Giganten im All - Teil 2
- 33 - Seit Jahrtausenden haben wir uns darum bemüht, eine objektive Religion auf die Erde zu bringen. Bisher war alles vergeblich. Wir hoffen, daß heute die allgemeine Intelligenz der Füh- rungsschichten so weit entwickelt ist, daß sie für die objektive Wahrheit und eine Belehrung aufgeschlossen genug ist. Sie, Herr Berger, sollen unser Mittler sein. Sie haben jetzt Gelegen- heit, Herr Berger, auch an mich Fragen zu stellen. Ich will Ihnen gerne alles beantworten." SHINUN schaltete sich in das Gespräch ein und sagte eindringlich: "Machen Sie davon Gebrauch, Herr Berger. ASHTAR SHERAN ist ein Weltenlehrer. Sein Wis- sen ist ungewöhnlich umfassend. Er ist nicht nur der Kommandant einer großen Raumschiff- Flotte, sondern auch der Führer vieler Menschheiten im All. Er könnte auch einmal der Führer der irdischen Menschheit sein." "Ich bin etwas befangen", gab Martin zu, "weil ich mit einem so hohen Wissen konfrontiert werde. Ich habe mich auch schon über den "Konsequenzen-Rechner" gewundert. Wenn man eine derartige tech- nische Hilfe zur Verfügung hat, kommt man selbstverständlich auch schneller voran. Wir Menschen haben so etwas nicht. Wen also sollten wir befragen?" Der Kommandant nickte und sprach: "Das stimmt. Da haben Sie recht. Auch wir lassen uns durch die Technik beraten. Es ist nicht alles eigene Intelligenz, sondern auch technische Logik dabei, die allerdings unfehlbar ist. Darum hören sie mir gut zu." "Für das Positive bin ich immer aufgeschlossen", sagte Martin. "Ich lasse mich auch gerne beraten und belehren." "Gut", sagte der Kommandant und begann mit seinen Ausführungen. "In früherer Zeit hat man uns für Götter gehalten. Heute hält man uns für Einbildung oder Halluzination. Das ist der Unterschied. Man fürchtet uns und möchte daher so wenig wie möglich von uns wissen. Das ist der Standpunkt auf der Terra. Aber das wird wenig nützen. Wir sind trotzdem da und interessie- ren uns für die schöne Terra, denn wir wollen eine kosmische Katastrophe verhindern, die vor- bereitet wird, ohne daß die Völker davon wissen." "Dazu habe ich eine Frage", sagte Martin. "Gelegentlich habe ich mich auch für manche archäologi- schen Rätsel auf der Erde interessiert. Wenn in der Frühzeit der Erde Ihre Vorfahren Gegenden in Peru, Chile und Mexiko überflogen haben, so werden Sie mir meine Frage sicher beantworten können: In Peru, in der Gegend von Pisco oder Nazca, gibt es riesige Zeichnungen, die in die Erde eingraviert sind. Die Größe dieser Markierungen und Bilder ist enorm. Man vermutet u. a., daß es sich um Markierungen handeln könnte, um Raumschiffen den Weg zu weisen. Was hat es mit diesen Zeich- nungen und Linien auf sich, die häufig Tiere darstellen?" "Diese großen Zeichnungen wurden durch die damaligen Priester veranlaßt", sagte ASHTAR SHERAN. "Man war der Ansicht, daß die wunderbaren und mächtigen 'Götter' den Menschen auf der Terra helfen könnten. Man wollte uns binden. Wir sollten nicht zu anderen Völkern und Stämmen gehen, besonders nicht zu den Feinden des eigenen Volkes. Aus diesem Grunde sollten wir sehen, wie groß das Interesse an uns war. Man verfuhr in einer Weise, wie es auf der Terra noch heute üblich ist. Es wurde nämlich dabei sehr übertrieben. In der irdischen Werbung ist es heute nicht anders. Man führte diese Zeichnungen so groß aus, daß wir sie selbst aus großer Höhe noch wahrnehmen konnten. Wir sollten zur Kenntnis nehmen, daß man keine Arbeit scheute, uns zu bitten, bei ihnen zu bleiben. Das ist der wahre Grund für diese enormen Anstrengungen. Bei den Juden war es auch nicht anders. Auch sie wollten ihren leibhaftigen Gott behalten. Er sollte ihre Feinde vernichten und sie ihnen zu Füßen legen. Aber ihnen selbst sollten unsere Vorfahren nur Gutes tun. Es herrschte bei den Menschen ein sehr primitives, unentwickeltes Denken vor."
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