darin, ein positives Beispiel zu sein . Darum reinigt die veraltete, verderbliche Philosophie von allen Irrtümern. Der Mensch sieht die Welt immer von sich aus , also stets ist der Mensch der Mittelpunkt allen Seins. Aus dieser Perspektive sieht er seinen Schöpfer von sich aus . Wenn er sich Gott groß vorstellt, so denkt er sogleich an das ganze Universum. Denkt er sich Gott klein, so stellt er sich über den Schöp- fer . Da der Allmächtige dem Menschen nicht als Ungeheuer oder als großer Zauberer begegnet, wird er zur Märchenfigur herabgesetzt. • Die wirkliche, wahre Größe Gottes besteht in Seiner Erfahrung und Macht . Das Beispiel der sittlichen Tat wird von der Intelligenz gefordert. Die Kirche oder vielmehr die Religionen, erheben den höchsten Anspruch auf diese Intelligenz. Die Masse soll sich nach dieser Intelligenz richten. Je schlechter aber das Beispiel der Intelligenz ist, um so schlechter ist auch das Nachahmen der Masse. Das Beispiel der sittlichen Tat ist durchaus dem Kausalgesetz unterworfen: Das Beispiel ist immer die Ursache , die Nachahmung immer die unausbleibliche Wirkung . Die Geistlichen und Priester sind jedoch die Repräsentanten der Intelligenz. Sie sind jedoch mehr als das, das heißt, sie sollten mehr als das sein, nämlich Repräsentanten einer göttlichen Intelligenz . Aus diesem Grunde ist es klar, daß das Amt eines Geistlichen und Priesters ein sehr verantwortliches und schweres Amt ist. Ein solches Amt verlangt den besten Verstand und ein weltweites Wissen auf allen Gebieten. Das Amt eines Priesters ist mehr die Aufgabe eines Arztes. Doch wie ist es leider in Wirklichkeit damit bestellt? Kein Wunder, daß das Volk sich gegen die Priester erhebt, daß es nicht mehr an Gott glaubt. Ein Student, der mangels ausreichenden Fleißes oder mangels Begabung sein Examen nicht bestehen kann, rettet sich und das Ansehen in das Amt eines Geistlichen, denn dazu reicht es immer. Die Dorf- Pfarre ist der letzte Hoffnungsanker eines minderwertig Begabten. Wie aber sollen solche Menschen ihrer ihnen zugeteilten Gemeinde das große Wunder der Schöpfung klarmachen? Das größte und kaum faßbare Wunder Gottes , das sie selbst nicht begreifen können? Diese Geistlichen üben ein Amt aus, das sie wie einen bürgerlichen Beruf auffassen, etwa wie das Schneidern oder Schustern. In das Amt eines Priesters oder eines Geistlichen gehört die überdurch- schnittliche Begabung eines aufgeschlossenen, vorurteilslosen Forschers, eines Naturwissenschaftlers und Arztes. Wie weit ist aber ein Atomphysiker von der wissenschaftlichen Erklärung Gottes entfernt? Er steht an der Schwelle der letzten Geheimnisse des Schöpfers , aber er wagt nicht den entscheidenden Schritt in dieses Mysterium zu tun.
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