Giganten im All - Teil 1
- 26 - "Die Frage ist schwer zu beantworten", antwortete Martin. "Es gibt durchaus fromme Menschen auf Erden, die an einen GOTT glauben." "Ist dieser Glaube gesichert, das heißt wissenschaftlich, mathematisch oder auf eine andere Art bewiesen, oder ist es nur ein blinder Gehorsam, der gefordert wird, ohne logisch darüber nach- zudenken?" "Ich glaube, daß es in den meisten Fällen nur ein Gehorsam ist, eine Furcht vor etwas Ungewissem", gestand Martin zu. "Das glauben wir auch. Aus diesem Grunde haben wir versucht, den Glauben zu sichern. Wir sind mit einem Raumschiff von etwa der halben Größe wie dieses hier, auf dem Dschebel Musa, d. h. auf dem Berge Sinai gelandet und haben den damaligen Führer der Juden zu uns ins Raumschiff geladen. Moses hatte keine Ahnung von einer Raumschiffreise. Er wußte nichts von der Beschaffenheit der Sterne, schon gar nichts von außerirdischem Leben. Für ihn waren wir Götter. Der Kommandant war Jehova, der Gott der Juden und alle Offiziere waren seine Engel, die zur Hierarchie GOTTES gehörten. Sie, Herr Berger, sind jetzt in der gleichen Lage, wie sie Moses erlebt hatte, und tragen auch die gleiche Verantwortung. Es gibt nur einen Unterschied, nämlich den, daß Sie etwas über die Raumfahrt wissen, daß Sie Kenntnisse von der Astronomie haben und ein Leben auf anderen Sternen für nicht ganz unmöglich halten. Sie glauben nicht, daß Sie zurzeit im Palast Jehovas sind, sondern Sie wissen, daß Sie sich in einem außerirdischen Raumschiff befinden. Ist es so, Herr Berger?" "Allerdings. Ich kann mir gut vorstellen, daß Moses gedacht haben muß, daß er sich in der Wohnung GOTTES befinden würde. Außerdem reiste das Schiff wie dieses durch das All und Moses konnte die Erde aus großer Höhe betrachten. Für ihn konnte es daher keinen Zweifel geben, daß GOTT ihn zu sich eingeladen hatte. Er war im vollen Bewußtsein, ein von GOTT Auserwählter zu sein." "So ist es gewesen. Sie haben es richtig erfaßt, Herr Berger. Ich sehe, wir kommen gut voran. Größere Gedankenanstrengungen verlangen wir nicht von Ihnen. Uns genügt eine gute Auffas- sungsgabe ohne Vorurteile." "Ich werde mich bemühen, Ihnen zu folgen, Herr Kommandant", sagte Martin etwas erleichtert. ASHTAR SHERAN wandte sich an einen Außerirdischen, der eine sehr schöne Uniform trug: "Ich übergebe das Wort an SO SHIIN. Er wird Ihnen, Herr Berger, erklären, was sich am Berge Sinai zugetragen hat. Er wird aber auch die Bibel heranziehen, um zu beweisen, wie der Irrtum auf der Erde regiert und seit Jahrtausenden die Menschheit negativ beeinflußt. Diese Beeinflus- sung durch unverstandene Berichte dieser Art hat sich katastrophal auf die Verhaltensweise der Völker ausgewirkt, so daß die Politik in völlig falsche Bahnen gelenkt worden ist, wie es der politische Atheismus beweist." SO SHIIN grüßte und ergriff das Wort: "Moses Begegnung mit einem unserer Raumschiffe hat mehr Bedeutung, als man annimmt. Die- se Begegnung und andere Kontakte sind als religiöse Wunder aufgezeichnet und überliefert worden. Ich werde ausführlich berichten." ASHTAR SHERAN nickte zustimmend und sagte: "SO SHIIN, lassen Sie sich ruhig Zeit. Es ist wichtig, daß Herr Berger die volle Wahrheit erfährt, damit er später darüber berichten kann. Sie dürfen sich Notizen machen, Herr Berger.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3