Giganten im All - Teil 2

- 24 - Auch Leonardo da Vinci ist ein gutes Beispiel für eine jenseitige Hilfe. Er schrieb in Spiegel- schrift, obgleich es gar keine Veranlassung dazu gab. Oder denken Sie an Sokrates, der einen Dauerkontakt zu einem genialen Geist besaß, der ihn belehrte. Was glauben Sie, Herr Berger, auf welche Weise der berühmte Romanschriftsteller Karl May seine Kenntnisse erhielt? Er selbst war nie bei den Indianern. Nun, er wurde von einem jenseitigen Indianer inspiriert, der ihm seine Erlebnisse zusprach, die Karl May später in seinen Büchern verarbeitete." "Woher wollen Sie das alles wissen?" fragte Martin. "Es hört sich an, als ob Sie selbst auf Erden gelebt hätten." "Wenn man sich seit Tausenden von Jahren für die Terra so stark interessiert wie wir, dann erhält man auch viele Kenntnisse darüber", erklärte NAMO. Martin war sichtlich verwirrt und sagte: "Keinesfalls werde ich über das alles berichten, was ich hier erleben darf. Ich werde alle meine Aufzeichnungen einem guten Freund übergeben und ihn über alles unterrichten. Er wird diese Mission für mich erledigen." "Ich habe nichts dagegen einzuwenden", sagte NAMO. "Sie können tun, was Sie wollen, Herr Berger. Es zwingt Sie niemand. Aber sprechen Sie vorher mit ASHTAR SHERAN darüber." "Sie sprachen von 'jenseitigen Gedankenträgern'. Meinen sie damit jenseitige Seelen?", fragte Martin. "Ja, das stimmt", bestätigte NAMO. "Wir Santiner verwenden keine Begriffe wie "Geister" oder "Gespenster", denn das wäre Blasphemie. Wir können überhaupt nicht begreifen, daß man jen- seitige Seelen, auf der Terra so lächerlich macht und sie obendrein noch verspottet. Wie können die irdischen Kirchen nur so etwas dulden?" "Glauben Sie denn allen ernstes, daß es ein Weiterleben nach dem Tode gibt?", fragte Martin. "Ihre Frage ist typisch für die gesamte Terra", sagte die Außerirdische. "Selbstverständlich gibt es ein Weiterleben nach der Entkörperung, sogar in unendlicher Folge. Ein Mensch stirbt nicht nur einmal, sondern viele, viele Male, in immer wiederkehrenden Perioden. Das Ganze ist eine Präexistenz, die erst den wahren Menschen allmählich entwickelt. Aber zurück zur Kunst. Ich hatte das Thema noch nicht beendet. Die Verantwortung, die ein Künstler trägt, ist viel größer als er ahnt. Er ist ein Führer der Menschheit. Er kann aber auch ein Verführer der Menschheit sein! Die hohe Medialität auf dem Gebiet der Inspiration und die starke Sensibilität machen es den gewaltigen SCHÖPFUNGSKRÄFTEN "Gut" und "Böse" möglich, sich des Künstlers zu bemächtigen und ihn zum Werkzeug ihrer Ziele zu machen. Diese Ziele heißen Harmonie oder Chaos, Schöpfung oder Zerstörung. Die Menschheit reagiert sehr gut auf diese wortlose Sprache des Künstlers. Sie ist eine Seelensprache! Unmerklich program- miert der Künstler seine Mitmenschen. Er bringt sie dem Chaos näher oder führt sie zum göttli- chen Denken. Das kommt ganz auf die Art seiner Werke an, die sein eigenes Seelenleben aus- drücken. Und nun zu einer anderen Kunst, nämlich zur Schriftstellerei oder zum Journalismus, dem Sie ja auch angehören. Die Sprache ist ein Verständigungsmittel, das auf die Menschheit einwirkt. Sie wissen selbst, welche Macht in dieser Verständigung von Mensch zu Mensch, von Volk zu Volk liegt. Dabei ist es unerheblich, ob dies akustisch oder telepathisch geschieht. Die Sprache ist göttlich! Aber auch der sogenannte 'Teufel' mit seinem Anhang bedient sich dieser Verstän- digung. Dies geschieht hauptsächlich auf der Terra. Nirgends im Universum gibt es derartig niedrige und gemeine Ausdrücke, wie auf diesem Stern. Aber dieses niedrige, menschenunwür- dige Niveau wird von den Autoren und Verantwortlichen auch noch in die Kirchen, Theater, Kinos und in das Fernsehen hineingetragen und publik gemacht. Der Mensch auf der Terra schändet und verunreinigt die Gabe, die GOTT dem Menschen gegeben hat. Wie finden Sie das?"

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