Giganten im All - Teil 3

- 8 - Cerebral-Forschung Der fremde Santiner stellte sich als O SHITA vor. Martin dachte, daß diese merkwürdigen Namen irgendwie Ähnlichkeit mit der chinesischen Sprache hatten. Nachdem SHINUN erklärt hatte, um was es sich handelte, forderte O SHITA die Anwesenden zum Sitzen auf. Dann begann der Außerirdische in einem fast akzentfreien Deutsch die Unterhaltung: "Es ist mir bekannt, welche Ansicht auf der Terra vorherrscht. Irrtümer der Wissenschaft sind genauso gefährlich, wie Irrtümer der Theologie. Der Mensch wird so oder so auf ein falsches Gleis geführt. Sollte ich mich falsch ausdrücken, Herr Berger, so bitte ich das zu entschuldigen. Bitte, fragen Sie!" "Werden die Gedanken im Hirn erzeugt?", stellte Martin seine erste Frage. "Das Hirn des Menschen ist sehr kompliziert", antwortete O SHITA. "Man darf sich nicht täuschen lassen. So etwas kann passieren wie bei der Sonne, die man für dahingleitend halten kann. In erster Linie ist das Hirn ein Relais für den physischen Körper, d. h. ein Organ, das mit geringer Steuerleistung von seiten der Seele, eine relativ hohe Arbeitsleistung schalten kann. Man könnte das Hirn auch als ein Bindeglied zwischen dem immateriellen Geist und dem mate- riellen Körper bezeichnen. In zweiter Linie ist es ein Relais für die Umwandlung aller Eindrü- cke und Wahrnehmungen, die zur Seele geleitet werden. Das heißt: Alles, was im Menschen geistig tätig oder geistig vorhanden ist, befindet sich nicht im Hirn, sondern im Universum bzw. im All, wie man sagt." "Man nimmt aber an, daß das Hirn alle Erinnerungen aufspeichert", sagte Martin. "Wie kann man nur so einfältig sein und der Materie solche enormen, ja unerhörten Fähigkei- ten zuschreiben," antwortete O SHITA. "Wenn das der Fall wäre, müßte das Hirn des Menschen größer sein als der irdische Mond. Es gibt viele Menschen, die sich an Dinge erinnern, von denen sie nie zuvor etwas gehört hatten. Diese Fragmente stammen aus der Präexistenz, d. h. aus den vielen Vorleben des Menschen. Aus welchem materiellen Hirn sollen solche Engramme stammen? Dann kommt die Phantasie hinzu. Die Phantasie ist überhaupt ein Wunder. Woher nimmt der Mensch seine Archetypenträume und Archetypenerinnerungen? Nein, nein, so einfach ist das nicht, daß man das alles in dem kleinen bißchen Gehirnmasse des Menschen vermuten könnte. Wenn Sie mich fragen würden, wie groß der Bewußtseins- und Erinnerungsspeicher des Menschen wirklich ist, so muß ich Ihnen antworten: So groß wie das Universum. Es ist eine Funktion, die große Ähnlichkeit mit dem Denken GOTTES hat. Nehmen wir an, die Größe eines Fisches wäre das Hirn eines Menschen; dann wäre der Ozean das, was der Fisch zum Denken benötigt. In ihm befinden sich alle Erinnerungen und die Seele ist dazu da, hiermit zu manipulieren und anzupeilen." "Man hat Hirnmasse in hauchdünne Scheiben geschnitten und unter das Mikroskop gelegt. Die Win- dungen, die sich auf diese Weise erkennen ließen, haben angeblich große Ähnlichkeit mit gedruckten Schaltungen der irdischen Elektronik. Deshalb stellt man technische Vergleiche an", sagte Martin. "Das ist falsch! Wenn man schon unbedingt vergleichen will, dann vielleicht mit einem Fern- sehapparat: Die Fernsehsendungen werden außerhalb des Apparates erzeugt, aber im Apparat selbst empfangen. Also eine Täuschung. Das Gehirn gibt keine Auskunft über die Größe und Funktionsfähigkeit desselben. Der Bewußtseinsablauf ist ein kosmischer Prozess. Der Mensch kann auch ohne Hirn denken. Das wurde schon auf der Terra bewiesen", antwortete O SHITA.

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