Giganten im All - Teil 2

- 11 - "In Peru, etwa in der Nähe von Pisco und Nazca, hat man riesige Landmarkierungen entdeckt, die merkwürdige Bilder zeigen, die man nur aus großer Höhe erkennen kann. Haben diese, in die Erde eingravierten Zeichnungen, etwas mit außerirdischer Raumfahrt zu tun?" fragte Martin. "Zu der Zeit, als diese Bilder entstanden, herrschte ein sehr lebhafter Raumflugverkehr. Da man uns als Götter anbetete, d. h. als überirdische Wesen, haben irdische Priester diese Markierun- gen veranlaßt, um uns ihr Interesse zu bekunden. Als Landemarkierungen erfüllten sie keines- wegs ihren Zweck." "Man hat damals enorme Tempelbauten erstellt. Die dazu benötigten Steine sind so präzise bearbeitet worden, daß sie linear aufeinander passen. Solch eine Arbeit, noch dazu mit der Hand ausgeführt, ist selbst für heutige irdische Verhältnisse undenkbar. Wie wurde das damals bewerkstelligt?" "Durch Gravitationsveränderung wurden viele Steine so porös, daß sie gar nicht behauen wer- den mußten. Man konnte sie sehr leicht schleifen und in Form bringen", erklärte O SHUR. "Aber wie wurden sie aufeinandergesetzt?", wollte Martin wissen. "Wenn menschliche Kraft dazu nicht ausreichte, benutzte man ein Mantram. Die Steine waren verhältnismäßig leicht zu transportieren. Um sie aber genau aufeinander zu schichten, bildeten etwa 100 Menschen einen Mantram-Kreis um den Stein herum. Unter der Anleitung eines Pries- ters sangen die Menschen ganz bestimmte Tonfolgen. Auf diese Weise nahmen sie den Steinen die letzte Schwere. Sie wurden dann von Hand dirigiert und genau eingegliedert", erklärte der Außerirdische. "Was weiß man heute auf der Erde von einem Mantram?", fragte Martin. "Das wird kaum einer begreifen, wenn ich darüber berichten soll." O SHUR winkte ab: "Das ist leicht erklärbar. Wenn heute auf der Terra Thunfische gefangen werden, so sind die Netze unglaublich schwer. Um sich diese Schwerarbeit zu erleichtern, sin- gen die Fischer in einem gemeinsamen Rhythmus gewisse Töne, die sehr eintönig klingen. Das ist ein Überbleibsel eines Mantram, denn die Netze werden tatsächlich etwas leichter. Leider hat der technische Fortschritt auf der Terra das Mantram vergessen lassen." "Ich erinnere mich, daß ich in Moskau eine Ikone sah, die einen Piloten zeigte, der auf einem Flugkör- per sitzt. Dieser Pilot trug einen achtzackigen Stern, mit einem Punkt in dessen Mitte. Glauben Sie, daß diese Ikone auf einen außerirdischen Besuch hinweist?" "O ja, gewiß", lächelte O SHUR, "da gibt es für mich gar keinen Zweifel, denn dies ist nämlich unser Emblem." Martin wurde immer aufgeregter: "Ich hörte, daß in Costa Rica steinerne Kugeln von ziemlicher Grö- ße liegen sollen. Bisher ist es nicht gelungen, diese Kugeln zu enträtseln. Wozu wurden sie angefer- tigt? Hat auch das etwas mit Raumfahrt zu tun?" "Mein lieber Erdenbruder", sagte O SHUR. "Ich sehe, wie sehr Sie sich anstrengen, den Ge- heimnissen der Terra auf die Spur zu kommen. Ich kann mir davon ungefähr ein Bild machen, warum die Kugeln angefertigt wurden. Unsere Vorfahren, die diese Gebiete besuchten, hatten selbstverständlich erzählt, daß das ungeheuer große Universum aus runden Sternen, also aus Kugeln besteht. Auch die Terra ist ja eine solche Kugel. Diese Erkenntnisse aus der Astronomie waren hauptsächlich für die damaligen Priester bestimmt. In ihrer primitiven Verehrung des Unendlichen haben sie dann die Kugeln anfertigen lassen, um das Universum zu symbolisieren. Später haben sie ihr Vorhaben aufgegeben und die Kugeln wurden nicht mehr so verwendet, wie es ursprünglich geplant war."

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