Aufruf aus dem Kosmos

- 15 - Es besteht nicht der geringste Grund dafür, das Dasein des Geistes als etwas Unnormales zu betrachten. Es gibt keinen Grund dafür, diese beiden Welten voneinander zu trennen , indem man das Leben in der Materie für normal hält und das Leben in geistigen Bereichen für außer- gewöhnlich, d. h. unnormal . Wenn jemand stirbt, so begibt er sich keinesfalls in ein geheim- nisvolles Dasein. Er führt sein Leben nur in einem anderen Bereich fort, das andere Möglich- keiten und auch andere Gesetze hat. Aber niemals ist das Leben jenseits des Grabes unbegreif- lich oder unnatürlich. Diese Ansicht wird durch die großen Religionen geradezu gezüchtet . Es ist schon seit Jahrtausenden bei euch der Fall bzw. an der Tagesordnung, daß die Priester - die doch auch nur Menschen sind - für ungewöhnlich und verehrungswürdig gehalten werden. Wir sind der Ansicht, daß kein Mensch im ganzen Universum berechtigt ist, in Stellvertretung GOTTES unnatürliche Verehrungsovationen in Anspruch zu nehmen. Das ist Blasphemie und zeugt von einer grenzenlosen Unwissenheit über die tatsächliche GRÖSSE des SCHÖPFERS. Nicht einmal CHRISTUS, der für euch Erdenmenschen die wirkliche Stellvertretung GOTTES innehat , wagte es, Verehrungsovationen in Anspruch zu nehmen, im Gegenteil - er nahm die Folter und den bitteren Tod auf sich. Ihr müßt einsehen, daß die Theologie große Fehler macht. Sie trägt die Schuld am Atheismus , aus dem der Kommunismus entstanden ist. Die Theologie verfälscht das Angesicht GOTTES und interessiert sich nicht weiter für das Leben nach dem Tode. Was gibt es da für einen Un- terschied zwischen einem Atheismus und einer Unwahrheit auf dem gleichen Gebiet? Der Atheismus lehnt die Existenz GOTTES und das Weiterleben im Jenseits konsequent ab. Die Theologie lehnt jede Verbindung mit den Bereichen des Jenseits ab. Die Theologie macht sich von GOTT und dem Weiterleben jenseits der Materie ein eigenes Bild , je nach menschlicher Auffassung und Phantasie, ohne die Meinung der im Jenseits lebenden Menschen anzuhören . Wo bleibt da die Logik? Ich will euch eine Parabel dazu erzählen: Nehmen wir an, daß eine Gruppe von mutigen Menschen eine Reise nach dem Mars unternimmt und dort gut ankommt, aber nicht mehr von dort nach der Erde zurück kann. Eine andere Gruppe von geltungsbedürftigen Menschen machten sich von den auf dem Mars lebenden Menschen allerlei phantastische Vorstellungen, z. B. ob sie noch am Leben sind, oder ob sie dort herzlich aufgenommen worden sind, kurzum, sie halten es für überflüssig, durch Spezialfunk mit ihnen Verbindung aufzunehmen, um sie selbst darüber zu befragen . In Wirklichkeit versuchen die auf dem Mars lebenden Menschen mit allen Mitteln eine Funkverbindung mit der Erde herzustellen, aber auf der Erde reagiert man nicht darauf, man ignoriert sie einfach, weil man glaubt , daß eine solche Verbindung nicht möglich sei. Aber die geltungsbedürftigen Erdenmenschen wollen der Erdenmenschheit etwas über den Mars berichten - und nun lassen sie ihrer Phantasie vollen Lauf. Sie erfinden die tollsten Dinge, die sie als "Wahrheit" ausgeben , und es gibt genug Leute, die ihnen bedin- gungslos alles glauben , während andere den Schwindel erkennen und sich von der ganzen Angelegenheit angewidert abwenden . So, meine lieben Freunde, sieht es mit den göttlichen Spekulationen bei euch aus. Eure Theologie verlangt vom Menschen einen bedingungslosen Glauben an das, was vorge- setzt wird . Jede Kritik ist Ketzerei , und jede Logik ist verboten . An der "Gotteslehre" darf nicht gezweifelt werden, sie genießt die größte Immunität, die es je gegeben hat. … Wir sind der Meinung, daß es nicht darauf ankommt, an göttliche Wunder zu glauben, sondern, daß es weit wichtiger ist, jede Existenz im ganzen Universum, selbst die kleinste unsichtbare Strahlung oder Schwingung als absolute, natürliche Selbstverständlichkeit zu akzeptieren. Alles, was in die Existenz gerufen ist, bleibt eine Selbstverständlichkeit, wobei nur zu beachten ist, daß kei- ne Entgleisungen vorkommen, die der Aufwärtsentwicklung des Weltenplanes schaden. • Wenn ein Mensch das innere Bedürfnis hat , zu GOTT zu beten , so braucht er sich des- sen nicht zu schämen, denn es ist durchaus natürlich. Aber er braucht sich deshalb nicht

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