Giganten im All - Teil 2

- 9 - "Wir haben viele Religionen auf Erden, die sich zum Teil gegenseitig bekämpfen. Die religiösen Unterschiede führen oft zu langjährigen Kriegen. Wie werden Menschen auf die Wahrheit reagieren, die so viel Wert auf das Alte Testament legen?", fragte Martin. "Mein lieber Erdenbruder", antwortete SHINUN, "am meisten wird es die Juden schockieren, denn sie halten sich für das "auserwählte Volk" und glauben, daß sie eine bevorzugte persönli- che Beziehung zu GOTT haben. Doch das ist ein Irrtum, der auf der totalen Unkenntnis der wirklichen Tatsachen beruht. Kein Mensch der Terra wird bevorzugt. Jeder Mensch bedarf der Läuterung und hat an sich zu arbeiten. Doch niemals darf er sich über andere Menschen erhe- ben. - Kommen Sie, Herr Berger, wir werden jetzt einen unserer bedeutenden Experten besu- chen, der sich in allen diesen Fragen sehr gut auskennt. Er wird Sie weiter informieren." Wieder fuhren sie mit dem Lift. Martin fand es sehr verwunderlich, daß man in einem Raumschiff mit dem Lift fahren mußte, weil es so viele Stockwerke besaß. Sie betraten einen verhältnismäßig kleinen Raum, der aber trotzdem sehr wohnlich gestaltet war. Auch hier war alles abgerundet. Ein Santiner , der sichtbare Zeichen eines bedeutenden Alters trug, stellte sich vor: "Ich heiße O SHUR", sagte der Außerirdische mit harmonischer Stimme. "Sie also sind unser irdischer Gast. Nun, Sie werden es nicht bereuen und allen Erdenmenschen etwas voraus haben. Ja, Sie werden ein ganz neuer und charakterlich besserer Mensch werden." Nachdem sie sich gesetzt hatten, sagte SHINUN: "Unser Gast hat viele Fragen. Deshalb habe ich ihn hierher gebracht. Ich weiß, daß er hier die richtige Antwort erhalten wird. Wir unterhalten uns am besten in deutscher Sprache." "Warum sprechen Sie alle mit mir Deutsch?", frage Martin. "Ich könnte mich z. B. auch sehr gut in englischer Sprache unterhalten." "Sie sind ein gebürtiger Deutscher, Herr Berger, folglich sprechen wir auch in ihrer Landes- sprache", gab ihm SHINUN zu verstehen. "Außerdem ziehen wir die deutsche Sprache vor, weil sie es ermöglicht, uns noch verständlicher auszudrücken. Die deutsche Sprache läßt kleinere Differenzierungen zu. Eigentlich gibt es aber keine Erdensprache, in der wir uns richtig ver- ständlich machen können. Doch was wir zu sagen haben, kann auch so gesagt werden, soweit es sich nicht um technische Einzelheiten handelt, die wir in keiner irdischen Sprache erklären könnten." Die Götter dieser Erde Martin fühlte ein großes inneres Vertrauen zu diesem Patriarchen des Alls. Er musterte O SHUR und sagte zu ihm: "Ich kann mir vorstellen, daß man auf der Erde die außerirdischen Besucher für Götter gehalten hat, doch wenn man dies heute nachprüfen will, so stößt man auf gewisse Schwierigkeiten. - In welcher Weise haben Ihre Vorfahren den irdischen Menschen geholfen, so daß man sie für Götter hielt?" O SHUR lächelte weise und antwortete: "Das ist eine berechtigte Frage. In allen Fällen handelte es sich dabei um Direktkontakte. Wir beherrschten die Sprachen und konnten uns daher auch gut verständigen. Wenn ich 'wir' sage, so meine ich unsere Vorfahren, obgleich ich vermute, daß wir selbst diese Vorfahren waren. Beweisen kann ich das allerdings nicht. Doch es gibt für jeden Menschen, im ganzen göttlichen All, eine Wiedergeburt und dafür stehen alle bewohnbaren Planeten des Universums zur Verfü- gung. - Wir haben die Erdenmenschen belehrt und ihnen gute Ratschläge erteilt. Von uns er- hielten sie Kenntnis von der Astronomie, der Zeitrechnung, der Ortsbestimmung und vieles mehr."

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