An alle

- 8 - Vom menschlichen Denken Bei der Geburt des Menschen werden zwei Faktoren zu einer gemeinsamen Arbeit vereinigt. Es handelt sich um Körper und Geist . Die Seele wird in diesem Augenblick von der Erinnerung getrennt , sie verliert ihr bisheriges Bewußtsein und behält nur ihre intuitive Erfahrung , die fälschlich manchmal mit "Instinkt" bezeichnet wird. Der DiaMat behauptet , daß die Materie bzw. das Hirn denkt. Merkwürdigerweise verhält sich aber das Hirn des neugeborenen Menschen völlig passiv und ist nicht in der Lage über seine Existenz lange Betrachtungen anzustellen, weil die persönliche Erfahrung und Belehrung fehlen . Demnach ist das Denken nicht allein eine Bewegung die durch die Materie hervorgebracht wird, sondern eine Angele- genheit der Erfahrung . Mit wenigen Worten gesagt: • Der Mensch muß sich vom ersten Tage seines Erdenlebens selbst einen Seelenkosmos schaf- fen, der ihm auf einer geistigen, individuellen Frequenz zur Verfügung steht, alle seine Erfah- rungen und Empfindungen aufbewahrt und bei Bedarf sofort reflektiert. Hierbei handelt es sich allerdings um eine Widerspiegelung materieller Erfahrungen , die im Kosmos verewigt sind und in das Bewußtsein hinein reflektieren. Dieser Vorgang vollzieht sich folgendermaßen: • Das Kind macht seinen ersten Schrei. In diesem Augenblick gehört dieser Schrei zur persönli- chen Erfahrung und wird in den persönlichen Seelenkosmos, der eine Frequenz im Universum darstellt, von Dauer eingezeichnet. Diese Schwingungen setzen sich nicht im Hirn fest, sie zeichnen kein Engramm. Zwischen Hirn und Seele besteht aber eine so innige Korrespondenz, daß das Bewußtsein des Menschen, solange er physisch lebt, nicht auf die Assistenz des Hirns verzichten kann. • Das Hirn ist ein Relais, das dazu dient, geistige Impulse auszusenden, die den individuellen Seelenkosmos anpeilen, der sofort reflektiert und in das Bewußtsein des Menschen hinein- funkt. Dieser Vorgang ist perpetuell , denn er erhält die Kraft aus dem Kosmos. • Materie kann keine geistige Energie abgeben, sie kann nur geistige Befehle empfangen und sich intuitiv nach diesen Gesetzen richten. • Das Denken des Menschen ist kein Prozeß, der von innen nach außen dringt, sondern eine Kette von Bewegungen, die sich außerhalb der Materie vollziehen. Das Denken geschieht außerhalb des Hirns, so wie sich eine Radiosendung auch außerhalb des Apparates vollzieht. Die Anordnung der Gedanken- und Bewußtseinsschwingungen geschieht nicht chaotisch, sondern nach einer vollendeten Gesetzmäßigkeit. So werden z. B. akustische Schwingungen für sich geordnet, optische ebenfalls, schließlich die begrifflichen für sich. Der Vorgang sei an folgendem Beispiel erklärt: Nehmen wir das Wort "Baum": Im Seelenkosmos ordnet sich dieser Begriff nach einem planetarischen Gesetz so an, daß diese Schwingungen einen ganz bestimmten Platz und Abstand einnehmen. In unmittelbarer Nähe befinden sich sämtliche Begriffe, die etwas mit Holz zu tun haben, z. B. Bank, Stuhl, Strauch, Stengel, Stock usw. Sucht das Bewußtsein der Seele einen dieser Begriffe, so peilt es in die entsprechende Richtung, wo alle diese hölzernen Begriffe liegen, von wo sie augenblicklich reflektieren . Es handelt sich also nicht , wie der DiaMat behauptet, um eine "Widerspiegelung der Materie", sondern um eine Widerspiegelung geistiger Vorstellungen bzw. geistiger Engramme , die sich im Kosmos befinden und nicht im Hirn des Menschen. Die Organe sind Hilfsmittel des Geistes , solange der Geist auf die Materie angewiesen ist. Mit mathematischen Begriffen ist der Vorgang derselbe. Nehmen wir eine mehrstellige Zahl, zum Beispiel 5566: Diese Zahl ist im Kosmos sehr leicht anzupeilen , weil sie zwei Doppelbegriffe enthält. Das Bewußtsein findet sie deshalb auch doppelt so schnell auf. Auch in der Musik ist es nicht anders, daher sind Tonfolgen, die doppelt vorkommen oder einen Rhythmus bilden, viel leichter anzupeilen.

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