Aufruf aus dem Kosmos

- 19 - Eine Grabrede (Aus einer Rede von ASHTAR SHERAN, Weltenlehrer der Santiner.) Wenn ein Erdenmensch stirbt, so ist das für euch ein trauriges, ja schauriges Ereignis. Der Pfarrer hält eine Grabrede, und die Hinterbliebenen des Verstorbenen stehen weiter v or einem Mysterium, weiter vor einer schrecklichen Ungewißheit und haben keine Ahnung, was eigentlich wirklich geschehen ist. Aus diesem Grunde fühle ich mich veranlaßt, auch einmal eine Grabrede zu halten, obgleich ich kein Pfarrer bin. Aber so sollte wenigstens eine Grabrede für die Hinterbliebenen sein, wenn sie der Wahr- heit Ehre machen soll: Liebe Brüder und Schwestern, ich muß euch so anreden, weil der (irdische) Mensch aus der großen Familie der Menschheit stammt, die im ganzen göttlichen Universum lebt und deren Angehörige in vielen Häusern ihre Wohnung haben. Wir stehen vor dem Sarg eines Menschen und ich frage euch: "Was ist geschehen?" Es ist etwas geschehen, was jedem Menschen, ohne Ausnahme, geschehen wird und seit Äonen von Jahren immer wieder geschehen ist. Es ist also ein völlig natürlicher Vorgang, der nichts mit einem Mysterium zu tun hat. Warum dann so erschrocken, wenn es sich um einen derartig natürlichen Vor- gang handelt? Kein Mensch, kein Wissenschaftler ist imstande, diesen Prozeß zu verhindern. Wenn der Körper seine Funktionen nicht mehr ausführen kann, ist das Werkzeug für die Seele un- brauchbar . Aber es gibt Philosophen und Besserwisser, die da behaupten: daß das Be- wußtsein an die Materie gebunden ist. Wo haben diese Denker dieses Wissen her? Doch nur aus der Vermutung , weil das Bewußtsein sich nicht mehr äußern kann. Wer kann je- doch durch eine Trompete blasen, wenn sie kaputt ist? Wer will deshalb behaupten, daß der Trompeter nicht mehr existiert? Natürlich braucht der Trompeter ein anderes Instru- ment, wenn er Töne von sich geben will - und es kann sogar ein ähnliches Instrument sein. Einmal wird er wieder eine Trompete in die Hand bekommen, und er wird dann die- ses Instrument vielleicht noch besser spielen können oder es wiederum vernachlässigen. In jedem Falle ist der Tod ein natürliches Ereignis, selbst wenn es sich um einen Unfall oder um den Ausgang einer Krankheit handelt. • Der Mensch wird nicht von GOTT abgerufen, sondern die Uhr, d. h. die Zeit ist abgelaufen, weil der Körper nicht mehr funktionsfähig ist. Die Theologen haben sich allerlei ausgedacht und es der Nachwelt überliefert. Aber diese Überlegungen stimmen nicht , sie sind frei erfunden . Man muß auch beim Tode die Theo- rie von der Praxis unterscheiden. Die Praxis ist weit von der Theorie entfernt! • Wer hat schon je bewiesen , daß das Bewußtsein zur Materie gehört bzw. daß die Materie das Bewußtsein hervorbringt? • Wer will behaupten, daß die Gedanken etwas Sichtbares und Greifbares darstellen, weil ihr eine Schallplatte oder ein Tonband habt? • Wo sind die Molekel oder Elektronen, die das Denken ausmachen? Der Gedanke, der zum Bewußtsein gehört, ist ein fertiges Produkt von Mikrovibrationen , die zum Bewußtsein gehören und durch ein funktionsfähiges Nervensystem geleitet wer- den können. Was nützt es einem Menschen, wenn er durch eine Querschnittslähmung an beiden Beinen gelähmt ist - er kann hundertmal den festen Gedanken in seinem Bewußt- sein hervorbringen, das eine oder andere Bein zu heben, es wird ihm nicht gelingen. Doch wenn er seine Beine nicht mehr bewegen kann, wer will darum behaupten, daß dieser Wunsch, dieser Gedanke, dieser Befehl an die Muskeln und Nerven seiner Beine deshalb überhaupt nicht vorhanden ist? Nun, ich will euch sagen, daß das Bewußtsein ganz vom Körper getrennt sein kann. Es hat seine Existenz auch ohne die Reaktion eines Körpers!

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