Giganten im All - Teil 2

- 32 - "Ich werde mir alle Mühe geben, Sie nicht zu enttäuschen", antwortete Martin, der von der majestäti- schen Ausstrahlung dieses Menschen sehr beeindruckt war. "Ich möchte mich über Verschiedenes mit Ihnen unterhalten", sagte ASHTAR SHERAN, "weil ich glaube, daß ein Gespräch von Freund zu Freund dazu besser geeignet ist, als eine große Konferenz. Vorab gesagt: Es handelt sich nicht um uns Santiner, sondern es geht allein um die Terra mit ihrer Menschheit, deren Vertreter Sie sind. Wundern sie sich nicht, wenn ich Ihnen ein paar sehr persönliche Fragen stelle, die Ihnen vielleicht unangenehm sind. Sie brauchen mir nicht zu antworten, wenn Sie es nicht wollen." Martin nickte schweigend mit dem Kopf. Der Außerirdische fuhr fort: "Zunächst die Kernfrage, mit der überhaupt alles zusammenhängt: Glauben sie an die Existenz eines GOTTES, der der Ursprung und SCHÖPFER allen Seins ist?" Martin hatte das Gefühl, in einer Mausefalle zu sitzen. Mit solch einer Frage hatte er nicht gerechnet. Soll er hier eine Beichte ablegen? Martin wiegte seinen Kopf und antwortete: "Nun, ja, ich weiß nicht recht. Es mag sein, daß es einen GOTT gibt. Aber niemand hat Ihn bisher gesehen oder gesprochen." "Das ist keine Antwort", sagte der Kommandant. "Ich erwarte bei allen Fragen eine offene Antwort und keine Erklärungen oder Umschreibungen. Ich erwarte ein "Ja" oder ein "Nein", dann weiß ich Bescheid und kann meine weiteren Fragen entsprechend formulieren." "Nun, wenn Sie mich so direkt fragen, sage ich ja", antwortete Martin. ASHTAR SHERAN lächelte. Er war von diesem "Ja" nicht ganz überzeugt und sagte zu Martin: "Was einen Menschen ausmacht, ist nicht sein Fleisch oder sein Aussehen. Was einen Menschen zum Menschen macht, ist sein unsichtbares Inneres, es sind seine Gedanken, seine Intelligenz, sein Charakter und sein Leben. Seine Bewegungen sind nicht ausschlaggebend, denn tote Mate- rie bewegt sich auch. Eine Maschine besitzt kein Leben. Auch unser Raumschiff ist kein Lebe- wesen. Folglich kann niemand die Forderung stellen, daß er GOTT erst sehen muß, um an Ihn zu glauben. Das ist unlogisch! - Ich kann Ihre Gedanken nicht sehen, Herr Berger. Ich kenne den Grad Ihrer Talente, Gaben und Ihre Intelligenz nicht. Ihr eigentliches "Ich", das Sie über alle Tiere erhebt und zum Menschen macht, ist für mich genauso unsichtbar wie für Sie selbst. Trotzdem kann ich Ihre Existenz nicht ableugnen. Sie sind da! Ebenso ist es mit GOTT. Auch Er ist da! Auch wenn wir Ihn nicht sehen oder sprechen können. GOTT hat ein Bewußtsein, aber Er braucht dazu kein Gehirn, denn GOTT ist immateriell. GOTT ist das UNIVERSALBEWUSSTSEIN der gesamten Natur im unendlichen Universum. Auch der Mensch braucht für sein Bewußtsein kein Gehirn, denn der Mensch wurde Ihm zum Bilde erschaffen. Verstorbene denken viel effektiver, als die Lebenden über Ihr materielles Gehirn!" Anmerkung: Die Medizin kennt Fälle von berühmten Persönlichkeiten, die bis zu ihrer letzten Stunde hochintelligent waren. Nachdem man den Schädel dieser Menschen geöffnet hatte, war überraschenderweise kein Gehirn vorhanden, sondern nur eine faulige Flüssigkeit. (MFK) "Da bin ich überfragt", antwortete Martin. "Ich bin kein Arzt und auch kein Psychologe." "Hören Sie mir mit den Psychologen auf", entgegnete der Kommandant. "Sie forschen unter völlig falschen Voraussetzungen. Der Atheismus ist kein Universalschlüssel für die Wissen- schaft. Wir haben andere Erfahrungen gemacht! Eine Menschheit, die keine objektive Religion besitzt, ist zum Untergang verurteilt. Die Frage ist nur, wie lange sie sich halten kann. Die Erdenmenschheit hat keine objektive Religion! Es gibt für diese Menschheit nur einige Anhalts- punkte. Das meiste davon ist Vermutung, Phantasie und Tradition.

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