Giganten im All - Teil 2
- 29 - Wie von einem Blitz getroffen, stürzte die Tänzerin zu Boden. Im Saal herrschte tiefes Schweigen. "Jetzt folgt die eigentliche Meditation", flüsterte NAMO ihrem Erdengast zu. "Versuchen Sie an nichts zu denken. Schalten Sie vollkommen ab." Martin versuchte seine Gedanken auszuschalten. Aber das war eine schwierige Sache, denn immer wieder kamen neue Gedanken, die auf ihn einstürmten. Auch wenn er sie alle verwarf und nicht zu Ende dachte, so waren immer sofort neue Gedanken da, die auf ihn zukamen. Jetzt erkannte Martin, wie schwer eine solche Versenkung war, und daß man die Fähigkeit dazu mit einigen Versuchen nicht erreichen konnte, sondern daß eine lange und anstrengende Übung dazu erforderlich war. Seine Ge- danken ließen sich einfach nicht verdrängen; also mußte er den Versuch machen, sie wenigstens in eine andere Richtung zu bringen; er mußte sie kontrollieren lernen und alles ausschalten, was nicht in diese Richtung paßte. Er begann seine Meditationsübung von neuem... Wieder erklang die herrliche Musik. Die meditative Andacht war zu Ende. "Das war eine ungeheure Fülle von neuen Eindrücken, von neuem Wissen und Erfahrungen, die auf mich einwirkten", sagte Martin ergriffen. "Es ist für mich ganz unmöglich, daß ich das alles behalten kann. Die Erdenmenschheit wird leider nur sehr wenig von meinen Berichten profitieren können." "Kein Grund zur Sorge", antwortete NAMO. "Am Ende Ihres Aufenthaltes bei uns erhalten Sie eine Suggestion, so daß Sie alles Erlebte genau behalten und sich an alles erinnern können." Martin nickte nur, im Augenblick war alles zuviel für ihn. Er ahnte, daß ihm noch allerlei bevorstand. Die Schwerkraft im Raumschiff mußte sich wieder verändert haben. Martin ging wie in einem Tau- mel. Er wußte, daß die Schwerkraft im Raumschiff künstlich erzeugt wurde. Als er über MUMTASEE nachdachte, mußte er feststellen, daß er sich in dieses Mädchen verliebt hatte. Eine Liebe, ganz plötz- lich und spontan, zu einer Außerirdischen. Er hatte das Gefühl, als ob ein gewöhnlicher Bürger eine Prinzessin zur Frau begehrte. Ein Gespräch mit ASHTAR SHERAN Nachdem Martin sich ausgeschlafen hatte, holte SHINUN ihn ab. Nach einem gemeinsamen Früh- stück besuchten sie das Treibhaus. Martin war überrascht. Er hatte keine Vorstellung von diesem Treibhaus gehabt. Die Anlage erstreckte sich über die Fläche eines ganzen Stockwerks. Kein Wunder, daß Mose geglaubt haben mußte, er sei im Palast GOTTES zu Gast. Es gab die schönsten Pflanzen und Blumen. Die Luft war sommerlich warm und es war sehr hell. "Hier im Treibhaus arbeiten hauptsächlich Frauen", erklärte SHINUN. "Wir erzeugen ein tropisches Klima und ernten auch mehrmals. Der Vorteil ist, daß wir keine Parasiten haben. Es kommt nichts um! Doch das Wichtigste ist die Erzeugung von Sauerstoff. Wir verwenden dazu hochgezüchtete Algenarten, in einer Art 'Aquarium'. Hatte ich Ihnen schon gesagt, Herr Berger, daß wir große Laboratorien besitzen? Wir forschen jeden Tag und jede Stunde. Das Experimen- tieren ist überhaupt eine unserer Lebensaufgaben." Viele Pflanzen standen ohne Erde in Wasserbehältern, die verschiedene Farben besaßen. Wenn Martin daran dachte, daß dieses Raumschiff mit allem was dazu gehört, ganz plötzlich dematerialisert werden konnte, dann wurde ihm schwindelig. Er konnte es sich einfach nicht vorstellen. Die Santiner hatten enorme Dinge entwickelt, die alles übertrafen was man sich auf der Erde vorstellen konnte.
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