Giganten im All - Teil 2
- 12 - "Es gibt eine Anzahl von eigenartigen Felszeichnungen, die Wesen zeigen, die Helme tragen. Weisen diese Bilder auf Raumfahrer hin?" "Nicht alle, mein Freund", sagte O SHUR. "Aber es gibt einige darunter, die tatsächlich auf solche Besuche hinweisen. Auch wenn man uns zu allen Zeiten für Götter hielt und unsere Exis- tenz in Stein gehauen hat, so möchte ich heute sagen: Wir Götter kommen so lange zur Terra zurück, bis sich das geistige Niveau der Erdenmenschheit gebessert hat. Denn Götter sind helfende Freunde und keine Feinde! Vermitteln Sie das bitte Ihren Brüdern und Schwestern auf der Erde." "Ich bedanke mich für diese Auskünfte, die für mich sehr überzeugend waren. Doch es wird sehr schwer, die Menschen von der Wahrheit zu überzeugen", sagte Martin, mit einem tiefen Seufzer. "Ich nehme an, daß die Santiner schon seit Jahrtausenden bemüht sind, die Kulturen der Erde im göttlichen Sinne zu gestalten. Trotzdem scheint der außerirdische Einfluß nur gering zu sein, jedenfalls sind die Anstrengungen weit größer als der Erfolg." "Das stimmt", sagte O SHUR. "Doch es kommt gar nicht so sehr darauf an, ob wir die Kultur beeinflussen. Wichtig sind derzeit unsere Botschaften, d. h. unsere Kontaktgespräche, die wir mit einigen Erdenmenschen führen. Auf alle Fälle sind wir stets gute Berater. Aber leider gibt es Strömungen auf der Erde, die unsere gutgemeinten Ratschläge kategorisch zurückweisen. Immer wieder haben wir die Erdenmenschheit gewarnt, doch leider vergeblich. Wenn es Ihnen, Herr Berger, gelingt, die Erdenmenschheit davon zu überzeugen, daß wir uns tatsächlich um die Zukunft der Terra bemühen, so wird man einmal dazu kommen, auch unsere wichtigen Bot- schaften ernst zu nehmen. Leider verkauft sich auf der Terra die Lüge am besten. Heute ist es so, daß sehr viele Menschen nach der Wahrheit suchen, d. h. sie suchen GOTT, weil GOTT die reine Wahrheit und das Leben ist. Aber man will diesen Suchern einreden, daß sie vergeblich suchen, denn der Atheismus behauptet, daß es keine Wahrheit gibt. Was glauben Sie, Herr Berger, was in der Welt geschehen würde, wenn die Massen hinter die Wahrheit kämen? Doch das will man selbstverständlich verhindern, weil es viele Machthaber in die Grube brin- gen würde. "Unsere irdischen Raumfahrer tragen Raumfahrtschutzanzüge und entsprechende Apparaturen und Helme", sagte Martin. "Haben Ihre Vorfahren ähnliche Schutzanzüge benutzt?" "Anfangs schon", sagte O SHUR. "Aber später hat man herausgefunden, daß Schutzanzüge bei unserer feinstofflichen Physiologie nicht unbedingt nötig sind. Nur zum Schutze auf der ver- seuchten Terra sind sie noch wichtig. Dort wimmelt es von mikrobiologischen Lebewesen." Martin war in seinem Wissen weit vorangekommen. Doch SHINUN warnte ihn vor allzugroßem Optimismus, weil Wissen nicht mit Erfahrung gleichzusetzen sei. Erst beides zusammen ergänzt sich zur Weisheit, wie SHINUN zu bedenken gab. Intelligenz ist eine Gabe, um das Wissen und die Erfah- rung richtig einordnen zu können, ähnlich wie ein Computer seine Daten zur Verfügung hat. An dieser Stelle versagen jedoch die meisten Erdenmenschen. Martin hatte längst begriffen, daß er viele seiner Ansichten revidieren mußte, weil sie nicht stimmten. "Falsch programmiert", würde ein Computerfachmann sagen. Das war überhaupt das Problem der gesamten Menschheit. Wie soll ein Computer richtige Resultate zeigen, wenn seine Programmierung nicht stimmt? Hinzu kommt noch etwas anderes: Die meisten Menschen sind Opfer einer gefährlichen Interessenverschiebung. "Wie kommt es eigentlich, daß auf der Erde ein so geringes Interesse an höhe- ren Dingen und Wahrheiten besteht?", fragte Martin: "Genau das ist es, was einer Läuterung im Wege steht", antwortet O SHUR lebhaft. "Die Tech- nik vereinfacht zwar vieles, doch der Erdenmensch wird dadurch gedankenträge. Er bemüht sich nicht mehr um wichtige Erkenntnisse des Lebens. Das Fernsehen oder der Film nehmen ihm sogar das Lesen ab. Von seiner Freizeit macht der Mensch falschen Gebrauch. Auch der
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