Giganten im All - Teil 2
- 7 - "Dieses Schiff ist schon mehrere tausend Jahre Ihrer Zeitrechnung im Gebrauch", erklärte SHINUN dem staunenden Journalisten. "Diese Schiffe haben sich alle sehr bewährt. Wir benut- zen sie für kürzere Flüge im All. Leider mußten wir erleben, daß man in Erdnähe Jagd auf uns machte und sogar auf uns geschossen hat. Doch das ist völlig absurd, denn kein irdisches Geschoß kann uns etwas anha- ben. Das elektromagnetische Kraftfeld, das unsere Schiffe umgibt, lenkt jedes Geschoß ab. Auch unsere Großschiffe sind unangreifbar. Aus diesem Grund können weder ein Meteor, noch ein Meteorschwarm oder andere derartige Massen auf unser Raumschiff auftreffen. Jede Materie, egal welcher Art, wird kräftig abgestoßen." SHINUN unterhielt sich mit einem der anwesenden Techniker, der kurz darauf in einem Diskus ver- schwand. SHINUN wandte sich zu Martin und sagte: "Jetzt geben Sie einmal Obacht. Der Pilot wird jetzt den Flugkörper einschalten. Wir gehen etwas auf Distanz. Prägen Sie sich ein, was Sie jetzt hören und sehen werden." Plötzlich ertönte ein Rauschen, wie von einem fernen Wasserfall. Ganz langsam begann das Flugob- jekt zu glühen und wechselte ständig die Farben. Martin spürte am ganzen Körper eine Lähmung. Dann leuchtete das Flugobjekt hellgrün auf und glich jetzt einem leuchtenden Chrysolith. Ein wunder- barer, geradezu phantastischer Anblick. Das Rauschen nahm ab und das faszinierende Licht erlosch. SHINUN schaute Martin an und sagte feierlich: "Und die Herrlichkeit Gottes erstrahlte vor uns." "Diese Worte erinnern mich an die Bibel", sagte Martin ergriffen. "Ja, so ist es", antwortete SHINUN. Er führte seinen, in Gedanken versunkenen, irdischen Gast zum Lift zurück und betrat mit ihm zu- sammen einen sehr gemütlich eingerichteten Raum, in dem es Erfrischungen gab. Während sie die Getränke zu sich nahmen, sagte SHINUN: "Als man auf der Terra unsere Flugobjekte sah, kam man aus dem Staunen nicht heraus. Versu- chen Sie sich vorzustellen, welchen Eindruck dieses Phänomen auf die damaligen Erdenmen- schen gemacht hat, die nichts vom Leben auf anderen Sternen wußten, noch von Flugobjekten dieser Art. Die Menschen glaubten an göttliche Wunder und an das Erscheinen GOTTES und Seiner Engel. Es gab sogar Menschen, die an viele Arten von Göttern glaubten. Lesen Sie ein- mal in der Bibel nach, die man Ihnen gegeben hat." Martin holte das kleine Buch aus seiner Tasche und blätterte darin ziellos herum. SHINUN nahm ihm das Buch aus der Hand und schlug mit sicherem Griff die gesuchte Stelle auf: "Hesekiel 1, 4: 'Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Mitternacht her mit einer großen Wolke von Feuer, das allenthalben umher glänzte; und mitten in dem Feuer war es lichthell.'" "Kein Zweifel, Hesekiel muß einem außerirdischen Raumschiff begegnet sein!", rief Martin. "Mehr als das", antwortete SHINUN. "Er sah sogar die außerirdischen Diskusse. Sehen Sie hier, was da geschrieben steht." SHINUN zeigte mit dem Finger auf eine Stelle in der Bibel, in der es sehr deutlich hieß: "Vers 16: 'Und die Räder waren wie ein Türkis und waren alle vier eins wie das andere, und sie waren anzusehen, als wäre ein Rad im anderen.' – Vers 17: 'Wenn sie gehen sollten, konnten sie
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