Giganten im All - Teil 2
- 35 - Verleugnung und Blasphemie. Besäßen wir die gleiche Denkart, wie sie auf der Terra üblich ist, so würde diese Erdenmenschheit schon nicht mehr existieren. Wir hätten sie vom Erdboden ausgelöscht! Mittel dazu sind reichlich vorhanden. Weil wir aber keine feindlichen Absichten zeigen, wiegen sich die irdischen Machthaber in Sicherheit. Sie sollen sich aber nicht dieser Täuschung hingeben. Einmal müssen auch sie für ihre Taten einstehen." "Solange den irdischen Machthabern nichts geschieht, werden sie sich auch nicht ändern", sagte Martin mit voller innerer Überzeugung. "Weil man absolut keine Kenntnisse von der Reinkarnation hat", antwortete ASHTAR SHERAN. "Der Mensch lebt länger als sein Körper und viel öfter in der Materie, als nur ein Erdenleben. Es ist ein gefährlicher Irrtum, daß eine Rechenschaft sofort eintreten muß. Je länger diese Rechenschaft hinausgeschoben wird, desto dicker wird die Gesamtrechnung, die dem Betreffen- den einmal präsentiert wird. Wer diese Rechnung dann nicht begleichen kann, dem Gnade GOTT!" "Die Bibel enthält aber nichts von einer Wiedergeburt", warf Martin ein. "Ja, das ist ein Fehler. Wenn man auf der Terra wüßte, daß der Mensch von Wiedergeburt zu Wiedergeburt schreitet und sich jedes Dasein nach seiner persönlichen Entwicklung richtet, so würde man viel vorsichtiger sein. Solche Zustände, wie sie heute auf der Terra vorherrschen, wären unmöglich." "Vielleicht gibt es sogar Beweise für eine Reinkarnation, trotzdem - oder gerade deshalb - wird man alles daransetzen, um solche Beweise zu entkräften. Was der Führung im Wege steht, wird rücksichts- los beseitigt", sagte Martin. "Das war schon immer so." "Nun, vergessen Sie nicht, Herr Berger, daß auch unsere Geduld gewisse Grenzen haben kann" gab ASHTAR SHERAN zu bedenken. "Wenn wir keine Gewalt anwenden, so geschieht das nur, weil wir nicht gegen den Plan des SCHÖPFERS handeln wollen. Der GROSSE PLANER hat die Terra als einen Läuterungsplaneten bestimmt. Auf der Terra werden alle die Menschen reinkar- niert, die in ihrer Gesamtentwicklung rückständig sind. Dabei kommt es nicht auf einen techni- schen oder wissenschaftlichen Fortschritt an, sondern ganz allein auf die Charakterbildung, also auf das menschliche Niveau mit seiner Ethik, seiner Moral und mit seiner Anständigkeit im Denken und Handeln. Jeder Mensch kommt immer wieder auf die Terra zurück, wenn er sich nicht entsprechend gebessert hat. Jeder Fortschritt und auch jeder Übelstand auf der Terra ist das Werk der lebenden Generationen. Sie alle haben in der Präexistenz daran mitgewirkt. Sie ernten stets selber, was sie gesät haben. Ein Kind, das geboren wird bringt alle Anlagen mit, die es während seiner Präexistenz erwor- ben hat. Wäre es nicht so, könnte sich kein Kind auf der Terra zurechtfinden, es wäre unmög- lich; denn in der kurzen Zeit eines Erdenlebens kann sich kein Mensch so entwickeln, wie es notwendig ist. Um heute auf der Terra als ein zivilisierter Mensch zu leben, dazu gehören viele, viele Vorleben!" "Und woher weiß man das?", fragte Martin. "Wir stehen den unsichtbaren Regionen näher, als es auf der Terra der Fall ist", sagte der Kommandant. "Aus diesen Regionen erhalten wir viele wichtige Belehrungen." "Wir haben auf der Erde u. a. das Christentum", sagte Martin. "Ist dieser Glaube ein Irrtum?" ASHTAR SHERAN schüttelte den Kopf und sagte: "An jeder Religion ist etwas Wahres dran. Aber das genügt nicht! Die Menschheit hat ein Recht, die ganze Wahrheit zu erfahren."
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