Aufruf aus dem Kosmos
- 39 - die Schüler und Studenten sind der Ansicht, daß ihnen höchste Wahrheit geboten wird. Sobald sich aber der Stoff mit übersinnlichen oder ausserirdischen Phänomenen befaßt, wird er als abergläubi- scher Unsinn mit spöttischem Lächeln abgelehnt, womit man seine "geistige Überlegenheit" zum Ausdruck bringen will, die in Wirklichkeit leider nur auf fahrlässiger Unkenntnis und gefährlicher Dummheit beruht. Unsere Meinung betrifft nicht die Bevölkerung eines einzelnen Landes, sondern es ist eine neutrale Beobachtung aus außerirdischer Perspektive, welche die ganze Menschheit der Erde betrifft. Diese Erdbevölkerung ist zu einer selbständigen Meinungsbildung nicht fähig . Weil man das weiß , wird die öffentliche Meinung suggestiv erzeugt . Man nennt das bei euch eine "psychologische Propaganda". Aus diesem Grunde ist es möglich, daß die größten Irrtümer und sogar die gefährlichsten Laster in ein Licht gerückt werden, durch welches man die Menschheit verführt und blendet. Wir haben diese Beeinflussung beim Tabak , beim Alkohol , bei der Mode sowie bei der Kunst und noch auf vielen anderen Gebieten. Da ich schon öfters darüber gesprochen habe, will ich mich nicht wiederholen. Zur Kunst möchte ich noch etwas erwähnen: Ich weiß jedoch, daß man meine Ansicht bzw. die An- sicht meiner Mitmenschen, d. h. jener Menschheit, der ich angehöre , nicht akzeptieren wird. Trotzdem ist sie eine unumstößliche Wahrheit, die eben deshalb gesagt werden muß, und zwar sehr eindringlich. Die Staatsführungen stehen auf dem Standpunkt, daß die Jugend studieren muß . Dabei geht man von der Voraussetzung aus, daß es gut ist, wenn die Regierung die Jugend auf ihrer Seite hat. Die Studen- ten sind leicht beeinflußbar, sie sind leicht erregbar und für jeden Krawall zu haben. Die Studenten bilden deshalb eine Elitegarde, die man für die gewünschte politische Richtung braucht. Das denken der Studenten wird planmäßig gesteuert. Dabei glauben die Studenten, daß sie ihre eigene Meinung vertreten, was überhaupt nicht stimmt, da man sie beeinflußt. Die Studenten sollen als eine politische Jugendgarde alle Maßnahmen der Regierung gutheißen. Wenn jedoch ein Gegner auftritt, so hetzt man diese Garde auf die Straße, um zu protestieren. Für diesen Liebesdienst an der Staatsführung erhalten die Studenten ihr Stipendium, ganz gleich, ob sie tatsächlich besonders begabt sind oder nicht. Da man sich diese politische Demonstration erhalten will, schmeichelt man der unfähigen Jugend und nimmt ihnen den größten Unfug und die größten Geschmacklosigkeiten ab. Wir beobachten daher, welche unfaßbare Frechheit die Jugend an den Tag legt. In den Hörsälen der Kunstakademien stinkt es infolge der körperlichen Unsauberkeit. Die Gesichter zeigen verwahrloste Bärte , die eine Berufswürde vor- täuschen sollen. Ihre Künste und Talente schreien zum Himmel. Wenn wir auf eurem Lebensniveau stehen würden, so kann ich euch mit Bestimmtheit sagen, daß wir an Stelle der Stipendien die Prügelstrafe für diese Entgleisungen einführen würden. Ich will nur ein Beispiel herausgreifen: Wie steht es bei euch mit der Gestaltungskunst? Die Malerei bringt Bilder zustande, die einen absoluten schizophrenen Charakter haben und als "Meisterwerke großer Talente" angepriesen werden. Was noch schlimmer ist, die Menschheit dieser außergewöhnlich schönen Terra nimmt diese Schizophrenie widerspruchslos hin. Ja, habt ihr denn alle tatsächlich keinen Verstand mehr in eurem Bewußtsein? Da will man der Öffent- lichkeit weismachen, daß es darauf ankommt, was sich der Künstler dabei vorgestellt hat. Ja, was glaubt ihr denn, was sich so ein unfähiger Idiot, so ein verabscheuungswürdiger Faulpelz und Farben- schmierer schon vorstellen kann? … Ich will mich nicht auf euer Niveau begeben, darum will ich mich mäßigen, obwohl es mich eine Überwindung kostet. Aber ich will euch sagen, was wir von der Kunst für eine Auffassung haben. Aber ich gebe auch zu, daß man zu den pharaonischen Zeiten bei euch eine bessere Kunstauffassung gehabt hat, die wir bewundert haben. Die Kunst ist ein Ausdrucksmittel, das da in Kraft tritt, wo die sprachliche Verständigung nicht mehr ausreicht. Der Künstler, der die Schönheit und Harmonie der göttlichen Schöpfung zu beobachten hat, soll diese erhabenen Eindrücke noch stärker verdeutlichen und seinen Mitmenschen im richtigen Licht zeigen. Er fixiert deshalb Formen und Farben, die er in richtiger, harmonischer Zusammenstellung zu Bildern und Formen gestaltet, die mit der göttlichen Schöpfung in Konkurrenz treten können. Glaubt ihr, daß euer Kunstgeschmiere mit der erhabenen Schönheit der Schöpfung in Konkurrenz treten kann? Wer das glaubt, soll sich in einer geschlossenen Anstalt unterbringen lassen.
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