Ewige Wahrheit
- 32 - A. S.: Um diese Entwicklung zu erreichen, muß der Mensch schon auf Erden sehr viel Geduld ha- ben. Er muß unter allen Umständen tolerant sein . Doch die Geduld ist von größter Wichtig- keit; denn ihr ahnt nicht, was Ungeduld alles anrichten kann. Kaum ein Mensch besitzt die notwendige Geduld. Mit Ungeduld öffnet der Mensch alle Türen für das Negative. Ich weiß, ihr versteht mich noch nicht ganz, aber es lohnt sich , darüber nachzudenken, glaubt mir. Frage: Was ist die größte Klippe, an der die Menschen scheitern, wenn sie in das Geistige Reich kommen? A. S.: Es ist die Unzufriedenheit. Nicht nur das, die meisten Menschen haben eine vollkommen falsche Vorstellung vom Jenseits und der sogenannten Ewigkeit. Viele glauben, daß sie sofort eine Harfe bekommen müssen, um Englein spielen zu können. Frage: Kannst du uns die besten Voraussetzungen nennen, die den Menschen auf jeden Fall weiter- führen, d. h. wie müssen wir sein? A. S.: Ihr müßt aufgeschlossen und bereit sein , um auch das mitunter Unverständliche sofort in euch aufnehmen zu können. Dazu soll der Mensch von dem guten Willen geleitet werden mitzuwir- ken , den PLAN GOTTES zu verwirklichen. Doch wenn ein Mensch durch den Tod in die geistige Dimension kommt, so muß er so aufgeschlossen sein, daß er sofort mit der neuen Situation fertig wird. Er darf nicht den Fehler machen, dauernd Vergleiche mit seinem fleisch- lichen Leben anzustellen. Frage: Sind die auf Sinai verkündeten "Zehn Gebote" für uns in ihrer Form noch heute verbindlich? A. S.: Die "Zehn Gebote" sind aus dem göttlichen Reich zu euch gebracht worden. Sie sind aller- dings durch Menschengeist und Menschenhand verändert worden . Man kann daher viel an diesen Geboten herumfeilen. Doch im Wesentlichen sind sie auch in dieser Form noch zu ak- zeptieren . Das Bedauerliche dabei ist nur, daß die Mehrheit der Erdenmenschheit nicht an die göttliche Überbringung dieser Gebote glaubt. Man beruft sich auf die göttliche Inspiration, aber dabei sagt man sich sofort: Diese Gebote sind im Hirn eines oder mehrerer Menschen entstanden, die sich auf eine göttliche Eingebung berufen haben. Dadurch verlieren diese Ge- bote an ihrem ursprünglichen Wert. Doch ich habe euch bereits gesagt, daß diese Gebote von den Santinern mittels eines großen Weltraumstrahlschiffes zu euch gebracht worden sind. Frage: Haben die Kirchen auf die moralische und sittliche Erziehung überhaupt noch Einfluß? A. S.: Bevor wir uns zu dieser Mission der Aufklärung entschlossen hatten, haben wir das Leben auf der Terra eingehend studiert . Wir haben festgestellt, daß die Menschen vergangener Generati- onen durch die Kirchen stärker beeinflußt werden konnten, als es heute der Fall ist. Doch die Menschen der Vergangenheit gehorchten der Kirche mehr sklavisch als durch innere Erleuch- tung. Daher war alles mehr äußerlich als innerlich. Allerdings fürchteten sich die Menschen sehr vor einer göttlichen Bestrafung. Sie hatten große Angst vor einem höheren Gericht - und nicht weniger Angst vor dem Teufel und seiner Hölle. Heute ist das ganz anders. Der kulturelle Fortschritt, besonders auf wissenschaftlicher und technischer Basis, veranlaßt den Menschen zu einem anderen Denken. Wissenschaft und Technik geben dem Menschen sehr viele Vergleichsmöglichkeiten in die Hand. Durch diese Vergleiche wird der Kirchenglaube unlogisch - und das zum Teil nicht zu Unrecht. Der Kul- turmensch bemüht sich jedoch, vom Unlogischen abzurücken. Infolgedessen rückt er von je- dem Kirchenglauben ab. Viele Menschen, welche heute noch andächtig zur Kirche gehen, ma- chen von der vergleichenden Logik keinen Gebrauch. Sie sind folgsame Menschen, die auch den größten Unsinn akzeptieren würden, wenn die Kirche behaupten würde, daß dieser Unsinn von GOTT stammt und die reine Wahrheit darstellt. Die Logiker eurer Zeit wissen intuitiv , daß
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