Boten der Zukunft

- 19 - einen völligen Unsinn darstellen. Diesen Fall haben wir in Indien , wo man die Kühe für "heilig" er- klärt hat. Der Eigensinn treibt den Mob auf die Barrikaden. Aus Eigensinn wird am Unrecht festgehal- ten, auch wenn das Unrecht als solches klar erkannt worden ist . Das sind keine Zustände, die etwa nur einer Neuzeit angehören. Sie sind uralt. Sie haben sich im Laufe der Jahre nur verstärkt. • Ein Santiner , das heißt einer von uns, kann diese Zustände besser übersehen als ein Erden- mensch. Wir stellen sofort diese negativen Charakterzüge fest, weil wir derartige Eigenschaf- ten bei uns nicht kennen. Ich weiß mit Bestimmtheit, daß man meinen Worten höherenorts keine Bedeutung beimessen wird, weil man aus dem Eigensinn heraus sich überhaupt nicht mit außerirdischen Offenbarungen beschäfti- gen will . Aus diesem Grunde denkt keine Kirche daran, den Bibeltext zu korrigieren ; denn der Eigen- sinn der Bibelschreiber hat schon vorgesorgt, daß so etwas nicht passiert. Die Bibel ist auf der letzten Seite durch unlogische Drohungen versiegelt. Offenbarung 22, Vers 18 + 19 : "... Wenn jemand etwas dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und wenn jemand etwas davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun seinen Anteil vom Baum des Lebens und von der heiligen Stadt, davon in diesem Buch geschrieben steht." Die Menschheit braucht sinnvolle Erziehung. Mit euren bisherigen Mitteln ist das undurchführbar. Wenn ein Mensch in allzugroßer Freiheit aufwächst, hat er keine Schranken , welche den mitgebrach- ten Eigensinn aus früheren Leben beseitigt. Die Psychologie stimmt nicht! Sie nimmt irrtümlich an, daß ein Kind seinen freien Willen entwickeln muß . Doch dieser freie Wille entwickelt vorzugsweise die niederen und negativen Eigenschaften, wäh- rend das Gute durch einen Atheismus gebremst wird , den die falschen Deutungen der Religionen ver- schuldet haben. Kinder müssen in ihrer Entwicklung überwacht werden. Das kann nicht durch zügel- lose Freiheit geschehen. Die Züchtigung ist deshalb kein Fehler, aber sie darf nicht in Körperschädi- gung ausarten! Damit will ich betonen, daß der Eigensinn gezüchtigt werden muß . Das steht außerhalb politischer Ansichten. Ich habe überhaupt festgestellt, daß man viele Dinge mit der politischen Weltanschauung verknüpft, die damit überhaupt nichts zu tun haben. Die Erziehung des Menschen hat nichts mit der Politik zu tun. Der Pädagoge ist kein Politiker und darf es auch nicht sein. Er sollte überhaupt keiner Partei an- gehören und auch nicht zur Wahl schreiten. Die Erziehung des Menschen hat weder mit dem Kommu- nismus, noch mit der Demokratie etwas zu tun. Die politische Erziehung kann erst in einem reifen Alter beginnen, aber erst dann, wenn der Eigensinn bekämpft worden ist; denn mit dem Eigensinn ist keine Anpassungsfähigkeit zu erreichen. Der Geschichtsunterricht ist eine ebenso gefährliche Sache; denn die Geschichte der Menschheit bietet keine Vorbilder positiver Art , weil das, was als Positiv beschönigt wird , richtig gesehen, sehr negativ ist. Wie soll ein unerfahrener Mensch, der noch lernen muß, herausfinden, was Positiv oder Negativ ist? Dieses Urteil ist zuviel verlangt. Wenn man ihm sagt, daß es in der Kriegsführung Helden gegeben hat, so wird er nicht widersprechen. Man würde den Widerspruch auch nicht dulden. Eure Geschichts- bücher triefen nur von Heldentaten und edler Großmut, Kampflust und Unerschrockenheit und sie alle singen das hohe Lied vom edlen Mann. Aber es wurde getötet , gemordet , gebrandschatzt , vergewal- tigt , verhöhnt , gefoltert und erpreßt . Das alles wird in andere Worte umgemünzt , damit das Edle und Herrliche zutage kommt, damit man die Jugend begeistert. Zu diesen Tatsachen haben unsere Vorfahren schon Stellung genommen, obgleich damals alles Nega- tive dieser Art noch im Anfang war. Ihr könnt es in der Bibel nachlesen. Es heißt darin: "Gott gibt dem Propheten einen Brief zu essen." Hier habt Ihr einen solchen Brief! Ihr sollt den Inhalt zur Kenntnis nehmen und ihn innerlich verarbeiten .

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