Aufruf aus dem Kosmos
- 16 - albern und irrsinnig zu benehmen, im Glauben, daß er damit einen besseren Eindruck auf die geistige Welt macht. Wieder eine Parabel dazu: Ein Arbeiter befindet sich in finanziellen Schwierigkeiten. Er möchte zum Fabrikbesitzer, um ihn um eine Geldzulage zu bitten. Aber er wird gar nicht so- weit vorgelassen, weil der Fabrikbesitzer seine Angestellten hat, die ihn vertreten. - Auch GOTT läßt sich vertreten! - Endlich gelingt es dem Arbeiter, seinen Abteilungsleiter zu spre- chen. Nun wirft er sich vor diesem auf den Boden, ringt die Hände und jammert in allen Ton- arten, während der Text, den er stammelt, für solche Fälle schon hundertmal auswendig ge- lernt wurde. Der Abteilungsleiter glaubt, es mit einem Verrückten zu tun zu haben, und er ent- läßt ihn aus der Fabrik, damit nicht noch andere davon angesteckt werden. CHRISTUS sprach in Gleichnissen. Ich sehe mich veranlaßt, das gleiche zu tun, weil ich erfahren habe, daß ihr außerordentlich schwer von Begriff seid. Jetzt komme ich zum "Jenseits". Das Wort hat es in sich! Was darüber schon gelacht und gespottet worden ist, wird jeder von euch selbst bestätigen können. Warum eigentlich? - Was hat euch das Jenseits getan? Was heißt das eigentlich: "Das Jenseits?" Ich gebrauche das Wort "Jenseits", weil es in eurem Sprachgebrauch üblich ist. In Wirklich- keit akzeptiere ich diesen Ausdruck nicht , weil er für den tatsächlichen Begriff nicht paßt . Das Wort "Jenseits" trennt eure Welt von der Welt des Geistes! Ihr vergeßt dabei, daß die Welt des Geistes tief in eure Welt hineinragt , so daß von einer absoluten Trennung gar nicht die Rede sein kann. Es gibt keinen in der Materie lebenden Menschen, der nicht Tag und Nacht geistig mit der Welt des Geistes verbunden ist. • Jeder menschliche Gedanke ist ein Prozeß, der sich bereits im sogenannten Jenseits vollzieht. • Jedes körperliche Gefühl und jeder Bewußtseinsvorgang ist mit der Welt des Geistes verbunden , so, wie die Elektrizität im Weltall vorhanden ist und trotzdem durch Draht und Maschinen geleitet werden kann. • Auch das Jenseits gehört zum Diesseits , mit dem es eine große universelle Einheit dar- stellt. Diese Einheit weist nur zwei verschiedene Merkmale auf, nämlich den Geist im Astralkörper und den Geist im Materiekörper . Der Geist wechselt von einem Körper in den anderen; es sind Wechselbeziehungen, die keinesfalls einen Begriff, wie das Wort "Jenseits" ihn darstellt, rechtfertigen. Kein Wunder, daß der Mensch unwillkürlich davor zurückschreckt, wenn er durch diesen Begriff "Jenseits" auf den Gedanken gebracht wird, daß sein Geist einer völlig von ihm getrennten Welt gegenübersteht. Ihr müßt wissen, daß das Geistige Reich ein Teil eurer Welt ist , daß es mit zum menschlichen Leben gehört. Das Leben könnt ihr nicht auslöschen . Es ist eine KRAFT GOTTES. Aber ihr könnt das Leben vom materiellen Körper trennen , sofern ihr den Körper für den Geist, der das Leben ist, unbenutzbar macht. Aber das ist eine Sünde! Darum heißt es in eurer Heiligen Schrift: • "Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden." Das heißt, ihr sollt nicht durch mutwilliges Töten, den Geist vom Körper scheiden. Unsinni- gerweise haben die Priester diese Bibelstelle - wie viele andere - nach ihrer Auffassung ausge- legt, denn: GOTT fügt keine Ehen zusammen! Die Menschen suchen sich ihre Lebensgefährten selbst! Was geschieht also, wenn der Mensch geboren wird? Darüber schweigt die Theologie…
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