Giganten im All - Teil 2
- 8 - nach allen ihren vier Seiten gehen, und mußten sich nicht herumlenken, wenn sie gingen.' - Vers 18: 'Ihre Felgen und Höhe waren schrecklich; und ihre Felgen waren voller Augen um und um, an allen vier Rädern.' - Selbstverständlich können wir unsere Flugschiffe nach allen Richtungen steuern, ohne sie zu wenden", erklärte SHINUN. "Es gibt Bewegungsmöglichkeit nach allen Sei- ten, ohne daß sich das Schiff drehen muß. Die 'Augen' sind natürlich die Bullaugen, die rund- herum angeordnet sind. Wenn Hesekiel schrieb, daß die Höhe 'schrecklich' war, so meinte er damit, daß die Flugobjekte so hoch schwebten, wie er es sich nicht vorstellen konnte, daß ein materieller Körper so hoch steigen kann." Martin war überrascht, weil er diese Bibelstelle zum ersten Mal sah. Er wandte sich an SHINUN und sagte: "Weiter heißt es dort: 'Denn es war der Geist der Tiere in den Rädern, der sie lenkte.' Wie ist dieser Passus zu verstehen?" "Gewiß", antwortete SHINUN. "Hesekiel hatte noch nie einen Piloten gesehen. Beim Anblick des ausgerüsteten Piloten wußte er ihn nicht anders zu beschreiben. Außerdem konnte er nicht begreifen, daß es Menschen geben soll, die fliegen können." "Wieso fliegen?" fragte Martin verwundert. "Nun, Herr Berger, Sie sind doch auch geflogen und schwebten, als wir Sie in unser Raumschiff übernommen haben, nicht wahr?", gab SHINUN zu bedenken. "Ja, natürlich, ich erinnere mich. Trotzdem kann ich es mir nicht erklären", sagte Martin. "Es gibt zwei Arten der Levitation", erklärte SHINUN. "Einmal handelt es sich um eine techni- sche Schwerkraftbeeinflussung, andererseits gibt es auch eine geistige Schwerkraftaufhebung. In ihrem Falle war es eine technische Levitation." "Die Sache mit Hesekiel hat mich sehr interessiert", sagte Martin. "Ich wundere mich, daß man auf der Erde nicht schon längst auf diesen Gedanken gekommen ist, nämlich, daß es sich um außerirdisches Einwirken gehandelt haben muß. Die Religionen nehmen an, daß Hesekiel mit Engeln in Verbindung gekommen sei. Ein weiterer Irrtum, durch den die ganze Religion ins Wanken kommt." "O nein, so ist das nicht", beruhigte SHINUN seinen Gast. "Im Gegenteil - die Religion bekommt dadurch erst ihren richtigen Glanz! Vergessen sie nicht, Herr Berger, daß es sich um einen göttlichen Auftrag handelt, den wir zu erfüllen haben. Noch ist dieser Auftrag nicht er- füllt. Doch Sie sollen uns ja dabei helfen. Auch wenn uns die Erdenmenschen stets für Engel oder für "Götter" gehalten haben, kann ich Ihnen versichern, daß wir so lange wiederkehren werden, bis dieser heilige Auftrag erfüllt ist." "Trotzdem glaube ich, daß man einer Mission von außerirdischen Menschen nicht die Achtung und Ehrfurcht entgegenbringen wird, als wenn es GOTT und Seine Engel wären", sagte Martin. "Das erscheint Ihnen nur im Augenblick so", sagte SHINUN. "In Wirklichkeit ist diese Erkennt- nis für die Entwicklung der Erdenmenschheit bedeutungsvoller als Sie ahnen. Bedenken Sie, daß wir Santiner der Erdenmenschheit um viele tausend Jahre voraus sind. Man muß und wird darauf hören müssen, weil wir die größeren Erfahrungen haben. Sie verlangen doch auch von den Menschen der unterentwickelten Länder der Erde, daß sie auf die zivilisierteren Menschen hören und sich belehren lassen. Wir sind Lehrer und Vorbilder zugleich. Die Erdenmenschheit kann davon nur profitieren. Das Negative auf der Erde muß bekämpft und ausgeschaltet werden. Sie können mir glauben, Herr Berger, daß auch in den irdischen Kirchen und Tempeln negative und unterentwickelte Menschen ihren Unfug treiben und sich zur Wehr setzen werden. Diese Menschen sind gefährli- cher als alle anderen."
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